Vor zehn Jahren erschien die Biographie von Shulamit Volkov über den ermordeten deutschen Außenminister, in deutsch erschienen 2012 im Verlag C.H.Beck, München: Walther Rathenau. Ein jüdisches Leben in Deutschland 1867–1922.
So sieht es aus [Twitter], wenn des nachts Besuch kommt, … wegen der Terrorbekämpfung.
Und so beschreibt es Haaretz:
Israel Raids Outlawed Palestinian Rights Groups‘ Offices in West Bank
Defense Minister Benny Gantz declared six Palestinian human rights groups terrorist organizations in 2021, however, several European countries claim Israel had failed to prove these allegations
Manchem mag die Sprache gewöhnungsbedürftig sein, anderen aus der Zeit gefallen, wieder anderen im wahrsten Sinne fort-schriftlich…. Kreuzberg United hat auf seine Hompage einen Reisebericht zu einer Delegation gestellt, die zu dem zum 27. Mal stattgefundenen “Farkha-Festival” (der Palestinian Peoples Party (PPP)) nach Palästina geführt hat… (… einiges dazu ging ja schon durch die Medienlandschaft): Jedenfalls interessant zu lesen:
Hanno Hauenstein hat für die Berliner Zeitung den Artikel von Avraham Burg aus dem Hebräischen übersetzt, er erschien am 28. Juli 2022 nachmittags online auf der Seite der Berliner Zeitung, in unserem Blogbeitrag haben wir morgens auf die Ausgabe in der englischen Haaretz verwiesen!
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Avraham Burg ist ehemaliger hochrangier Politiker der Arbeitspartei in Israel, Sprecher der Knesset und Vorsitzender der Jewish Agency und der World Zionist Organization, inzwischen ist er bekannt für seine fundamentale Kritik an der Besatzungspolitik und an der Erinnerungspolitik in Israel und Deutschland.
In einem Beitrag in der Tageszeitung Ha’aretz legt er dar, wie die Debatten in Deutschland über das Verhältnis zu Israel und darüber, was als Antisemitismus zu gelten hat, der israelischen Besatzungspolitik in die Hände spielen. Aus einer Atmosphäre der Angst und der Kontrolle heraus sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Politik Israels, dem gefährlichen Antisemitismus und der Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser durch die israelische Regierung nicht möglich. Damit spiele man:frau populistischen und rechten ‚Israelfreunden‘ in die Hände.
Avraham Burg ist ehemaliger hochrangier Politiker der Arbeitspartei in Israel, Sprecher der Knesset und Vorsitzender der Jewish Agency und der World Zionist Organization, inzwischen ist er bekannt für seine fundamentale Kritik an der Besatzungspolitik und an der Erinnerungspolitik in Israel und Deutschland.
In einem Beitrag in der Tageszeitung Ha’aretz legt er dar, wie die Debatten in Deutschland über das Verhältnis zu Israel und darüber, was als Antisemitismus zu gelten hat, der israelischen Besatzungspolitik in die Hände spielen. Aus einer Atmosphäre der Angst und der Kontrolle heraus sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Politik Israels, dem gefährlichen Antisemitismus und der Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser durch die israelische Regierung nicht möglich. Damit spiele man:frau populistischen und rechten ‚Israelfreunden‘ in die Hände.
Einrichtung am Historischen Seminar der Universität Heidelberg prägendes Beispiel für gesellschaftliche und politische Relevanz der Geisteswissenschaften
Mit der Aufgabe, Ursachen und Folgen antiziganistischer Ausgrenzung und Verfolgung wissenschaftlich zu untersuchen, hat vor fünf Jahren die Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg ihre Arbeit aufgenommen. Die 2017 ins Leben gerufene Einrichtung erforscht in historisch vergleichender Perspektive Mechanismen der Vorurteilsbildung und Praktiken der Diskriminierung von Sinti und Roma in Europa. Aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens lädt der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Bernhard Eitel, am 26. Juli 2022 zu einem Festakt ein. Dazu erwartet werden Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Daniel Strauß als Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, sowie die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.
Die Forschungsstelle Antiziganismus wurde als europaweit erste und bislang einzige akademische Institution mit diesem inhaltlichen Schwerpunkt am Historischen Seminar der Universität Heidelberg etabliert. „Sie ist ein prägnantes Beispiel dafür, welche gesellschaftliche und politische Relevanz den Geisteswissenschaften in unserer krisengeschüttelten Gegenwart zukommt“, betont der Rektor der Ruperto Carola. Die Forschungsstelle unter der Leitung des Zeithistorikers Prof. Dr. Edgar Wolfrum beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zu Ursachen, Formen und Folgen des Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Ziel ist es, die Mechanismen der Vorurteilsbildung und die Praktiken der Diskriminierung in ihren lokalen, regionalen, nationalen und transnationalen Erscheinungsformen zu untersuchen. Die Einrichtung beruht auf einem Staatsvertrag, den der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, und das Land Baden-Württemberg im November 2013 geschlossen haben.
Zu den Projekten der Forschungsstelle Antiziganismus gehört die Arbeit an einer großangelegten Enzyklopädie, die das historische Wissen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusammenführt. Mit finanzieller Förderung des Auswärtigen Amtes sind daran Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beteiligt. Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle, und Dr. Karola Fings, Leiterin des Enzyklopädie-Projekts, gehörten auch zu den Mitgliedern einer vom Bundestag eingesetzten Unabhängigen Kommission Antiziganismus, die Empfehlungen für Maßnahmen gegen antiziganistischen Rassismus in Deutschland erarbeitet hat. Mit der Forschungsstelle verbunden ist das zum Wintersemester 2019/2020 erstmals vergebene Romani-Rose-Fellowship. Es wendet sich an Doktoranden sowie Postdoktoranden mit Forschungsvorhaben oder Projekten, die einen Schwerpunkt in der Antiziganismusforschung oder einem verwandten Feld wie der Rassismusforschung haben. Das Stipendium wird von der Manfred Lautenschläger-Stiftung finanziert.
Zum Auftakt des Festaktes anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Forschungsstelle Antiziganismus wird der Rektor der Universität Heidelberg sprechen. Anschließend wenden sich Theresia Bauer, Romani Rose und Daniel Strauß mit Grußworten an die Gäste. Zu den Rednern gehört neben Dr. Fings als Leiterin des Projekts „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“ auch Dr. Maria Bogdan, die 2019 und 2020 als Romani-Rose-Fellow an der Forschungsstelle Antiziganismus geforscht hat. Die beiden Wissenschaftlerinnen werden über ihre Arbeiten berichten. Den musikalischen Rahmen gestalten Ferenc Snétberger (Gitarre) und Benjamin Urbán (Flügel).
… Biden ist zuhause, Israel vor Neuwahlen, und Palästina?
Wir sprechen im Zoom mit Dr. Steffen Hagemann, dem Leiter des Büros der Heinrich Böll-Stifung Tel Aviv über Perspektiven – oder über keine Perspektiven…
Dienstag, 26. Juli 2022 – 18-19.00 Uhr – Anmeldung: online@diak.org
Ein Text von Georg Diez am 20. Juli 2022: „Anklagepunkt: ‚BDS-Nähe'“
Ein höchst lesenswerter Beitrag, in der „Hitze“ dieser Tage, aber einer Hitze, die wahrscheinlich leider nicht in ein paar Tagen erst mal vorbei sein wird:
„…wenn das alles in Ausschüssen im Bundestag vom Hörensagen zu politischer Realität wird, dann hat hier längst eine gefährliche Eigendynamik eingesetzt, Kurzschlüsse einer sich selbst hysterisierenden Hysterieproduktion.“