Ganz analog: Buchvorstellung in Berlin

Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel – Igal Avidan in der Katholischen Akademie in Berlin – 22. Mai 2023 – 19.00 Uhr

Gute Nachrichten sind selten eine Meldung wert – dabei gibt es sie, und sie sind nachzulesen in diesem Buch, das rechtzeitig zum 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels erschienen ist.

Der israelische Journalist und Autor Igal Avidan berichtet, anders als die üblichen Fernsehbilder, aus einer bewegten Gesellschaft, in der Juden/Jüdinnen und Araber:innen längst ein Zusammenleben gefunden haben, das den Vorstellungen von ewigem Haß (von Politiker:innen auf beiden Seiten gern geschürt) nicht entspricht.

Eine friedliche und zugleich brüchige Ko-Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man:frau in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel. Gegenseitige gewaltsame Übergriffe, sind zwar an der Tagesordnung – es gibt aber auch eine lange Geschichte von gegenseitiger Hilfe, Solidarität, Nachbarschaft und Freundschaft. Dieses Buch zeigt, daß die israelische Gesellschaft – allen Rückschlägen zum Trotz – das Potential hat, zusammenzuwachsen.

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik, in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender.

Geschichte umfassend sehen …

Inge Günther in der FR über die Arbeit des israelischen Instituts Akevot in Haifa, das israelisch-palästinensische Konfliktforschung betreibt.

Beispiel aus den bereitgestellten Archivmaterialien, hier zur Militärherrschaft in Israel 1948-1966 über die Palästinenser:innen.

An Israeli Black Panther’s call for true democracy

Die Rede von Reuven Abergel, einem der Gründer Black Panther in Israel in den 1970er Jahren, auf einer Demonstration in Jerusalem am 29. April 2023.

Und als Erinnerung für heute…

Daniel Bar-Tal in Berlin: Lesung im Bildungswerk Berlin – 26. April 19.00 Uhr

Daniel Bar-Tal in Hamburg:

Lesung – 29. April 18.00 Uhr Akademie für integrative Psychotherapie |

Etwas anders fliegen

Deutsche Kampfjet über Israel – am Beginn der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Staatsgründung … – aber nicht über den Besetzten Gebieten. Und die Proteste gegen weiter …

Eine besondere Symbolpolitik ?!

(Bericht im Tagesspiegel)

Nachhören und Nachschauen „lohnt“

Wer es live nicht geschafft hat, kann hier die Zeremonie anschaue!

Ein anderes, ein neues Judentum?

Ein Essay in Haaretz von Menachem Klein, emeretierter Professor der Politikwissenschaft an der Bar Ilan Universität

„There is no precedent in Jewish history for the existence of a Jewish state that constitutes a regional power and rules another people. Never before has the Jewish people possessed a combination like this of sovereignty, power and control, which are being exploited to oppress another people.“

„As long as Jewish nationalism is bound up with Judaism as a historic religion and people, equality and partnership of non-Jews in sovereignty cannot be seen as just a secular phenomenon involving a division of power and government. One could of course argue against the self-determination of the State of Israel as a Jewish state, and endeavor to divorce it completely from historic Judaism and from the ideology and practice of Jewish supremacy. Separation of that kind would create an Israeli nation in which all the citizens are equal – a far-reaching move that has failed in the past, in society and in the Supreme Court.“

Meir Shalev (1948-2023)

Ein großer israelischer Schriftsteller ist am 11. April gestorben, eine starke politische Stimme ist verstummt, ein politischer Mensch, ein homo politicus, der immer wieder den Abzug Israels aus dem Westjordanland gefordert hat.

Auf Deutsch sind unter anderem von ihm erschienen: Judiths Liebe, Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger und Zwei Bärinnen.

Würdigung in der FAZ, in der Zeit, auf der Seite seines Verlages Diogenes

Am Sonntag zurückschauen –

….auch wenn dieser Ostersonntag wie immer zum Ausblick nach vorne einlädt!

Die Plattform +972 faßt aus ihrer Sicht die Woche zusammen, „bürstet“ gegen den Strich – ein gute Lektüre, wenn auch nicht immer eine angenehme …

Tief gespalten

SWP-Podcast 03. April 2023

Wie sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern verschärft

Im Schatten der aktuellen Regierungskrise in Israel spitzt sich der Nahostkonflikt weiter zu. Welche Positionen gibt es und wie haben sie sich verändert? Was ist die Haltung der rechts-religiösen israelischen Regierung? Darüber diskutieren Peter Lintl und Muriel Asseburg mit Dominik Schottner.

Link zum Podcast über die Seite der SWP