„The Proto-outsider of the Modern World“ – NPR Podcast | Tom Ashbrook
Ein englisches Gespräch mit Saul Friedländer (*1932 in Prag), dem auch in Deutschland bekannten israelisch-jüdischen Historiker, über „The Poet of Shame and Guilt„

„The Proto-outsider of the Modern World“ – NPR Podcast | Tom Ashbrook
Ein englisches Gespräch mit Saul Friedländer (*1932 in Prag), dem auch in Deutschland bekannten israelisch-jüdischen Historiker, über „The Poet of Shame and Guilt„

Wie die linksliberale israelische Tageszeitung Ha’aretz berichtet, hat die Handlungsweise der deutschen Regierung während und nach dem Münchener Olympiadesaster in Israel einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Auch die jetzt gefundene Übereinkunft zwischen der deutschen Regierung und den Opfervertretern, allen voran der ehemalige Innenminister Gerhard Baum, stößt nicht auf überschwengliche Begeisterung.
Am 12. September 2022 veranstaltet das Jüdische Museum, Berlin ein Symposium
Der Hintergrund ist ein Brief, den Albert Einstein am 12. September 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, verfaßte. Er war eine Antwort an den 19jährigen deutsch-jüdischen Flüchtling Hans Kaufmann in Santiago de Chile, in dem er seinen großen Zweifel an der Schaffung einer zentralen Instanz zur Wahrung der jüdischen Interessen äußert.

Der Brief war eine Antwort auf ein Schreiben des jungen Mannes, in dem dieser Einstein gebeten hatte, an der Spitze einer jüdischen Organisation zu stehen, welche die Belange der Juden, ihre Würde und das Projekt einer nationalen Heimstätte in Palästina verteidigen würde.
Anläßlich der Schenkung dieses bedeutenden Briefs aus der Feder des weltberühmten Nobelpreisträgers, veranstaltet das Archiv des Jüdischen Museums Berlin ein Symposium, das sich Themen widmet, die im Kontext der Briefe von Hans Kaufmann und Albert Einstein stehen: der Geschichte der Familie Kaufmann, der deutsch-jüdischen Emigration nach Chile während der NS-Zeit, Albert Einsteins Stellung zum jüdischen nationalen Projekt und der Lage des Zionismus im Jahr 1942.
So unterschiedlich in „West“ und „Ost“ an die sog. „Rote Kapelle“ erinnert wurde – und wie ihrer heute gedacht wird – ein Spiegelbild deutscher Debatten …
In der Berliner Zeitung setzt sich Maritta Adam-Tkalec damit – durchaus kontrovers – auseinander:
Im Osten benutzt, im Westen gehasst: Die wahre Geschichte der Roten Kapelle
Wie stark sind unsere Wahrnehmungen, gerade auch von Konflikten, durch Bilder, zu Ikonen geronnenen Augenblicke, geprägt. Ein Gang durch diese Sammlung ist erhellend, für unser geprägt sein, auch für unsere blinden Flecke? (Am 28. Januar 2022 haben wir an dieser Stelle auf das Israel Film Archive aufmerksam gemacht)

The Liberation Graphics Collection of Palestine Posters – Eine – online zugängliche -Sammlung von Dan Walsh
Amira Hass, eine radikal menschenrechtliche Stimme aus Israel
In ihrem Beitrag German Chancellor Olaf Scholz. What is really disgusting stellt die bekannte israelische Journalistin Amira Hass ihre Lesart des Abbas-Auftritts in Berlin dar. Sie spiegelt sie in ihrer Verzweiflung über die israelische Besatzungspolitikund deren Folgen. Dabei verweist sie besonders auf das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die sechs palästinensischen Menschenrechts-NGOs. Deutschland, Europa und den Vereinigten Staaten wirft sie ihre Untätigkeit gegenüber diesem Unrecht vor.

