
| So for now, we wish you Ramadan Kareem, Pesach Sameach, and Happy Easter. In Peace & Solidarity from Israel/Palestine |
| Rana SalmanPalestinian Director Yonatan Gher Israeli Director |

Live UniversalAwareness Map – Israel und Palästina
EIn Zugriff auf unterschiedliche Nachrichten, visuell zugeordnet auf einer Landkarte!
Aus der Selbstdarstellung der Verantwortlichen:
„Live Universal Awareness Map (“Liveuamap”) is a leading independent global news and information site dedicated to factual reporting of a variety of important topics including conflicts, human rights issues, protests, terrorism, weapons deployment, health matters, natural disasters, and weather related stories, among others, from a vast array of sources. We are passionate about what we do and are energized by the positive impact we bring, as demonstrated by the loyalty and recommendations of our growing viewers across the globe.“.
Nemi El-Hassan – danach. Ein Beitrag in der ARD-Mediathek
Die TV-Journalistin Nemi El-Hassan steht kurz vor einem großen Karrieresprung, als ein Bericht der BILD-Zeitung alles verändert: Photos von 2014 zeigen, daß sie am antisemitischen Al-Quds-Tag teilgenommen hat. Es folgt eine öffentliche Gesinnungsprüfung und eine extrem polarisierte Debatte in sozialen Medien. Die Ursprünge der Vorwürfe sind fraglich, doch eine inhaltliche Auseinandersetzung damit findet kaum statt. ZAPP zeigt an diesem Fall: Die Mechanismen sozialer Medien verhindern einen konstruktiven Dialog über das akute Thema Antisemitismus. (Zweiter Teil der Serie „Verurteilt im Netz“.)
Middle East Briefing No 86 der International Crisis Group
Trotz aller Bemühungen der israelischen Regierung in anderen internationalen Konflikten, außenpolitischer Initiativen und Allianzen und Kooperation mit arabischen Staaten in der Region: der weiterhin ungeregelte Grundkonflikt mit der palästinensischen Seite und die Situation arabisch-palästinensischer Staatsbürger Israels kann zwischenzeitlich von zurückhaltender Relevanz sein, bleibt aber letztendlich das latente Problem der Politik Israels.
In ihrem aktuellen Briefing nimmt die International Crisis Group sich die Politik der israelischen Regierung vor und sucht vergeblich nach Ansätzen und Ideen und neuen Aktivitäten zur Konfliktregelung.
„What’s new? Not much, and that is the problem. It is business as usual for Israel and the outside world vis-à-vis the Israeli-Palestinian conflict following the eruption of violence in April-May 2021. The Israeli coalition government arrived with messages of positive change but has stepped up repressive practices instead.“
Und
„What should be done? International stakeholders should push for long-overdue steps to reduce risks of another flare-up –a long-term truce in Gaza; a halt to West Bank settlements and evictions of East Jerusalem Palestinians; respect for traditional arrangements at Jerusalem holy sites; and renewal of Palestinian political leadership – while rethinking approaches to peace.“
Der ausführliche Text: The Israeli Government’s Old New Palestine Strategy, ICG und USIP, Middle East Briefing No 86, 28 March 2022
Außergewöhnlicher Doku-Filmabend: „Birgitta’s Friends – border crossings“ (70 Min.) von Christian Kogler
Dienstag, den 05. April, 19.00 – 21.00 Uhr.
Christian Koglers beeindruckender Dokumentarfilm „Birgitta’s Friends – border crossings“ hat mit großem Erfolg im Juni 2021 am Festival „Crossing Europe“ in Linz teilgenommen.
Birgitta, eine österreichische Frau, deren Leben durch ihre Jahre in Israel geprägt wurde, beschließt, ihre fünf Freund:innen aus dieser Zeit wiederzusehen. Fünf Freund:innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Um nur die beiden Gegenpole aufzuzeigen: Wir lernen Noah kennen, der die Shoah überlebt hat und ein konservativer Zionist ist. Und Mohamed, der seit seiner Kindheit in der Widerstandsbewegung Palästinas aktiv ist. Dazwischen die anderen drei, die irgendwo in Israel und Palästina leben.
Gespräche zwischen Birgitta und ihren Freunden, unterlegt mit beeindruckenden Dokumentarszenen aus wichtigen Lebenssituationen, vermitteln uns die sie prägenden Lebenserfahrungen. Es entsteht der, vielleicht naive, Plan, zum Abschluß ein Treffen aller fünf Protagonist;innen an einem Ort durchzuführen.
In den spannenden 70 Minuten des Films liefert Christian Kogler uns keinen Kommentar, keine Stellungnahme. Allein der Balanceakt der Gegenüberstellung unterschiedlicher Personen genügt, die Zuschauer:innen zu fesseln. Zum Schluß scheitert der Plan des gemeinsamen Treffens. Aber der Film endet mit der Aussage, vielleicht könne es beim nächsten Versuch gelingen. Selbst im Scheitern hört die Hoffnung nicht auf.
