Am Abend des 18. Dezember

Auch Nach-hören lohnt sich, das Gespräch mit Alon-Lee Green und Rula Daoud von Standing Together am 17. Dezember läßt sich hier finden … keine verschwendete Zeit, da zuzuhören…:

In ihrer Mail dazu schreiben sie:

„Wow! Over 1,800 viewers from all over the world tuned in yesterday to hear our vision as a movement and what we are doing right now, on the ground. We are excited to share that during the webinar over 250 people joined our new global community – Friends of Standing Together, and many more decided to contribute one-time donations. We are very grateful to receive so much support from all of you, this enables us to continue our work and grow our movement.“

Weltgebetstag 2024

Seit über hundert Jahren – Eine der größten ökumenischen Bewegungen der Welt bringt jeweils am 1. Freitag des Monats März Menschen unter dem Gedanken „Informiert Beten“ zusammen. Nach 1994 ist auch 2024 wieder das palästinensische Komitee mit der Erarbeitung der Liturgie beaufragt worden.

Jetzt entscheidet das „Deutsche Komitee“ anders und „für die Schwestern“ …

Hier die Stellungnahme des Berliner Jerusalemsvereins:

Logo Jerusalemverein

Am Abend des 19. November

Wie weit ist eine „Vereinbarung“ über ein (kurzes?) Schweigen der Waffen und die Freilassung von Geiseln noch entfernt?

Jack Khoury weist in der Haaretz zu Recht auf die wachsenden Spannungen an der „dritten“ Front, der Westbank hin, hier ein paar Zitate aus dem Beitrag:

„If, before the war, incidents were focused on the northern West Bank, between Nablus and Jenin, since October 7 there has not been a city or refugee camp in which clashes have not been recorded.

In addition to the large number of dead and wounded, there has also been a drastic increase in the number of people arrested in the West Bank, including East Jerusalem. Close to 3,000 people have been detained since the start of the war. The Palestinian Prisoners’ Administration notes that such a large number of arrests in such a short time has not been seen since the Second Intifada.
(…)

Israel can continue to crush the Gaza Strip under the banner of “hunting Hamas” and it can bulldoze the West Bank under the slogan of “fighting terrorism,” but in between, we must understand that with force and more force there will be no horizon for either side. For every fatality, another generation of young Palestinians will emerge and will join the struggle against Israel, seeing themselves as freedom fighters.

Every time Israel punishes the Palestinians by deducting taxes it collects on their behalf, it puts another nail in the coffin of the PA. Every expropriation of land for the construction of another outpost, every roadblock, every closure, every narrowing of civilian living space, closes another window of hope for change.

A month and a half after the war began, someone in Israel needs to realize that another attack and more force will only increase the anger and frustration among another generation of Palestinians. (…)“

„In Israel, October 7 is often described – and rightly so – as a trauma that will lead to fundamental change, both social and political. The question is what kind of change Israel hopes for. A society that aspires to change for the better must rise from a crisis and think about reality. Because even after the crushing of Hamas and the paralyzing of the PA, the Palestinian people will not go away – not in the Gaza Strip and not in the West Bank.“

Am Abend des 8. November

Die Ereignisse der letzten Wochen lassen auch hierzulande die Menschen nach Worten suchen, das Geschehene und das Geschehende zu „begreifen“ und einen Blick auf die Konsequenzen und das ‚zu Tuende‘ werfen. Pfr. Andreas Goetze, lange Jahre Landeskirchlicher Pfarrer für das interreligiöse Gespräch in Berlin (EKBO), jetzt tätig im Zentrum Ökumene EKHN/EKKW in Frankfurt/Main, hat das in einem Beitrag für das Portal Die Eule versucht, es gibt eben trotz allem keine einfachen Antworten in der komplexen Gemengelage des ‚Nahen Ostens‘ und unserer Beziehungen dorthin und dorther…

Am Abend dieses 7. Oktober

Eigentlich war für die beiden Tage heute und morgen etwas ganz anderes für den Blog vorgesehen.