The Markaz Review (TMR)
is a literary arts publication and cultural institution that curates content and programs on the greater Middle East and our communities in diaspora. The Markaz signifies “the center” in Arabic, as well as Persian, Turkish, Hebrew and Urdu.
Coming soon, TMR’s special issue on Berlin, from guest editor Viola Shafik. Essays, fiction, interviews, art, film and music

Unser Versagen in Rostock-Lichtenhagen
Die Installationen des Künstlerkollektivs Schaum – http://www.rostock-lichtenhagen-1992.de/
DIe Berichte des NDR zu den Ereignissem 22.-26. August 1992
Erinnerung, Wahrheit und Versuchung
schreibt am gleichen Tag dieses Blogeintrags (aber erst heute, am 20. August wahrgenommen) auf der Onlineplattform Die Eule einen Beitrag über die Predigt – oder genauer das Beschweigen – des Bamberger Erzbischofs Schick bei einer Meßfeier im Zusammenhang einer Veranstaltung der deutsch-polnischen Kolbe-Stiftung in Oświęcim/Auschwitz:
„Schmälert Kolbes polnisch-katholischer Antisemitismus sein Opfer in Auschwitz? Dort wurde er am 14. August 1941 ermordet, weil er sich „gegen einen polnischen Mithäftling und Familienvater austauschen“ ließ, der aus „Vergeltung“ von den Deutschen ermordet werden sollte. Diese Heldentat steht zu Recht im Zentrum der Kolbe-Verehrung.
Doch muss das nicht bedeuten, Kolbes sicher zeittypischen Antisemitismus zu verschweigen. In seiner Ansprache zum heutigen Gedenken in Auschwitz aber hat Erzbischof Schick genau das getan.“
***
Am 14. August 1941 stirbt im Hungerbunker des KZ Auschwitz P. Maximilian Kolbe OFMConv, Häftlingsnummer 16670, nachdem er bei einer Strafaktion für Franciszek Gajowniczek in den Todesbunker gegangen war.
Heiliggesprochen in der kath. Kirche für sein Martyrium, bleibt sein Leben schillernd und durchaus umstritten: trotz einer tradtionellen, stark antijüdischen Theologie, gewährt er ab 1939 Juden und Jüdinnen Asyl vor der Naziverfolgung …
Hier das Kalenderblatt des WDR (aus 2016)

Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien
Von Charlotte Misselwitz

Was sagt die mediale Rede über den muslimischen Anderen eigentlich über uns aus? Die Doktorarbeit untersucht anhand einer „psychologischen Diskursanalyse“ Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien. Anhand der Rezeption von drei ausgewählten Medienkunstprojekten werden in einem ersten Schritt zentrale – neuerdings „psychologische“ – Diskurselemente aufgezeigt, die Stereotypisierungen aufbauen und die in einem zweiten Schritt verglichen werden. Den „diskursiven Medienkunstprojekten“ gelang dabei eine bisher nicht erfasste „mediale Interaktion“ als „narrative Rückspiegelung“ zwischen alternativen und etablierten Medien. Die – hier mit Jaques Lacan erweiterte – Diskursanalyse in der Tradition des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung hermeneutisch (und weniger quantitativ) zeigt narrative und emotionale Korrespondenzen in Form von „philosemitischen Einsamkeiten“ oder „parallelen Empathielosigkeiten“ zwischen deutschen und israelischen Diskursen, und zwar als oft unbewusste Komplexe, die Stereotypisierungen des Muslimischen aufbauen.
Misselwitz, Charlotte:
Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien: ‚
Narrative Rückspiegelungen in der Rezeption von Medienkunstprojekten.
978-3-11-075069-0 | Band 40 der Reihe Studies on Modern Orient
Berlin / Boston (De Gruyter) 2022. https://doi.org/10.1515/9783110751710
Wer über eine wissenschaftliche Bibliothek Zugang hat, kann das Buch online lesen, ansonsten kostet es gedruckt wie als E-Book 102,95 € (sic) – wir werden versuchen, eine Besprechung nachzureichen.