Denk ich an Deutschland…

Die deutsch-israelische Historikerin Tamar Amar-Dahl bespricht das 2023 im Westend-Verlag erschienene Buch „Denk ich an Deutschland… Ein Dialog in Israel“, der beiden Experten auf dem Gebiet des deutsch-israelischen Verhältnisses, Moshe Zuckermann und Moshe Zimmermann, im Online Fachjournal der Geschichtswissenschaft sehepunkte 24 (2024), Nr. 1 [15.01.2024].

Eine Stimme aus Israel gegen Haß und Rache

Die Schweizer Online-Zeitung Infosperber bringt aktuell ein Gespräch mit Ruchama Morten, seit Jahrzehnten aktiv in der Menschenrechts- und Versöhnungsarbeit, das erschreckend zeigt, wie wenig „leicht“ eine solche Arbeit war und ist …

Alfred Grosser (1925-2024)

Wie das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels schreibt:

„Der deutsch-französische Politologe und Publizist Alfred Grosser ist tot. Das gab seine Familie bekannt. Grosser starb demnach im Alter von 99 Jahren in Paris. In Frankfurt am Main geboren, floh er als Kind mit seiner Familie 1933 nach Frankreich. In Paris studierte Grosser Politikwissenschaft und Germanistik, lehrte ab 1955 am Institut d’études politiques de Paris. Er war bekannt als Autor journalistischer Texte und zahlreicher Bücher, darunter erschienen „Le Mensch“ (Dietz J-H.W. Nachfahren), „Von Auschwitz nach Jerusalem“ (Rowohlt), „Wie anders ist Deutschland?“ und „Wie anders ist Frankreich?“ (beide C.H.Beck, wo auch seine Autobiografie „Die Freude und der Tod“ publiziert wurde.)

Für seine Rolle als Vermittler wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband sowie dem französischen Großkreuz der Ehrenlegion sowie dem Henri-Nannen-Preis.“

Auch zu Fragen des Nahostkonflikts und der israelisch-palästinensischen Beziehungen hat er sich wiederholt kritisch geäußert.

Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, Lizenz: CC-BY-SA 4.0 DE

Welches Israel soll es sein?

Nir Hasson in Haaretz:

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Dazu der Kommentar aus Haaretz Today (ergänzt 30.1.2024)

Gefahr von Rechts …

Gedenkstätten-Direktor Jens-Christian Wagner über die Gefahr von rechts und Vergleiche mit der NSDAP. Ein Interview von Pitt von Bebenburg.

Einwanderung und das Verhältnis zu Israel

Wer Deutscher werden möchte, soll sich zum Existenzrecht Israels bekennen. Die Regeln für die Einbürgerung sollen entsprechend verschärft werden. Das Land Sachsen-Anhalt ist mit einem besonderen Erlass zum Staatsangehörigkeitsrecht vorangeprescht. …

Meron Mendel und Saba-Nur Cheema

Vortrag | „Nach dem 7. Oktober: Antisemitismus, Rassismus und die deutsche Debatte“

29. Januar 2024 | 10:00 s.t. – 12:30

Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und die militärische Reaktion Israels haben weltweit für emotionale und verbitterte Debatten gesorgt. Auch in Deutschland äußern sich bereits bestehende Konfliktlinien in einer neuartigen Vehemenz: auf der einen Seite das Bekenntnis zum Staat Israel aufgrund der deutschen Geschichte. Auf der anderen Seite wird Israel als „Kolonialstaat“ delegitimiert. Der Konflikt äußert sich auf den Straßen, in sozialen Medien und in Hörsälen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum der Nahostkonflikt so viel Emotionalität und Aggressivität hervorbringt und zeichnet Möglichkeiten auf, wie die Debatte differenzierter geführt werden kann.

Freie Universität Berlin lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Vortrag ein. 

Aufzeichnung der Lesung „Geheimplan gegen Deutschland“

Christoph Menke im Gespräch

Harry Nutt im Gespräch mit dem Philosophen Christoph Menke (In: Berliner  Zeitung„) 

„Philosoph: Mit Klauseln lässt sich Antisemitismus nicht bekämpfen“

Vergleiche mit der McCarthy-Zeit treffen nicht zu. Aber es besteht die Gefahr, Probleme durch staatliche Überwachung lösen zu wollen.

Aus dem Gespräch:

„Ich halte das für einen falschen Versuch, Antisemitismus zu bekämpfen. Allein die Absicht, hier mit nur einer Definition des Antisemitismus arbeiten zu können und diese staatlicherseits verpflichtend zu machen, ist kontraproduktiv. Man sieht das bei der Frage nach dem Verhältnis von Israelkritik und Antisemitismus. Wie jetzt mit Formeln wie „israelbezogener Antisemitismus“ die Grenze zwischen beidem verwischt wird, zeigt eine Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs zu anderen Zwecken.“

Unterwegs in Deutschland

Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.