Die Realität von Gewalt und der Glauben, daß es eine militärische „Lösung“ geben könnte, holt die Menschen vor Ort (und uns in Europa) ein [- wieder einmal]. Und viele Zivilistinnen und Zivilisten zahlen dafür einen hohen Preis.

Haggai Matar vom israelisch(-palästinensischen) Internetmagazin +972 mag, beschreibt es heute auf deren Seite so:

„Nicht trotz, sondern gerade wegen des Horrors müssen wir unseren Kurs ändern“

+972mag – Screenshot (7. Oktober 2023)

Fikra

Fikra is an online Palestinian literary magazine founded in 2022. We publish essays, short stories, poetry, and visual art in both Arabic and English. Fikra Magazine is a platform for Palestinians and by Palestinians. We don’t accept funding from governments or politically affiliated donors to ensure complete editorial independence.

Fikra Magazine is part of a cultural ecosystem in Palestine that publishes high-quality and uncensored literature and art. We believe in the importance of original and provocative pieces that express different perspectives on Palestine. The occupation has continuously attempted to silence Palestinian voices wherever they can. In the face of apartheid and injustice, a magazine might not seem like much. Still, the ideas, perspectives, and dialogue that Fikra Magazine offers can contribute to the resistance and resilience that are part and parcel of Palestine.

Hier noch ein Bericht bei 972mag über das Magazin.

Vor Ort die Dinge besser verstehen

Die DVPB Rheinland-Pfalz bietet eine Studienreise / Fortbildung nach Israel-Palästina an. Die Reise richtet sich an Lehrkräfte, aber auch an alle anderen politisch Interessierten.

Thematisch geht es darum, einen differenzierten Einblick in beide am Nahost-Konflikt beteiligten Gesellschaften zu ermöglichen und die Gegebenheiten, Emotionen, Narrative sowie Friedensmöglichkeiten sowie -hemmnisse kennen zu lernen um den Konflikt insgesamt besser zu verstehen. 

Für Anmeldungen und Rückfragen: michael.sauer@dvpb-rlp.de.

Durchführung der Reise und Begleitung vor Ort: Rainer Zimmer-Winkel, AphorismA Agentur

Wer würde keinen offenen, freien Nahen Osten wollen …

wo man:frau mit dem Zug von Istanbul nach Riad oder Jiddah fahren kann und einen Abstecher nach Beirut und Haifa macht …

Die ([ver]öffentlichten) Debatten um eine mögliche Annäherung zwischen Israel und Saudi Arabien im Rahmen der sog. ‚Abraham Accords‘ nehmen zu, zwischen Washington, Tel Aviv und Riad reisen die Emmissäre – mit welchem Ergebnis auch immer, auch für Palästinenser:innen…

Hier ein Beitrag von Dana El Kurd zum Thema auf der Plattform +972mag.

United to End the Occupation

Ein online-Gespräch der American Friends of Combatants for Peace

August 3, 202312:00pm ET / 7pm Jerusalem

[Nachtrag: 4. August – Aufzeichnung ist hier zu finden]

Hadar Cohen & Eva Borgwardt will explore how many in the Jewish diaspora are organizing for dignity and equality for all, from the river to the sea. Learn from leaders who are fighting against antisemitism and for Palestinian liberation.

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Israel. Auf dem Weg in den Gottesstaat

Weltspiegel Doku – 17.Juli 2023 – 45 min

(Verfügbar in der ARD-Mediathek bis Juli 2024)

„Kein Strom mehr am Shabbat? Geschlechtertrennung im öffentlichen Nahverkehr? Ein Staat Groß-Israel in seinen ursprünglichen biblischen Grenzen? Das alles könnte Realität in Israel werden, wenn es nach dem Willen einiger Ultra-Orthodoxer oder nationalistisch-religiöser Hardliner geht. So stark wie nie zuvor sind sie derzeit in der Regierungskoalition vertreten. Sie lassen Premier Netanjahu spüren, daß er auf sie angewiesen ist und setzen sich kompromißlos für die eigenen Belange ein: ‚Land and Law‘, also ‚Land und religiöse Gesetze‘.“