Anschlagsserie auf Gedenkstätten in Deutschland

Volker Witting auf der Seite der Deutschen Welle zu aktuellen Entwicklungen

Antisemitismus, Rassismus, Homophobie – Anschläge auf Gedenkstätten häufen sich. Was sind Gründe für diese Attacken auf Demokratie und Minderheiten?

Yechiel Weizman: Unsettled Heritage

Ausführliche Besprechung des 2022 in der Ithaka-Press erschienen Bandes über das polnische Erbe seiner jüdischen Geschichte von Zuzanna Dziuban (Institute of Culture Studies and Theater History, Austrian Academy of Sciences). (H-Soz-Kult)

Zuzanna Dziuban: Rezension zu: Weizman, Yechiel: Unsettled Heritage. Living next to Poland’s Material Jewish Traces after the Holocaust. Ithaca 2022 , ISBN 9781501761744

In: H-Soz-Kult, 15.08.2023, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-118377>.

Über Kriegsverbrechen zueinander gefunden

Ein Bericht von Christoph Renzikowski/KNA, zu finden auf der Seite des Paulinus.

Wie ein jüdisches Konsortium versucht, den Schocken-Verlag zurückzukaufen

Am Anfang der Initiative, die von dem Pulitzerpreisträger Joshua Cohen („Die Netanyahus“) angestoßen wurde, steht die Erkenntnis, daß das US-amerikanische Verlagswesen von alten, weißen Männern aufgebaut wurde, allerdings mit dem Zusatz, daß es Juden deutscher Herkunft waren, die, zumeist in der zweiten Generation, die Verlage mit dem Geld aufbauten, das ihre geflüchteten Eltern mit kleinen Gemischtwarenläden in Brooklyn verdient hatten.

Sie trugen damit in einem nicht geringen Teil zum Geistesleben der USA im 20. Jahrhundert bei und wurden dabei selbst zu einem Teil dieser Gesellschaft.

Diese erfolgreiche Flüchtlingsgeschichte ist aus dem Bewußtsein der heutigen USA fast vollständig verschwunden.

Einer ihrer bekanntesten Vertreter war Salman Schocken, der bereits in Deutschland ein jüdisches Verlagshaus gegründet hatte, und nach dessen Wiedergründung 1945 in New York das europäische jüdische Denken des 20.Jahrhunderts nach Amerika brachte, u. a. arbeitete Hannah Arendt zeitweise im Lektorat.

Heute gehört der Verlag, über den Verkauf an Random House 1987, zur Bertelsmann AG, einem Verlagsunternehmen, das unter den Nationalsozialisten groß wurde. Die Übernahme bedeutete den Niedergang des Schockenverlags und seines spezifischen Profils.  

Joshua Cohen, der selbst aus der deutsch-jüdischen Tradition kommt, trat mit den Schockennachkommen in Israel in Kontakt und bot an, zusammen mit anderen Mitstreiter:innen, den Verlag zurückzukaufen, um Schocken Books 2023 wieder zum Leben zu erwecken. All die traditionsreichen, klingenden Verlagsnamen, die heute in den großen Konzernen zusammengepfercht sind, seien, so Cohen, „nur noch Geister, Spuren einer vergangenen Ära, in der die Verlage von den Persönlichkeiten lebten, die sie gründeten und finanzierten“. Das von ihm gegründete Konsortium will die Tradition, Flüchtlingen eine angemessene Stimme zu verleihen, wiedererwecken und der Geschichte, Gerechtigkeit und dem kulturellem Erbe einen neuen Platz geben.

Schocken-Kaufhaus, Chemnitz 2023

Eine Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung (hinter der Paywall).

Photos: B. Doering (2023)

Von draußen – und drinnen – draufgeschaut

Peter Kuras („Writer and translator, born and raised in Traverse City, Michigan, lives in Berlin“) auf Jewish Currents zu:

Tirazain

Eine Website zeigt den Zauber palästinensischer Stickerei

Jennifer Holleis auf der Seite der Deutschen Welle

Die preisgekrönte Unternehmerin Zain Masri hat traditionelle palästinensische Kreuzstichmuster digitalisiert. Nun stehen sie zum Download bereit. Sie bergen erstaunliche Geheimnisse und erzählen komplexe Geschichten.

Screenshot aus dem Beitrag der Deutschen Welle Tirazain

Screenshot aus dem Beitrag der Deutschen Welle

Auch auf Instagram zu finden und hier die eigene Seite auch auf Englisch.

Reuven Abergel

Einer der Gründer der israelischen Black Panther, wird in diesem Jahr 80 Jahre alt – a.m.a.! – Es ist wichtig auch das, auch ihn zu erinnern!

Workshops zur hebräischen Typographie

„Aber da spricht nicht die Vernunft …“

Ein lesenswertes Interview mit der Philosophin und Publizisten Susan Neiman, US-Amerikanerin und Direktorin des Einstein Forum in Potsdam, in der Frankfurter Rundschau, das Gespräch führte Michael Hesse.

Idyll und Verbrechen

Wie erinnert man.frau in schönster Bergwelt an einen Völkermord?
Zu Besuch in der Dokumentation Obersalzberg.