Es wird eine kurze Einführung geben, anschließend den Film (per Vimeo-Link), im Anschluss steht Christian Kogler für ein Gespräch zur Verfügung.
Freunde von Neve Shalom – Wahat al-Salam: Anmeldung unter: freunde@wasns.de
Zwar haben „an keinem Ort der Welt Friedensorganisationen von allein eine historische Veränderung und Transformation herbeigeführt“, wie Tamar Herman vom Israeli Democracy Institute in [West-Jerusalem mit Blick auf die Geschichte bemerkt, doch sie sind wichtiger denn je. Zochrot, Schalom Achschav, das Israelische Komitee gegen Hauszerstörung, Yesh Gvul und weitere israelische Organisationen sind seit Jahrzehnten aktiv. Sie setzen sich für eine „gemeinsame Zukunft von Palästinensern und Israelis ein“. Johannes Zang war vor Ort und berichtet von der Situation der Organisationen und deren schwierigen Tätigkeit im Alltag.
Filmbesprechung des Dokumentarfilm „Silence Breakers“ gibt israelischen Soldaten eine Stimme, die sich für ihre Taten in der Armee schämen – Ein Text von Peter Münch, Tel Aviv, Korrespondent der SZ:
„In d(..)en Debatten, in diesem Streit, in diesen Anfeindungen wirft der Film die Frage auf, was es heute bedeutet, Soldat zu sein in Israel. Mit 18 Jahren muss jeder zur Armee, die jungen Männer für knapp drei, die Frauen für zwei Jahre. Fast alle sehen das als patriotische Pflicht. Schließlich ist Israel von Feinden umzingelt und muss sich verteidigen können. So ist wohl auch jeder, der hinterher zu „Breaking the Silence“ geht, als Patriot zur Armee gekommen.
Und aus Patriotismus, aus Sorge ums eigene Land, hat er hinterher Zeugnis abgelegt über das, was aus den israelischen Verteidigungsstreitkräften werden kann, wenn die Soldaten als Besatzer im Einsatz sind. „Wir wollen nicht die Armee an sich kritisieren“, sagt einer der Aktivisten im Film. „Aber in diesem System kann kein Soldat mehr das Richtige tun.“
Mit dem Österreichisches Institut für internationale Politik – oiip trauern wir um einen hochgeschätzten Kollegen und Wissenschaftler: Dr. John Bunzl, der am 22. März 2022 gestorben ist.
Bunzl wurde 1945 als Sohn einer österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie im Exil in London geboren und wuchs nahe der Papierfabrik seiner Familie im niederösterreichischen Pernitz auf. Nach dem Abitur in Wien und studierte Soziologie und Politikwissenschaften in Innsbruck.
John Bunzl war Wissenschaftler mit Leib und Seele und war in seinen Themenbereichen hoch angesehen. Mit besonderem Engagement setzte sich John Bunzl gegen Ungerechtigkeiten und die für die Anliegen der Palästinenser:innen ein und erntete dafür nicht immer Anerkennung. Für sein Umfeld war er stets da und hatte ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen.
„Stets setzte er sich dafür ein, daß die Perspektive der Palästinenser und deren Leid durch die Vertreibung auch von jüdischer Seite anerkannt werden. In den letzten Jahren wurde ihm auch der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie ein zentrales Anliegen“ – so würdigte ihn die österreichische Tageszeitung Der Standard in ihrem Nachruf.
Mit Dankbarkeit denken wir die Beiträge zurück, die er im Rahmen der diAk-Publikationen zur Verfügung gestellt hat.
In memoriam Herbert C. Kelman s. A. | (* 18. März 1927 in Wien; † 1. März 2022 in Cambridge, Massachusetts)
Ofer Zalzberg, Autor verschiedener Beiträge in unserer Zeitschrift israel & palästina, seines Zeichens Middle East program director at the Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation,
erinnert in einem persönlichen Nachruf an der jüngst verstorbenen Friedens- und Konfliktforscher.
Herbert C. Kelman, a social psychologist who pioneered the fields of peace studies and conflict resolution, holding dozens of Israeli-Palestinian dialogue workshops over the last 40 years, died March 1, 2022 at 94.
Prof. Kelman was born in Vienna, where already as a boy he studied Hebrew language and literature. He was active in a Zionist youth group affiliated with the Religious Kibbutz Movement.
He fled Austria with his family roughly a year after Nazi Germany’s 1938 annexation, eventually launching a new chapter of his life in New York. His deep interest in social psychology was shaped by the traumatic events of World War II and the Holocaust.
Kelman – with whom I exchanged ideas and didn’t always agree – was a towering figure in the area of conflict studies stressing that human beings are not infinitely malleable. Rather, they hold on to certain nonnegotiables for which they are ready to die and kill.
One cannot, it follows, compel people to embrace certain values or behaviors, even when the price is incredibly high. Indeed, efforts to negotiate resolution solely based on interests fail in conflicts involving such nonnegotiables. Worse, they risk escalating them.
