Muriel Asseburg: Der 7.10. und der Gazakrieg

Die deutsche Nahost-Wissenschaftlerin zu Besuch im Jüdischen Museum Hohenems
Der Mittschnitt (ab Min 10:30) ihres Vortrages auf Youtube, davor eine Einführung des Chefredakteurs der österreichischen Zeitschrift International, Fritz Edlinger.

Der Tag danach .. kommt

Auch wenn es aktuell schwerfällt, sich vorzustellen, daß dieser Krieg ein Ende finden wird (kann/muß …), ist es von großer Wichtigkeit, darüber nachzudenken, was am Tag danach kommt:

What is a Revitalized Palestinian Authority? – Policy Paper von Yohanan Tzoreff / MITVIM

Muriel Asseburg (SWP) in einem SWP-Comment zur Zukunft Gazas. Das Papier zeigt die Herausforderungen für eine nachhaltige Stabilisierung des Gazastreifens in den Bereichen Regierungsführung, Sicherheit, Wiederaufbau und politischer Rahmen auf und erläutert, was die EU und ihre Mitgliedsstaaten tun könnten.

Wenig Wissen, viele Unterstellungen

In den Evangelischen Kommentaren zu Religion und Gesellschaft Zeitzeichen setzen sich aktuell Katja Dorothea Buck und Jens Nieper mit der deutsche Debatte über Nahost nach dem 7. Oktober 2023 auseinander.

Mit Blick auf den 1. März 2023, den von den Palästinenserinnen gestalteten, Weltgebetstag der Frauen eine lohnende Lektüre – und ein wichtiges Korrektiv zur Haltung des Deutschen Weltgebetstagskomitees und seinen Eingriffen in die Stimme der christlichen Geschwister im „Heiligen Land“.


Lesehinweis, der zumindest die aktuellen Beiträge dokumentiert und verlinkt:

https://www.jerusalemsverein.de/weltgebetstag-2024-palaestina/

Erinnerung

Vor 55 Jahren, am 4. Februar 1969, wird Yassir Arafat zum Vorsitzenden der PLO gewählt, damit geht die Führung der palästinensischen Befreiungsorganisation in die Hände der Palästinenser:innen über. Es beginnt der lange Weg zu der Überzeugung, daß nur ein Staat Palästina an der Seite Israels zu Befreiung und nationaler Würde führen könne… Was ist von dieser Möglichkeit einer kooperativen Vision heute noch geblieben?

Deutschlands Nahost-Diplomatie in der Sackgasse …

Christoph Hasselbach analysiert für die Deutsche Welle die Rahmenbedingungen für das deutsche Enagement; die Sackgasse, von der er schreibt, hat aber wohl mehr Enden, als im Artikel erkennbar wird. Was bleibt vom ehemaligen Renommee deutscher Politik nach dem aktuellen Scherbenhaufen?

Americans for Peace Now

Artikel in Foreign Affairs (Freier Zugang)
A Palestinian Revival

How to Build a New Political Order After Israel’s Assault on Gaza

By Khaled Elgindy – December 18, 2023

Wer ist Zivilist?

Über die Ereignisse, die der aktuelle Krieg zwischen Israel und der Hamas tagtäglich zeitigt, kann man:frau unterschiedliche Positionen vertreten, sogar darüber, ob ein Waffenstillstand in diesen Tagen geboten, möglich, sinnvoll oder unbedingt nötig sein müsse …

Die Jüdische Allgemeine hat dieser Tage allerdings einen Kommentar von Tobias Huch veröffentlicht, der für einige Irritationen gesorgt und auf den Ronen Steincke, rechtspolitischer Korrespondent bei der »Süddeutschen Zeitung«, geantwortet hat:

Die JA hat inzwischen Titel des Kommentars von T. Huch verändert und auch den Text und dies online auch kommuniziert.

Unterwegs in Deutschland

Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.

Palästinenser:innen in der Westbank

Das Internetportal Qantara hat kürzlich einen Beitrag von Andrea Backhaus gebracht, der auf die Stimmung und die politische Lage in der Westbak schaut. Der Diskurs dort ist weit weg von dem, der in Deutschland geführt wird und er wird hierzulande wenig wahrgenommen. Der lesenswerte Beitrag endet mit: „Wir brauchen die Hamas nicht“, sagt Yahya. „Wir brauchen nur jemanden, der uns unsere Würde zurückgibt.“

Screenshot qantara

Am Abend des 21. Dezember

Hierzulande bewegen sich die Menschen innerlich und äußerlich auf die Feiertage zu, egal ob sie darin noch metaphysisch oder gar spirituell einen Sinn erkennen oder es willkommene streßfreie, erholsame, vielleicht sogar ruhige Tage sind. Anderenorts gehen die Auseinandersetzungen weiter und die Gewalt macht keine Pause, auch nicht wegen des Kindes in Bethlehem, das manche den „Friedensfürsten“ nennen (… vielen in dieser Stadt wird das wohl in diesem besonders schwer fallen)

Andere bangen um ihre Verschleppten. Und wer zwischen den Resten seiner Satdt sitzt …

Nicht billiger Trost soll es da sein, aber es ist ermutigend zu sehen, wie die Journalist:innen bei +972mag auf die Situation schauen: ... den Sinn für das Richtige bewahren ....

„Witnessing these changes in Israel-Palestine, we at +972 have always made it imperative to hold our moral ground. We are uncompromising in our mission to challenge structures of injustice and oppression — most of all in Gaza, where the Israeli army has unleashed an apocalypse on the besieged Palestinian population. But we are also anchored in the values of empathy and humanity, including for the Israelis cruelly targeted and kidnapped by the Hamas-led assault.“