100 Jahre Wörterbuch der ägyptischen Sprache

Über den Sommer hinweg gelegentlich einmal einen Hinweis eher am Rande unseres Kernthemas …

Im mythologischen Saal des Neuen Museum zeigen das Ägyptische Wörterbuch und das Ägyptische Museum ab Juni eine Ausstellung zum 100. Geburtstag eines für die Ägyptologie bis heute unverzichtbaren Werkzeugs – dem ägyptischen Wörterbuch.

2026 jährt sich zum einhundertsten Mal das Erscheinen des ersten Bandes des ägyptischen Wörterbuchs. Adolf Erman und sein Team begannen im Jahre 1897, im Neuen Museum, mit der Arbeit. Dabei wurden die bekannten ägyptischen Texte abschnittsweise auf Zettel geschrieben und diese vervielfältigt. So entstand in kürzester Zeit eine „Datenbank“ mit mehr als einer Million Zettel. Dieses „Zettelarchiv“ bildet die Grundlage für das Wörterbuch. Es ist alphabetisch geordnet und zeigt uns die einzelnen Worte jeweils im Zusammenhand des jeweiligen Textes.

Aufgrund des ersten Weltkriegs und der galoppierenden Inflation war an eine Drucklegung eines mehrbändigen Wörterbuchs nichtzu denken. Doch die Verbindung von amerikanischen Schülern zu A. Erman vermittelte im Jahr 1924 eine finanzielle Zuwendung von J. D. Rockefeller jun., die schließlich die Weichen für den Druck stellte. A. Erman, zusammen mit seinen Schülern Kurt Sethe und Hermann Grapow, erarbeitete dann die Druckvorlage des Wörterbuchs, welche von Wolja Erichsen geschrieben wurde.

Der Weg von den ägyptischen Texten zum fertigen Wörterbuch wird in der kleinen Ausstellung anhand von Objekten aus dem Archiv des Wörterbuchs veranschaulicht.

Monatlich werden an einem Mittwoch jeweils 17 Uhr Führungen zum Thema „100 Jahre Wörterbuch“ angeboten.

Was wir ’sehen‘ und was wir ’sehen sollen‘

Über den Ge-/Mißbrauch von Animation und KI/AI

Berichte auf der Seite des Magazins Zenith und bei +972mag

Anders auf / anders in die Zukunft schauen

Introducing Shared Sacred Flourishing: Podcast Folge 1

Episode 1 of the Religions for Peace podcast introduces Shared Sacred Flourishing. The podcast is intended for religious leaders around the world committed to interreligious action for peace.

Bishop Kari Mangrud Alvsvåg, Diocese of Borg, Church of Norway and President of the European Council of Religious Leaders, introduces the episode, which is hosted by Adam Phillips.

Featured guests in this episode, in order of appearance, include Dr. Francis Kuria, Secretary General of Religions for Peace; Dr. William Vendley, Vice President, World Religions and Spirituality at The Fetzer Institute and Secretary General Emeritus of Religions for Peace; Dr Judith Simmer-Brown, retired Distinguished Professor of Tibetan Buddhism and Interfaith Dialogue at Colorado’s Naropa University; and Rabbi David Rosen, former Chief Rabbi of Ireland, Religions for Peace International Co-President and Special Interfaith Advisor to Abrahamic Family House in Abu Dhabi.

Kalender 2026 – Juli

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025

Transaidency leistet seit Beginn des Kriegs lebensrettende Soforthilfe in Gaza. Sie versorgen Familien mit warmen Mahlzeiten, Wasser, Medikamenten und Shelter-Unterstützung.
Gemeinsam mit lokalen Partnern betreiben sie einen Medical Point für akute Behandlungen und haben eine Schule eröffnet, um Kindern trotz der Zerstörung Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
https://transaidency.org/gaza%20soforthilfe

Instagram: transaidency

Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:

Kalender 2026


„Versöhnung als Provokation“

Seit dem 7. Oktober 2023 und dem andauernden Krieg im Nahen Osten sind gesellschaftliche Debatten härter und Räume für gemeinsames Nachdenken seltener geworden. Die israelische Sängerin Noa Mei und die palästinensische Künstlerin Meera Eilabouni bringen ihre Sprachen, ihre Geschichten und ihre Musik in einen gemeinsamen künstlerischen Auftritt ein.

