Am Abend des 26. November

Ein dritte Gruppe freigelassen, der US-Außenminister in Ägypten, was wird am Dienstag werden?

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Loui Haj, ein Israeli mit palästinensischer Nationalität (oder ein 48er Palästinenser, oder ein israelischer Araber oder ….) gibt in Haaretz ein Plädoyer für ‚Palestine and Israel, side by side‘ statt für ‚From the river to the sea, Palestine will be free‘ …

„Israel has an unshakable right to exist that does not require your approval. The Jewish people have a full, unapologetic right to a nation-state of their own, as owed to it by human ethics and history. And the same goes for the Palestinian people.

Two peoples side by side, not one at the expense of the other, not one in place of the other. Two peoples who are focused on the present and future and not on history, and who is more right.

Two peoples with a full and unshakable right to exist “from the river to the sea,” who are not going anywhere aside from having to embark upon a long, winding road of healing, a road flanked by difficult compromises and painful concessions.“

Am Abend des 25. November

Mitten im Warten auf weitere Freilassungen, darauf, daß in dieser Situation etwas entstehen könnte, aus dem weitere gewaltminimierende Schritte möglich werden könnten …, das ist schon viel …

In der ZEIT schreibt Daniel Etter – und fast so wichtig, jedenfalls so interessant, wie die lohnende Lektüre dieses nach dem Grauen (dem nicht Schwarz-Weißen) suchen-, ist ein Blick in die Leser:innenzuschriften, auch wenn die Anonymität sicher der Wert einschränkt …

Am Abend des 23. November

Wartend auf den Morgen … auf daß das Warten nicht wieder vergebich sein möge – Und die Zeit bis Dienstag klug und menschlich genutzt werden möge…

Hier bei uns gibt es noch viel zu reden und zu besprechen, und das meint nicht vom jeweils anderen Bekenntnisse und Positionen abzuverlagen, auch nicht wenn es das Staatsoberhaupt tun zu müssen glaubt.

Ein wirklich lesenswertes Gespräch von Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus in der ZEIT – sich nicht spalten lassen:

Am Abend des 21. November

Die Brüsseler EU-Kommission hat einen Untersuchungsbericht vorgelegt, der die zusätzliche Untersuchung über die Verwendung von EU-Hilfsgeldern an die Palästinenser:innen darstellt.

Bericht u.a. Deutsche Welle / Pressemitteilung der EU-Kommission (Englisch) sowie der 20-seitige Gesamtbericht (Download)

Am Abend des 17. November

Immer häufiger stehen bei der Berliner Zeitung die wirklich interessanten und überlegenswerten Beiträge, gerade solche, die einen auf-/anregen, im Bereich Open Source. Hier „gibt der Berliner Verlag freien Autorinnen und Autoren sowie jedem Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten„.

So auch der Beitrag von Daniela Dahn vom 16. November:

Am Abend des 16. November

Podcast der US-amerikanischen Sektion von Peace Now über Pläne/Überlegungen/Hoffnungen von Teilen der (messianischen) Siedlerbewegung zur Wiedererrichtung der Siedlungen im Gazastreifen.

#302: Eyal Lurie-Pardes on the Push to Rebuild Jewish Settlements in Gaza

Nov 16, 2023

Ideological settlers are seriously talking about plans to resettle the Gaza Strip,  to re-establish Gush Katif and turn back the clock on the 2005 disengagement, which they perceive as a national trauma. Eyal Lurie Pardes, a visiting fellow at Washington’s Middle East Institute, discusses this matter. 

Eyal’s article on this topic in the Forward:
https://forward.com/opinion/568553/israel-settler-movement-gaza-reoccupy/

Eyal’s article on the Israeli government’s curtailing the freedom of expresion during the Gaza war: https://www.mei.edu/publications/amid-gaza-war-palestinian-citizens-israel-feel-target-witch-hunt

Contact: oir@peacenow.org / https://peacenow.org/donate

Am Abend des 15. November

Mindestens diese beiden sind Geschwister, (auch wenn zur Familie auch noch die paar Anhänger:innen des Christentum gehören). Jehoschua Ahrens und Mira Sievers in einem Beitrag der Rheinischen Post.

Am Abend des 14. November

Manchmal gibt es auch ganz andere Reaktionen, unerwartete Lichtblicke, nicht naiv sondern nach vorne gewandt:

Demo für Frieden – Bublevska & Karaosma

WDR 5 Neugier genügt – Redezeit. 13.11.2023. 27:01 Min.. Verfügbar bis 13.11.2024. WDR 5.

Israel oder Palästina? Das Thema Nahostkrieg scheint die deutsche Bevölkerung zu spalten. Kristina Bublevskaya und Zeynep Karaosman warnen vor schwarz-weißen Sichtweisen. Sie haben die Gemeinschaft „Palästinenser und Juden für den Frieden“ gegründet und rufen zur Solidarität mit den Opfern beider Seiten auf. Moderation: Julia Schöning

Am Abend des 12. November

Auf die Arbeit von Standing together oder der Combatants for Peace haben wir an dieser Stelle schon öfter verwiesen. Gil Shohat ist als Sohn israelischer Eltern in Bonn aufge­wachsen. Er ist Historiker, hat in Berlin promoviert und leitet seit Frühjahr 2023 das Israel-Büro der Rosa Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.

In der taz schreibt er über die Logik der Solidarität: In Zeiten des Krieges gilt es besonders der Polarisierung entgegenzuwirken. Einige jüdische und palästinensische Ak­ti­vis­t:in­nen in Israel bringen den Mut dazu auf. – Und ein anderes aktuelles Beispiel siehe weiter unten …

Am Abend des 11. November

Während die gewaltsame Auseinandersetzung andauert und ein Ende oder ein Waffenstillstand kaum abzusehen sind, auch wenn es erste (öffentliche) Signale dafür gibt, ist die Debatte über Empathie und Solidarität, über Verständnis(se) und Kontexte wohl gerade erst am Anfang und wird die veröffentlichte Meinung noch lange beschäftigen (müssen).

Hier die lesenswerte Stellungnahme der amerikanischen Philosophin Seylah Benhabib zur Debatte innerhalb der Linken über die „Kontextualisierung“ des Krieges.

Hier zwei kurze Zitate:

„The attacks of October 7, 2023 are not “just one salvo in an ongoing war between an occupying state and the people it occupies, or as an occupied people exercising a right to resist violent and illegal occupation“, [Columbia Faculty Letter: Grave Concerns About the Well-Being of Our Students (google.com) ] They are a turning point not only for the Jewish people in Israel and elsewhere, but also in the history of the Palestinian people.“

„But at the end of the day, a Palestinian state must be established. There must be an exchange of prisoners for hostages. Israel is holding thousands of Palestinians in its prisons; some must be released in accordance with conditions conforming to international law in return for hostages.“