Choosing Humanity , Choosing Hope | auch online! | Youtube


Auf der Seite von 972mag reflektiert Fadi Shabita über eine alte Frage, die nichts an Aktualität und auch nichts an Sprengkraft verloren hat: Kann es einen gemeinsamen Kampf von Israelis und Palästinenser.innen (nur?) geben – wenn die Basis echte Gleichheit und Gerechtigkeit ist? Und wie sähe / sieht das dann aus?

Der britische Guardian berichtet in einem bewegenden Beitrag von Hannah Ellis-Petersen und Quique Kierszenbaum (Tel Aviv) über den Protest von Überlebenden der Shoa in Israel, die das Leiden der Palästinenser:innen nicht aus den Augen verlieren …

… the cycle must be broken
Ittay Flescher: The Holy and the Broken

Ittay Flescher is the Education Director at Kids4Peace Jerusalem, an interfaith movement for Israelis and Palestinians and the Jerusalem Correspondent for The Jewish Independent from Australia.
Besprechung erfolgt nach Möglichkeit
Dr. Suhaila Tarazi, Direktorin des Al-Ahli-Krankenhauses in Gaza-Stadt zur Situation

Siehe auch die Seite des Middle East council of Churches (MECC) Abteilung für Soziale Dienste für Palästinensische Geflüchtete des Rates der Kirchen im Nahen Osten
8./9. Mai 2025 in Jerusalem
„We’re coming together, louder and broader than ever before. On May 8–9, thousands of Palestinians and Jews from across the country will gather in Jerusalem for the It’s Time Conference — a powerful act of collective vision in the face of violence and fear. Organized by over 60 civil society groups, this summit will bring together those who believe that freedom, dignity, and safety are rights for all.“
(Aus dem Mailing von Standing together) | Konferenzlink

Pessach geht zu Ende, heute ist Karfreitag. Es geht um Befreiung, um den Weg zu einem neuen Leben, dazu gehört auch ein wahrhaftige Blick auf das, was geschieht – Zwei aktuelle Beiträge dazu in deutschen Medien.
Ein Beitrag von Jan-Christoph Kitzler auf der Seite des Deutschlandfunks

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Offener Brief: Ende des Militäreinsatzes
Interview bei Deutschlandfunk Kultur: Autor Ofer Waldman hofft auf Signalwirkung von Protest | Mehr dazu: Wenig Wirkung vor Ort

Ein Bericht von Jan-Christoph Kitzler (ARD Tel Aviv) auf tagesschau.de –
‚eine laute Minderheit, um Anarchisten, die von ausländischen Nichtregierungsorganisationen unterstützt würden‘, so der israelsiche Ministerpräsident, einfache Antworten auf komplexe Situationen, das macht ja weltweit Schule ….
„Israels Armee ist auf ihre Reservisten angewiesen, und seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 hat sich gezeigt, wie wichtig sie sind. Frauen und Männer können in Israel nach Ihrem Militärdienst noch bis zum 40. Lebensjahr zum Reservedienst eingezogen werden, Offiziere auch darüber hinaus. Fast 300.000 Reservisten wurden nach dem 7. Oktober nach Angaben der Armee eingezogen, viele über Monate, auch mehrfach.
Doch inzwischen wird die Weigerung vieler Reservisten, in den Krieg zu ziehen, zum Problem. Die genauen Zahlen sind unter Verschluss – doch israelische Medien berichten über die größte Verweigerungswelle seit Jahrzehnten.
Von mehr als 100.000 Verweigerern ist die Rede. Überprüfen lässt sich das nicht. Was man weiß, ist, dass einige Soldaten Briefe veröffentlicht haben – darunter Reservisten der Luftwaffe, der Marine und von Spezialeinheiten der Aufklärung. … „
Muriel Asseburg und Peter Lintl zu den Entwicklungen in Israel
Israels Regierung baut in rasantem Tempo die Gewaltenteilung ab und weitet ihre Kontrolle über den Staatsapparat aus. Die militärische Reaktion auf den Angriff der Hamas und anderer bewaffneter Gruppierungen am 7. Oktober 2023 scheint in eine dauerhafte Wiederbesetzung des Gazastreifens zu münden. Die »freiwillige« Auswanderung der palästinensischen Bevölkerung des Küstengebiets wird als Option der Konfliktlösung gesehen. Gleichzeitig treibt die Netanjahu-Regierung das Siedlungsprojekt im Westjordanland mit neuer Verve voran. In ihren Ansätzen – sei es in der Innenpolitik, gegenüber den Palästinenser:innen oder gegenüber den Nachbarstaaten – sieht sie sich durch die Trump-Administration ermutigt. Damit entfernt sich Israel weiter von einer liberalen Demokratie. Eine Regelung der Palästina-Frage wird so konterkariert, die Region destabilisiert. Deutsche Politik darf diese Entwicklungen nicht ignorieren.

Muriel Asseburg / Peter Lintl
Israels radikale Regierung. Abbau der Gewaltenteilung, Übernahme des Staatsapparates und beschleunigte Annexion
SWP-Aktuell 2025/A 16 (April 2025) – 8 Seiten