Auch angesichts der Entwicklung(en) – die Hoffnung nicht aufgeben:
Combatants for Peace

Zum Tod des Philosophen Ernst Tugendhat
Eine Würdigung von Michael Hesse in der Berliner Zeitung (BZ)
„Ernst Tugendhat hat nicht nur philosophiert, sondern ebenso sehr politisiert, demonstriert, gestritten. Am Montag ist er im Alter von 93 Jahren in Freiburg/B. gestorben. Mit ihm verliert Deutschland einen seiner großen Denker.“
G. H. Holländer schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)
„Das heißt nicht, dass Tugendhat jeden seiner Irrtümer erkannt hätte, aber so ausdrücklich, wie er auf ihr Vorhandensein hinweist, ermuntert er auch dazu, selbst welche zu finden. Ein solcher Irrtum könnte etwa sein, dass das Wollen der Menschen auf Zukunft gerichtet sei. Gerade für Religion und Mystik lässt sich viel eher eine Ausrichtung auf das schlechthin Vergangene beweisen.“

Und ein Beitrag auf der Schweizer Website ch-cultura.ch.
Joseph Croitoru auf qantara.de: „Sie wollen die Kontrolle über die Bücher“
Bei den landesweiten Protesten der vergangenen Wochen gegen die Reformen der neuen israelischen Regierung waren Schriftstellerinnen und Schriftsteller kaum sichtbar. Das hat sich nun grundlegend geändert

Im ukrainischen Czernowitz, einst das ‚Jerusalem des Ostens‚, lebten bis vor Kurzem kaum noch Juden und Jüdinnen. Nun verschaffen Geflüchtete aus anderen Landesteilen den jüdischen Gemeinden neuen Zulauf.
Ein Beitrag auf der Seite der Deutschen Welle.

Czernowitz (Chernivtsi/Cerniowce), eh.Synagoge. (Photo: privat)
Ein Gespräch mit dem Philosophen Omri Boehm, geführt von Michael Hesse, in der Frankfurter Rundschau über Immauel Kant, Hermann Cohen, über Abraham und Moses und über Religion und Glaube
„Vielmehr kommen wir zum Glauben, weil wir eine absolute Verpflichtung zur Ethik erkennen – und absolute Verpflichtungen kommen nicht von der Natur und können auch nicht von ihr kommen.“

Essen verbindet
Ein Begleiter durch das Jahr 2023 – Mit Photos von Bärbel Doering und aus dem AphorismA Verlagsarchiv
Der Wirklichkeit eine Vision entgegenhalten: Es gibt immer eine andere Zukunft!

Photo: Bärbel Doering
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2021


Der Historiker Hajo Funke ordnet die Einträge mit Kommentaren ein

Umfangreiches Feature des NDR:
Datenbank: Die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ zum Durchsuchen
Leugnung der Shoa: Die Wahrheit hinter den „Hitler-Tagebüchern“ – 40 Jahre nach dem Skandal um die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ im „Stern“ hat der NDR die Texte in vollem Umfang veröffentlicht. Sie offenbaren die geschichtspolitischen Motive des Fälschers und einiger seiner Helfer: die Leugnung des ‚Holocaust‘.
Neuerscheinung: Zur europäischen Textgeschichte eines Konzentrationslagers

Herausgegeben von Stephan Pabst / Band 9 der Reihe Medien und kulturelle Erinnerung / ISBN 9783110770117
Über das Buch (Besprechung erfolgt nach Möglichkeit)
Kaum ein nationalsozialistisches Konzentrationslager hat nach 1945 eine derart vielfältige Literatur hervorgebracht wie Buchenwald. Zu ihr gehören ideologisch bis heute umstrittene Bücher wie der antifaschistische Beststeller Nackt unter Wölfen, die hochkanonischen Romane wie Semprúns oder Kertész, weniger bekannte Romane wie Adlers Das Panorama oder Ferdinand Peroutkas Wolke und Walzer, eine Flut vergessener ‚grauer‘ Bericht-Literatur, frühe Versuche einer soziologischen, politischen oder psychologischen Deutung des Lagers.
Ebenso wie das Konzentrationslager Buchenwald selbst ist diese Literatur international. Buchenwald versammelte Menschen aus fast allen Ländern Europas. Viele von ihnen wurden aus politischen oder rassischen Gründen deportiert, die nationale Grenzen überschritten. Die Literatur, die aus dem Lager hervorging, entstand also einerseits in nationalliterarischen Kontexten, bezog sich aber andererseits auf ein transnationales Ereignis, das sich mit transnationalen Fragen verband.
Die Literatur des Lagers Buchenwald läßt sich daher nicht einfach nationalliterarisch einhegen. Trotzdem wies die Forschung in den letzten Jahren einen starken Zug zur nationalliterarischen Segmentierung auf, was auch dazu führte, daß sich die Wahrnehmung darüber hinaus nur auf sehr wenige kanonische Werke beschränkte.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge über die Literaturen, die an der europäischen Textgeschichte des Konzentrationslagers Buchenwald mitgeschrieben haben.
Über einen heilenden Desintegrationsprozess
Ein Beitrag von Mati Shemoleof – Übersetzt von: Joey Bahlsen, zuerst erschienen: Stadtsprachen, 24
Und auf Hagalil.