Der Offene Hörsaal der Freien Universität Berlin

Die Vielfalt Palästinas – eine kulturelle Zeitreise

Eine interdisziplinäre Ringvorlesung der Wissenschaftlichen Einheit Westasien, Nordafrika und Diaspora am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin

„Zwei Völker in einem Land“: Koexistenz und Konflikt in Palästina / Israel
Vielfach verflochtene Identitäten, exklusive politische Ansprüche: eine historische Einordnung

  • Prof. Dr. Dr. h.c. i. R. Gudrun Krämer
    Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin

Jede Woche Dienstags 18-20.00 Uhr bis zum 4.02. 2025

Übersicht

„Das ist nicht mehr mein Land“

Intellektuelle Debatte ohne jede Empathie

In der Reihe TOPOS ORF ein Beitrag von Simon Hadler

Können die Anschläge des 7. Oktober als „bewaffneter Widerstand“ gerechtfertigt werden? Sind zivile Opfer auf palästinensischer Seite legitime „Kollateralschäden“? Der deutsche Theoretiker Jens Balzer und der israelisch-jüdische Autor Dror Mischani sind zwei gewichtige Stimmen, die aus der intellektuellen Schwarz-Weiß-Malerei des letzten Jahres ausbrechen – der eine sehr politisch, der andere sehr persönlich.

Erinnerung und radikale Empathie

Das aktuelle Mailing der Rosa Luxemburg Stiftung, unter anderem mit einem Beitrag des Tel Aviver Büroleiters, Gil Shoat, der mit diesen Zeilen endet:

„Es gilt, sich für radikale Empathie mit den israelischen Opfern des 7. Oktober sowie mit den seitdem zu beklagenden Zehntausenden Opfern auf palästinensischer und libanesischer Seite und für das Ende der Gewalt im Schatten dieses Traumas einzusetzen. Denn es ist das Einzige, was uns in dieser schier hoffnungslosen Zeit noch Hoffnung gibt. Dazu heißt es treffend im Grundsatzdokument der palästinensisch-jüdischen Bewegung Standing Together: Where there’s a struggle, there is hope.“

Israelische NGOs zur deutschen Debatte

Dazu ein Betrag (jpg-journal.de) von Jessica Montell (Hamoked, früher B’Tselem)

KAYAN‐Projekt

Musik ersetzt nicht die harte Arbeit für den den Frieden, aber sie kann die Kraft dafür mobilisieren …

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„Kayan“ ist das arabische Wort für „Existenz“. Als Kayan Projekt existieren Berliner Musiker aus Israel‐Palästina, Syrien und Polen als ein außergewöhnliches Ensemble, das sich um die Sängerin Eden Cami versammelt hat. Die junge Formation aus arabischer Ud, Kontrabaß und Percussion verbindet klassische und moderne Musik sowie Poesie aus der Levante mit Elementen des Jazz, die Eden Cami mit ihrem arabischen und hebräischen Gesang verwebt.

Der Lyriker Jan Wagner schreibt: „Die virtuos gezupfte Ud und das Gleiten und Schnippen und kunstvolle Stolpern des Kontrabasses treffen sich irgendwo an der Grenze zwischen Folk und Jazz, und der wunderbare Gesang der Singer‐Songwriterin Eden Cami läßt beides anklingen.

Besetzung / Stab

Eden Cami Gesang
Or Rozenfeld Kontrabass
Wassim Mukdad Oud
Borys Slowikowski Schlagzeug

Brief(e) aus Jerusalem

21. September: »Wer schweigt, ist Mittäter«
Der palästinensische Pfarrer Munther Isaac klagt die christliche Welt an

14. September »Christ und Palästinenser«
Erzbischof »Abuna« kämpft für Gerechtigkeit jenseits religiöser Grenzen

Helga Baumgarten ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Birzeit nördlich von Jerusalem im Westjordanland und Autorin mehrerer Werke zum Nahostkonflikt.

Teil eins der Briefe erschien in der jungen Welt vom 29./30. Juni, die Folgebriefe wurden in den jW-Ausgaben vom 8., vom 13./14., vom 20./21., vom 27./28. Juli, vom 10., 17. und 24.8. sowie 7.9. veröffentlicht-

Deutsche Welle – Arts Unveiled

Deutschlands Stimme in der (für die?) Welt – ein Bericht über Künstler:innen in unserem Land, unter anderem auch mit dem in Berlin lebenden, aus Jerusalem stammenenden, palästinensischen Photo-Künstler Steve Sabella.

The Hamas-led attack on Israel on October 7th, 2023, and the subsequent war in Gaza have polarized the world. This has also affected the cultural scene. There is growing pressure on artists and intellectuals to take a stand on the situation. Some artists voice concerns that harsh criticism of Israel is too quickly branded antisemitic – especially in Germany, which sees itself as having a special responsibility towards Israel due to the Holocaust. Nevertheless, pro-Palestinian demonstrations have been taking place on the streets and at universities in Germany – including angry demonstrations against Israel.

Other artists have criticized the coldness of the response from the left and lack of empathy for the Israeli victims of the terror attacks. They say Israel is being pilloried. A constructive dialogue seems a long way off. What are the roots of the deep divisions? And can they be overcome? We meet artists who have taken controversial stances: French-Israeli bestselling author Eva Illouz, South African-Jewish visual artist Candice Breitz, Palestinian photographer Steve Sabella and German-Palestinian author Joana Osman. And we ask them how dialogue and understanding might still be possible: despite deep trauma on both sides, there are people who are attempting to bridge the divide.

Für Pressefreiheit im Gaza-Krieg

Die Forderungen in Kürze:

+ Schutz für Journalist:innen in Gaza! 

+ Aufhebung des israelischen Einreiseverbots für unabhängige internationale Berichterstatter:innen ins Kriegsgebiet!

+ Keine ungeprüfte Übernahme von Darstellungen von Kriegsparteien in der Berichterstattung! Stattdessen: Quellenvielfalt, Einbettung in den historischen und politischen Kontext, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit palästinensischen Journalist:innen.

Zur Website mit den Unterzeichnenden

Über das Mögliche …

»Ich glaube weiterhin, dass ein friedliches Zusammen­leben möglich ist«

Interview mit dem arabisch-jüdischen Autor Mati Shemoelof in/auf iz3W