Das Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss (erstmals erschienen 1965) wurde gerade verfilmt – ein Hybrid aus Theater und Kino über den ersten Frankfurter Auschwitzprozeß.
Eine Würdigung und Empfehlung von Walli Müller auf NDR.de
Kooperationsprojekt der Staatsbibliothek mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste: „Das Zentralantiquariat der DDR: Verkaufswege. Empfänger. Provenienzen“
Das 1959 gegründete Zentralantiquariat der DDR (ZA) spielte bei der Fragmentierung und Verteilung historisch gewachsener öffentlicher und privater Buchsammlungen eine zentrale Rolle. Das ZA hatte als Handelsunternehmen Devisen für die DDR zu erwirtschaften. Zu diesem Zweck verkaufte es Buchbestände in das – nach DDR-Sprachgebrauch – Nichtsozialistische Wirtschaftssystem (NSW), insbesondere in die Bundesrepublik, nach Schweden, in die Niederlande und in die Schweiz. Die Verkäufe des ZA erfolgten über die Deutsche Buch-Export und -Import GmbH (ab 1971/1972 Außenhandelsbetrieb Buchexport) meist an als Zwischenhändler fungierende Antiquariate im sog. NSW, so dass relevante Erwerbungen in Bibliotheken nur schwer nachvollziehbar sind. …
Neuer Podcast (englisch) von Shmuel Feiner in der Reihe Jewish Lives
The “German Socrates,” Moses Mendelssohn (1729–1786) was the most influential Jewish thinker of the 18th and 19th centuries. A Berlin celebrity and a major figure in the Enlightenment, Mendelssohn suffered the indignities common to Jews of his time while formulating the philosophical foundations of a modern Judaism suited for a new age.
Hier das Titelblatt einer seiner Schriften Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum
Kaum war die «Pfeffermühle» eröffnet, kamen die Nazis an die Macht. Erika Mann musste aus München fliehen. In der Schweiz führte sie ihr politisches Kabarett weiter. Am Ende unter Polizeischutz.
Im WiSe 23/24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
29. Januar 2024: Vortrag „Nach dem 7. Oktober: Antisemitismus, Rassismus und die deutsche Debatte“ von Meron Mendel und Saba-Nur Cheema
Im SoSe 24 wurden folgende öffentliche Vorträge angeboten:
6. Mai 2024: Vortrag „Antimuslimischer Rassismus in der Gesellschaft“ von Karim Fereidooni
5. Juni 2024: Vortrag zum Thema „Antisemitismus gegen Israel“ von Klaus Holz
5. Juli 2024: Vortrag zum Thema „Is anti-Zionism antisemitic? About the weaponization of antisemitism in current debates.“ von Emilia Roig (inkl. Übertragung via Livestream)
11. Juli 2024: Vortrag „Foundations for Life in Common: A Historical Perspective on Israel/Palestine“ von Gadi Algazi
Der Gründer von Holy Land Trust und palästinensische Friedensaktivist Sami Awad im Gespräch mit Sonja Howard „about Germany’s role in the conflict“ and about „more understanding between our deeply intertwined countries“.
Ausstellungseröffnung am 21. Juni 2024 in Oranienburg: Erich Mühsam (1878-1934)
„Sich fügen heißt lügen“ heißt es in einem vielzitierten Gedicht des deutsch-jüdischen Literaten Erich Mühsam. Diese Worte sind mehr als nur eine Gedichtzeile; es ist das Credo des 1878 in Berlin geborenen und in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg ermordeten Literaten gewesen.
Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe – inklusive Ausstellung und Kongreß – zum 90. Todestag des Schriftstellers Erich Mühsam, der 1934 von der SS im KZ Oranienburg ermordet wurde.
Am 10. Juli 2024 jährt sich die Ermordung von Erich Mühsam im KZ Oranienburg. Zum 90. Mal. Erich Mühsam steht wie kaum ein zweiter Dichter für die gesellschaftlichen Umbrüche der Weimarer Republik.
Ein Kreis von Menschen aus dem Kulturverein Alte Mosterei Eden e.V., dem Demokratieforum Oranienburg, dem Förderverein der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e.V. sowie der Erich Mühsam-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, an den 90. Todestag von Erich Mühsam mit einem Veranstaltungsreigen zu erinnern.
In Le Monde Diplomatique begibt sich Charlotte Wiedemann auf die Suche, auf die Suche nach Einem Land für alle, nach Lebensrealitäten und Erinnerungen, nach inklusiven Narrationen, nach wechselseitigem Respekt für die Traumata, die auf beiden Seiten so prägend sind: Shoa und Nakba – das war schon vor dem 7. Oktober und diesem Gaza-Krieg schwierig, jetzt erst recht und doch noch nötiger als je.
Vor 80 Jahren hat die deutsche Waffen-SS fast alle Einwohner:innen des französischen Dorfes Oradour-sur-Glan/Orador de Glana ermordet und den Ort völlig zerstört.
„Unter Umständen, so grausam und unmenschlich, daß sie einem bis heute den Atem nehmen. Männer, Frauen und Kinder wurden erschossen oder lebendig verbrannt. Am Abend des 10. Juni 1944 waren 643 Menschen tot. Das gesamte Dorf stand in Flammen, lag später buchstäblich in Schutt und Asche.“ (Heike Boese, ntv)
Memento!
Zum Besuch des Deutschen Bundespräsidenten am 10. Juni 2024
Zum Hintergrund und zur Einordnung in den Prozeß der deutsch-französischen Aussöhnung siehe etwa: Pękala, U. (Hrsg.). (2019). Ringen um Versöhnung II: Versöhnungsprozesse zwischen Religion, Politik und Gesellschaft (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beihefte, 117). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. https://doi.org/10.13109/9783666105272, besonders S. 80.