Im Podiumsgespräch geht es um die Frage, wie der Dialog im Kontext des Nahostkonflikts möglich ist – angesichts tiefer Traumata, wachsender Polarisierung sowie der drastischen Zunahme von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus in Deutschland

Die Veranstaltung wird organisiert von Studierenden der TU Berlin im Rahmen des Seminars und Forschungsprojekts „Versöhnung als Provokation?“ unter der Leitung von Dr. Esther Gardei am Zentrum für Antisemitismusforschung.         

Giora Feidman – Seele der Klarinette

arte Mediathek – Verfügbar bis zum 28.Juli 2026

Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ – während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.

Kalender 2026 – Juni

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025

Clean Shelter is a grassroots organization registered in Germany that delivers immediate relief to displaced communities in Gaza through essential sanitation and shelter solutions. Founded by Seba Abudaqa, a Palestinian from Gaza living between Munich and Cairo, and Tom Kellner, an Israeli based in Berlin, the organization focuses on
concrete action on the ground, providing shelter, sanitation, and water.
http://www.cleanshelter.org/donation

Instagram: clean_shelter_ngo | http://www.cleanshelter.org

Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:

Kalender 2026


What Makes a Diaspora?

Middle Eastern Minorities, the Americas, and Jewish Studies in Conversation

Konferenz in Köln im Mai 2027 – Deadline for proposals: October 1, 2026

What makes a diaspora? Not every population on the move becomes one, and
not every dispersed community claims the term. This workshop is
designed to bring three fields into conversation: American studies,
Middle Eastern and North African (MENA) studies, and Jewish studies.

Podcast: Saba-Nur Cheema und Meron Mendel

Die ZEIT: „Sie sind das bekannteste muslimisch-jüdische Ehepaar Deutschlands. Im Podcast sprechen sie über ihre Herkunft und ihren Kampf gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.“

Lost Books Lab

Geraubte Bücher erzählen von Enteignung, Verfolgung und kultureller Auslöschung. Genau hier setzt das neue Projekt „Lost Books Lab – Partizipative Bildungsformate zu NS-Raubgut im beruflichen Kontext“ an, das zum 1. Mai 2026 gestartet ist. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Bildunggegen Antisemitismus“ von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Ziel ist es, ein übertragbares Bildungsformat zu entwickeln, das Antisemitismus am konkreten historischen Objekt – dem im Nationalsozialismus geraubten Buch – nachvollziehbar macht.


Das “Lost Books Lab Baden-Württemberg” richtet sich an Auszubildende und Mitarbeitende von Unternehmen in Baden-Württemberg und eröffnet damit neue Zugänge zur antisemitismuskritischen Bildung im beruflichen Kontext. In Kooperation mit Bibliotheken setzen sich die Teilnehmenden in drei-stündigen Workshops mit historischen Buchbeständen auseinander, recherchieren Provenienzmerkmale und gehen den Spuren ehemaliger jüdischer Eigentümerinnen und Eigentümer nach. Nach einer Einführung in die Geschichte des systematischen Raubs jüdischer Bibliotheken und in Methoden der Provenienzforschung arbeiten sie eigenständig in Gruppen mit historischen Büchern, dokumentieren ihre Funde und reflektieren deren Bedeutung für die Gegenwart. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist für Teilnehmende und Unternehmen kostenfrei.

„Geraubte Bücher zeigen, daß Antisemitismus sich in konkreten Handlungen der Ausgrenzung, Enteignung und kulturellen Auslöschung niederschlug. Das Lost Books Lab verbindet historische Bildung mit aktiver Recherche und ermöglicht Teilnehmenden, selbst einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Unrechts zu leisten“, sagt Botschafter a. D. Shimon Stein, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins des Leo Baeck Instituts.

Das Projekt wird von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, den Freunden und Förderern des Leo Baeck Instituts e. V. und dem Leo Baeck Institut (West-)Jerusalem durchgeführt.

In der 24-monatigen Projektlaufzeit bis April 2028 werden Workshops in Baden-Württemberg entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt. Ergänzend entstehen ein digitales Handbuch, Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie eine modulare Ausstellung.

Für die Umsetzung werden weitere Partner in Baden-Württemberg gesucht. Bibliotheken, Unternehmen, Archive, Antiquariate und regionale Netzwerke, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder das Format an ihrem Standort erproben möchten, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.