StolperTexte erinnern …

an Opfer des Faschismus

    Das Leo Baeck Institut New York / Berlin hat sein Archiv für Autorinnen und Autoren geöffnet: Das Literaturprojekt wird auf der Leipziger Buchmesse 2024 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Online-Konferenz: Israel After October 7

    Haaretz / UCLA – Mehr Infos

    Israel after Oct 7 haartz

    Israel After October 7 | Mar. 17, 2024
    Online | 12 PM (EST), 9 AM (PST), 6 PM (IL)

    REGISTRATION

    The Hamas assault on Israel on October 7 and the war it triggered in Gaza–by far the most deadly conflict between Israel and the Palestinians since 1948–are seismic shocks whose impact is yet to be fully understood.

    What’s already clear is that the magnitude of these events will have major, long-term repercussions for Israel’s foreign relations, for Israeli-Palestinian relations, for Jewish communities worldwide, and for Israel’s domestic politics and societal relations.

    This conference will explore these repercussions, offering insights and analyses from a wide range of speakers. Going beyond the news of the day, the conference will provide viewers from around the world with a much-needed comprehensive, yet nuanced, understanding of how the October 7 attack and resulting war have profoundly changed Israel and its critical relationships in an unprecedented fashion.

    The Zone of Interest

    Das Kinofenster der BpB stellt jetzt Material zu diesem Film online bereit.

    Her Voice, Our Future – Int’l Women’s Day

    Join tomorrow for a special International Women’s Day webinar with Israeli, Palestinian, and international women changemakers – American Friends of the Parents Circle – Families Forum

    Bushra Awad – bereaved mother, Forum member
    Ayelet Harel – bereaved sister, Forum member, PCFF Board member
    Huda Abuarqoub – UN Advisor for Article 1325 on women, peace, and security
    Naomi Sternberg – gender and conflict resolution manager at the Geneva Initiative and peace activist
    Zuhra Bahman – Regional Director for Search for Common Ground, Afghanistan
    Hamutal Gouri – moderator and feminist peace activist

    Click here to register now

    Note: please register at the link above to receive the recording of the program

    Keine Besserung in Sicht

    Die Crisis Group beobachtet kontinuierlich mehr als 70 Krisen- und Konfliktgebiete weltweit und veröffentlicht monatlich Berichte zum Stand, zu Veränderungen, Stagnationen, Regelungsbemühungen, gibt aber auch ihrerseits Warnungen zu möglichen Eskalationen heraus.

    Diese Woche hat die Crisis Group ihren neuen Krisenbeobachterbericht CrisisWatch für den Monat Februar und den Ausblick auf den Monat März veröffentlicht. In der globalen Übersicht stellt die CG hinsichtlich des Risikos einer Eskalation den Krieg in Gaza und den Konflikt in Nahost mit an die erste Stelle.

    Betrachtet das Team der Crisis Group seine Arbeit zu Israel und Palästina seit 2002, also seit mehr als zwanzig Jahren, fällt das Resüme der Group wenig überraschend aus: Mit jeder Eskalation sei ein israelisch-palästinensischer Frieden weiter entfernt denn je.

    Die Lage ist weiter verfahren, aber: noch besteht Aussicht auf ein Ergebnis der Vermittlungsgespräche zwischen den Konfliktparteien.

    Crisis Watch | Israel/Palestine | Middle East

    Kein Blankocheque

    Dr. Peter Lintl, Politikwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, versucht in einem lesenswerten Beitrag auf jpg-journal.de, einen Beitrag für eine dringend nötige Neubestimmung der deutsch-israelischen Beziehungen.

    This inequality, it has to end!

    Ein kleiner Ausschnitt aus der Dankesrede des israelischen Regisseurs Yuval Abraham:

    Und die Wahrnehmung, die einer solche Rede in manchen israelischen Medien hervorruft, hier ein Beitrag aus der Haaretz (Sheren Falah Saab) über die Berlinale-Berichterstattung des Kan Public Broadcaster.

    Die Wellen der deutschen Politik kochen hoch, wie schön wäre es, wenn bei der nächste Berlinale Menschen mit zwei Schals auf die Bühne träten, … noch ein weiter Weg.

    Und ein Bericht im Spiegel zu diesen Ereignissen.

    Und Yuval Abrahm auf X.

    „A right-wing Israeli mob came to my family’s home yesterday to search for me, threatening close family members who fled to another town in the middle of the night. I am still getting death threats and had to cancel my flight home. This happened after Israeli media and German politicians absurdly labeled my Berlinale award speech – where I called for equality between Israelis and Palestinians, a ceasefire and an end to apartheid – as ‘antisemitic’. The appalling misuse of this word by Germans, not only to silence Palestinian critics of Israel, but also to silence Israelis like me who support a ceasefire that will end the killing in Gaza and allow the release of the Israeli hostages – empties the word antisemitism of meaning and thus endangers Jews all over the world. As my grandmother was born in a concentration camp in Libya and most of my grandfather’s family was murdered by Germans in the holocaust, I find it particularly outraging that German politicians in 2024 have the audacity to weaponize this term against me in a way that endangered my family. But above all else, this behavior puts Palestinian co-director Basel Adra’s life in danger, who lives under a military occupation surrounded by violent settlements in Masafer Yatta. He is in far greater danger than I am. I’m happy our award winning film, No Other Land, is sparking an important international debate on this issue – and I hope that millions of people watch it when it comes out this year. Sparking a conversation is why we made it. You can have harsh criticism of what me and Basel said on stage without demonizing us. If this is what you’re doing with your guilt for the holocaust – I don’t want your guilt.“

    Film Collectivism and Revolution

    Vortrag mit Viola ShafikDonnerstag 29. Februar – 19.00 Uhr  
    @ B.L.O. Ateliers – Kaskelstraße 55, 10317 Berlin / S-Bhf Nöldnerplatz
    Eintritt Frei / englische Sprache

    Die deutsch-ägyptische Filmemacherin, Kuratorin und Filmwissenschaftlerin Viola Shafik stellt ihr neues Buch „Resistance, Dissidence, Revolution. Ästhetik des Dokumentarfilms im Nahen Osten und Nordafrika“ vor. Inspiriert von Deleuze und Guattaris Bild des „Rhizoms“ verfolgt die Autorin einen deterritorialisierten Ansatz revolutionären Filmschaffens, der die Vielfalt und Fluidität revolutionärer Werke in der Region berücksichtigt, einschließlich des revolutionären Potenzials und der Reichweite historischer und zeitgenössischer Filmkollektive in Palästina, Algerien, Ägypten, Syrien und Marokko.

    Vor dem Hintergrund seines eigenen Engagements im ägyptischen Filmkollektiv Mosireen wird sich der ägyptische Künstler und Filmemacher Ziyad Hawwas mit der Autorin über ihre Perspektive des kollektiven revolutionären Filmemachens austauschen. Es werden kurze Filmausschnitte gezeigt.

    ORF – Im Gespräch

    Wie kann es im Nahen Osten weitergehen?

    Wie bleibt frau HumanistIn?“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Autorin Maya Arad Yasur, dem Wissenschaftler Gal Hertz und dem Politiker Jules El-Khatib

    Die israelische Autorin Maya Arad Yasur, geboren 1976 in Israel, hat kurz nach dem Massaker der Hamas einen Theatertext verfaßt. Der Titel: „Wie man (frau) nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten.“

    Der Text der studierten Dramaturgin dreht sich um das Ringen um eine humanistische Haltung gegenüber den zivilen Opfern. Wie schafft man:frau es nach allem, was geschah und geschieht, nicht der blinden Rachsucht zu verfallen.

    Die in München lebende israelische Regisseurin Sapir Heller hat zu dem Text ein Konzept für eine Bühnenperformance entwickelt, die an mehreren deutschen Theatern in unterschiedlicher Besetzung zu sehen war.

    Das Theater Nestroyhof Hamakom im 2. Wiener Gemeindebezirk zeigt diese Performance, die nach Menschlichkeit, Empathie und Zukunft fragt von 31. Jänner bis 2. Februar 2024. Es spielt die in Wien lebende deutsch-israelische Schauspielerin Lena Kalisch. In einer Kooperation mit dem Theater Hamakom, kuratiert von Martina Schmidt, spricht Renata Schmidtkunz mit der Autorin Maya Arad Yasur, dem israelischen Germanisten Gal Hertz und dem palästinensisch-deutschen Hochschul-Dozenten für Soziale Arbeit, Jules El-Khatib darüber, wie es nach derartig viel Gewalt im Nahen Osten weitergehen kann.

    Räume für den Dialog

    Auf der Online-Plattform qantara.de reflektiert Jannis Julien Grimm, Leiter der Forschungsgruppe „Radical Spaces“ am Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung, sehr nachdenkenswert über die Herausforderungen der aktuellen Debatten.

    „Diskussionen um den Nahost-Konflikt werden seit je her durch Lagerdenken erschwert. Insbesondere in Deutschland erweist es sich mitunter als ein heikler Balanceakt, Empathie für Opfer politischer Gewalt in Israel zu zeigen und gleichzeitig auf das Leid der Menschen in Gaza und im Westjordanland hinzuweisen, die bei weitem die Hauptlast aller Konfrontationen zwischen israelischen Truppen und palästinensischen Milizen tragen.“