Kelman consequently posited that addressing conflict requires structured interaction between the parties so that they adequately appreciate their adversaries’ profound human needs, as well as their own.
Durable accommodation can be achieved only after such carefully facilitated encounters. Repeated foreign-policy failures seeking to subdue people into positions they cannot embrace have underlined the relevance of Kelman’s scholarship.
Herb began his work with influential Israelis and Palestinians in the late 1970s when, much like today, political prospects for a peace agreement seemed dim. Still, he sought avenues for achieving progress despite the reputational risks of tackling core-conflict issues with decision-makers on both sides. The very fact of his meetings with Yasser Arafat in Beirut in the early ‘80s was both groundbreaking and controversial.
So was his convening of Israeli and Palestinian leaders to explore ways to move toward mutual recognition and address core-conflict issues. During and between workshops his wife, Rose Brousman Kelman, indefatigably assisted him.
Legions of scholars speak of Herb as their mentor, confiding deep appreciation of his transformative contribution to their personal development. While I did not study under him, I did experience this caring quality of his.
I sometimes differed with his approach on significant issues, such as advocating conflict transformation rather than conflict resolution, while working mostly in the local offices and homes of the parties to the conflict rather than in workshops abroad. Plus I called for moves beyond liberal peacemaking so as to include non-liberal worldviews, notably religious ones. But even when I differed with his approach, he continued to generously support my professional and academic growth.
Kelman became one of the most influential scholars and educators in social psychology and conflict studies, securing senior positions at Harvard, training numerous academics and authoring a raft of groundbreaking books and articles. His CV suggests that he won every possible academic award for research, yet he was clearly most moved when he gained increasing recognition in his Austrian homeland over the last two decades.
Herb recounted how tears came to his eyes when he read a request by a prominent Vienna-based organization for conflict transformation: It was renaming the institute after him. The institute’s Austrian leaders, Wilfried Graf and Gudrun Kramer, who lived in Jerusalem at the time, saw this as a way to continue Herb’s work between Vienna and Jerusalem – under new conditions and in new forms. They noted that this was also symbolic acknowledgment of Austria’s wrongdoing against the Jews and a re-welcoming of Herb’s thoughtful academic contribution by the nation that chased him away.
I feel fortunate to have known him, to have exchanged views with him both theoretically and politically, and to currently work at the Herbert C. Kelman Institute for Interactive Conflict Transformation. He was a truly kind man, of utmost integrity, with incredible sensitivity to people’s human needs, whatever their origins. A real mensch.
The Israeli Black Panthers Haggadah was first written in 1971, at the beginning of their movement. It was written in a dark tin shack in Jerusalem on a stolen typewriter. In the introduction to this 50th Anniversary Edition, Reuven Abergel, one of the founders of the movement, writes that the Haggadah talks „about the pain, discrimination, and oppression that we were subjected to as part of Israel’s policy of separation between Jews from Muslim countries and Jews from Eastern Europe.“
A year later, a fire destroyed most of the Israeli Black Panthers‘ archives, including the Haggadah. It was thought lost for some 40 years until a rabbi who collected Haggadot reached out to Abergel with a copy.
In 2019, a second edition of the Haggadah was published in Hebrew as a pamphlet, an effort initiated through The Civil Archive of Social Struggles in Israel, led by Sapir Sluzker-Amran. After that, groups came together with the purpose of making the Israeli Black Panthers struggle and the Haggadah story accessible in both Hebrew and English as a way of promoting dialogue about the potential of Mizrahi struggle in Israel/Palestine.
Translator Itamar Haritan worked closely with Abergel to translate the Haggadah into English starting in 2017 and has updated parts of it since then with his help. The Israeli Black Panthers Haggadah will be a completely bilingual (Hebrew-English) book and in addition to the new translation from Haritan and introduction from Abergel, there will be other essays that reflect on the Israeli Black Panthers and the Haggadah text. It will also include powerful archival images of the Panthers and their activism.
On this site, we have also provided a free preview of a section of the Haggadah that you can use at your Seder table. Click here to download it.
We are so proud to present this new book project.
In solidarity,
Reuven Abergel and Marcelle Edery | Sapir Sluzker-Amran (Production and Consulting)
Libby Lenkinski (New Israel Fund) | Ari Bloomekatz (Jewish Currents Press)
Producer: Barak Heymann, Director and Editor: Alon Levi, Director of Photography: Yaniv Linton, Script: Amir Pavlovitch – Participants: Reuven Abergel, Sapir Slutzker-Amran, Shirly Karvani, Neta Hamami-Tabib, Avner Gvaryahu, Avi Yalou, Adi Tufik, Yossi Tsabari, Michel (Micado) Warshavsky, Fania Ben Sasson, Yonah Ben Sasson, Itamar Bellaiche, Elinor Arazi, Ram Spinoza (RamZi), Leah Zohar, Menashe Halif, Yossi Cohen, Libby Lenkinski
Vorbestellung hier möglich!