Befindlichkeiten …

Emilia Roig, Candice Breitz und Tomer Dotan-Dreyfus, alle drei in Berlin lebend, finden im Neuen Deutschland klare Wort zu aktuellen Debatte …

Avi Shlaim im Gespräch

Der israelisch-britische Historiker Avi Shlaim, ehemaliger Professor für internationale Beziehungen an der Oxford University, wurde 1945 in Bagdad geborgen und ist vielen bekannt über sein Buch: „The Iron Wall”, das die Ursprünge des Konflikts unter der britischen Kolonialherrschaft, die großen arabisch-israelischen Kriege, den gescheiterten Friedensprozeß sowie die Erste und Zweite Intifada behandelt. Shlaim formuliert pointiert und klar. ( … warum er wohl ein solches Interview nicht einem weniger umstrittenen Ort gegeben hat …)
Avi Shlaim gehört zu den 40 Unterzeichners eines Offenen Briefes an die britische Politik vom 20. Oktober 2023, der in Israel kontrovers diskutiert wurde

Screenshot der Quelle: Photo: Alvaro Garica

Am Abend des 20. Dezember

An vielen Ort wird in diesen Tagen über die Verleihung oder Nicht-Verleihung und dann doch Übergabe des Hannah Arendt-Preises an Masha Gessen gesprochen, exemplarisch zeigen sich an den Ereignissen die Konflikt- und Argumentationslinien hierzulande:

Hier zuerst ein Interview mit Masha Gessen in der Frankfurter Rundschau:

Am Abend des 18. Dezember

Auch Nach-hören lohnt sich, das Gespräch mit Alon-Lee Green und Rula Daoud von Standing Together am 17. Dezember läßt sich hier finden … keine verschwendete Zeit, da zuzuhören…:

In ihrer Mail dazu schreiben sie:

„Wow! Over 1,800 viewers from all over the world tuned in yesterday to hear our vision as a movement and what we are doing right now, on the ground. We are excited to share that during the webinar over 250 people joined our new global community – Friends of Standing Together, and many more decided to contribute one-time donations. We are very grateful to receive so much support from all of you, this enables us to continue our work and grow our movement.“

Schon da, noch da …

Im Bereich Open Space der Berliner Zeitung erschien am heutigen Shabbat ein Beitrag von Mato Shemoleof, der seine, der die Situation seiner Familie reflektiert, ein Israeli in Berlin, schon da, noch da, zwischen den Stühlen und bei den Menschen: Sehr lesenswert!

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Vom Autor sind als Bücher auf deutsch erschienen:

Parasitenpresse: 978-3-98805-012-0

AphorismA Verlag, u.a.: 978-3-86575-076-1

Am Abend des 15. Dezember (neu)

Das letzte Licht von Chanukka, Shabbat beginnt, es ist noch Freitag (und heue und gestern auch der Tag des großen Mystikers Johannes vom Kreuz), die Gewalt geht weiter … wie lange noch …

Hier die Einladung zur einer Zoom-Begegnung mit Rabbi Arik Aschermann von Torat Tzedek über die Situtation in der Westbank. Hier zur gesamten Mail, in der noch mehr zur wichtigen Arbeit von Torat Tzedek zu finden ist.

[17.12.: Hier der korrekte Anmeldelink: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZAsf-ivrDsvHt3u-LD3MMn4ghDRwv-vuO-x#/registration]

Torat Tzedet Screenshot

60 Jahre Auschwitzprozeß

Sicher wert, auch eine solche Datumsgelegenheit (ARD Programm) zu nutzen, noch einmal darauf zu schauen, wie „wir“ (West-)Deutschen mit den Täter:innen umgegangen sind, wieviel von der Normalität und Alltäglichkeit des Grauens wirklich aufgearbeitet wurde, bevor die große Identifiaktion mit den Opfern begonnen hat. Wäre da nicht noch einiges an Hausaufgaben zu machen, oder wieder zu machen?
(Im ARD Fernsehen heute Abend und noch mit verschiedenen Wiederholungen).

Screenshot ARD

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Katja Maurer erinnert auf der medico-Seite zu Recht daran: „Kritische Erinnerungspolitik müsste sich heute rückbesinnen, ihre eigene Geschichte reflektieren und Ort für radikales Denken und Infragestellen werden, statt selbstgewiss Wahrheiten zu verkünden.“ (aus: Kommentar; Schuld ohne Sühne).

diAk-online – Zur aktuellen Situation

Zur aktuellen Situation in Israel/Palästina

Dienstag, 5. Dezember 2023, 18:00-19.00 Uhr

Politikwissenschaftler an der Universität Kaiserslautern, ehemals diAk-Vorstand und Leiter des Büros der Böll Stiftung in Tel Aviv

Der 7. Oktober und der Einbruch des Terrors in das Kernland Israels hat das Land in eine Schockstarre versetzt. Zuvor war Israel in zwei Lager geteilt und seine demokratischen Kräfte haben sich ausdauernd gegen den Demokratieabbau der rechten Regierung Netanyahu zur Wehr gesetzt. Die äußeren und inneren Folgen der Katastrophe zu bewältigen, scheint zurzeit ein neues nationales Einheitsgefühl zu erzeugen.

Allerdings melden sich immer mehr kritische Stimmen zu Wort. Das Versagen der rechtsextremen Regierung vor und nach dem 7.Oktober scheinen diese zu diskreditieren.

Das Vertrauen in das Sicherheitssystem und die Wehrhaftigkeit ist erschüttert. Das Versagen des Militärs und der Sicherheitskontrolle hat weitreichende Folgen für das Selbstverständnis Israels.

Gleichzeitig läßt sich die Gegenwart des ungelösten Konflikts nicht mehr verdrängen. Wie der Konflikt bearbeitet wird, ob Konzepte ziviler Konfliktbearbeitung eine Chance haben werden, hängt auch wesentlich von der inneren Verfaßtheit Israels ab, insbesondere inwieweit der aggressive Nationalismus zurückgedrängt werden kann und einem anderen Staatsverständnis Platz macht.

Am Abend des 24. November

Krieg ist immer ein Krieg der Bilder… an diesem Abend wieder einmal: Befreite Geiseln, entlassene Gefangene … wer sieht mit welchem Blick worauf / darauf? Haaretz – von der eigenen Regierung unter Druck wegen ihrer Berichterstattung (!) – bindet in die Updates eigene Bilder und das von der Hamas veröffentlichte Bildmaterial ein …

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Nachdenklich und lesenswert, was Lydia Bothe auf www.ipg-journal.de schreibt.

Am Abend des 23. November

Wartend auf den Morgen … auf daß das Warten nicht wieder vergebich sein möge – Und die Zeit bis Dienstag klug und menschlich genutzt werden möge…

Hier bei uns gibt es noch viel zu reden und zu besprechen, und das meint nicht vom jeweils anderen Bekenntnisse und Positionen abzuverlagen, auch nicht wenn es das Staatsoberhaupt tun zu müssen glaubt.

Ein wirklich lesenswertes Gespräch von Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus in der ZEIT – sich nicht spalten lassen: