Belongings

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Mit einem Festvortrag von Ofer Ashkenazi wurde am 12. November 2024 im Paulinum der Universität Leipzig das Internationale Graduiertenkolleg »Belongings: Jewish Material Culture in Twentieth-Century Europe and Beyond« feierlich eröffnet. Das Kooperationsprojekt der Hebräischen Universität (West-)Jerusalem, der Universität Leipzig und des Dubnow-Instituts bietet ein vielseitiges Qualifizierungsprogramm für herausragende internationale Promovierende.

Das Internationale Graduiertenkolleg »Belongings« (IGK) beruht auf der Idee, daß jüdische Geschichte auf substanzielle und innovative Weise durch die Analyse ihrer Welt der Objekte rekonstruiert, erzählt und erinnert werden kann. Es vereint deutsche, israelische und andere internationale Forscherinnen und Forscher aus allen akademischen Karrierestufen. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hebt hervor: „Die Forschung zur Verwurzelung und zur Zugehörigkeit der jüdischen Kultur in und zu Europa hat nicht zuletzt vor dem Hintergrund neuer antisemitischer Tendenzen nicht nur in Deutschland ganz besondere Bedeutung. Ich freue mich sehr, daß das Graduiertenkolleg »Belongings« jetzt seine Arbeit aufnimmt. Nicht nur weil hier mit der Universität Leipzig, dem Dubnow-Institut und der Hebräischen Universität (West)Jerusalem drei starke Institutionen ihre Expertise bündeln, sondern weil die Forschung und die gewonnenen Erkenntnisse künftig zur gesellschaftlichen Verständigung beitragen werden. Ich wünsche allen Forscherinnen und Forschern gutes Gelingen bei ihren Projekten.“

Während der Eröffnung betonte Yfaat Weiss, Sprecherin des Kollegs und Direktorin des Leipziger Dubnow-Instituts: „Die politischen Umstände als äußerer Rahmen des Kollegs belasten uns sehr. Das Ausmaß der Verwerfungen stellt die Frage nach der Relevanz unseres Vorhabens. Ich persönlich halte aber gerade diese für den Grund und den Kern unserer Tätigkeit. Und hoffe sehr, daß es uns gelingt, die Kluft zwischen der Dringlichkeit der Gegenwart und dem langen Atem, den Wissenschaft und Forschung brauchen, überbrücken zu können und uns auf diesem Wege historischen Themen mit der notwendigen Aufmerksamkeit für Fragen unserer Zeit zu widmen.“ Zusätzlich zu ihr sprachen Eva Inés Obergfell, Rektorin der Universität Leipzig, Oron Shagrir, Vize-Präsident der Hebräischen Universität (West) Jerusalem sowie Benjamin Pollock, Sprecher des Kooperationspartners im IGK.

Fünf Forschungscluster des Kollegs ermöglichen die Erforschung jüdischer materieller Kulturen in Europa und den Gebieten jüdischer (erzwungener) Emigration vom 19. bis zum 21. Jahrhundert aus multidisziplinärer Perspektive. Zwei Kohorten internationaler junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen im Wechsel in Leipzig und Jerusalem und teilen ihre Ergebnisse mit der wis-senschaftlichen Gemeinschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Zudem arbeiten sie eng mit Bibliotheken, Museen und Archiven zusammen, um Netzwerke in verschiedenen beruflichen Bereichen aufzubauen.

Das Kolleg wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Alfred Landecker Foundation.

Von links nach rechts: Eva Inés Obergfell, Oron Shagr-ir, Yfaat Weiss und Jörg Deventer (Stellvertreter der Direktorin am Dubnow-Institut) während der Eröffnungsfeier. Photo: Swen Reichhold (Quelle)

Abscheu und Scham

Der in Berlin lebende und aus Israel stammende Autor, Kurator und Aktivist, Mati Shemeolof schreibt in einem Beitrag für die Open-Source-Initiative der Berliner Zeitung, was der Krieg, die Kriege in Nahost mit ihm „hier“ machen …

No Other Land

„Passend“ zu den Nachrichten über eine anstehende mögliche Annektion des Besetzten Gebiete, kommt in die deutschen Kinos der auf der Berlinale 2024 prämierte Film No Other Land der Filmemacher Yuval Abraham und Basel Adra: Susanne Lenz schreibt zur Vorführung im Kino Babylon in der Berliner Zeitung:

Israel at 100

Keine Flucht vor den (heutigen) Realitäten, nur die Frage, was es denn für Zukünfte geben kann

International Conference Sunday, November 10 – Monday, November 11


As Israel approaches its 100th anniversary in 2048, CIS and the Kogod School of Business invite you to explore the future as modern futurists, utilizing contemporary foresight approaches. Please join us as we convene scholars, economists, politicians, and activists at the country’s most difficult hour, to explore potential future scenarios for the Jewish state.

Co-sponsored by the College of Arts and Sciences and School of International Service Department of Foreign Policy and Global Security.

Attend VIRTUALLY, please register here to receive ZOOM link for Conference:   
https://tinyurl.com/AUisraelat100virtualrsvp

Neue Töne? Haaretz im Kreuzfeuer

Ende Oktober der Bericht in der Berliner Zeitung von Katerina Alexandridi über den Vortrag von Amos Schocken in London:

Hier der Ausriß aus der Berliner Zeitung mit dem Artikel von Katerina Alexandridi über die darauf folgende Auseinandersetzung in Israel:

Was soll / wird aus (dem Norden) Gaza(s)?

Aus den Reihen der DAVO

Betreff: EILT: Unterschriftenaktion  "Bundestagsresolution zum Schutz
Jüdischen Lebens"

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass in der nächsten
Woche die Bundestagsresolution zum Schutz Jüdischen Lebens verabschiedet
werden soll. Der vielfach kritisierte Entwurf, der hinter verschlossenen
Türen verhandelt wird, sieht bei der Fördermittelvergabe für Kunst und
Wissenschaft eine „Prüfung“ vor, sodass Mittel nicht „für Antisemitismus
verwendet werden“. Die Wissenschaft soll hierbei auf die umstrittene
Definition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance
Alliance (IHRA) festgelegt werden.

Die Bundesbildungsministerin bestätigte jüngst, dass Fördergelder nur nach
wissenschaftlichen Kriterien vergeben werden dürfen. Bekenntnisklauseln,
Gesinnungs- und Narrativüberprüfungen, definitorische
Wissensvorfertigungen sind verfassungsrechtlich unvereinbar. Es bedarf
daher einer Neufassung der Resolution, die das wichtige Anliegen,
jüdisches Leben in Deutschland zu schützen, sowie die Wahrung der
Wissenschaftsfreiheit berücksichtigt.

Am 23.10.2024 wurden in der FAZ sehr konstruktive alternative
Formulierungsvorschläge zur Resolution von Ralf Michaels, Jerzy Montag,
Armin Nassehi, Andreas Paulus, Miriam Rürup und Paula-I. Villa Braslavsky
veröffentlicht:

https://www.faz.net/einspruch/nachrichten/vorschlag-zur-bundestagsresolution-gegen-antisemitismus-110063906.html

Wenn Sie diese in der FAZ veröffentlichten Formulierungsvorschläge unterstützen
wollen, haben Sie die Möglichkeit, das folgende Statement zu unterzeichnen:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScyErqrcDRrzrZ1EPuk6iX9x10g8JrwishN2rlnAhRyYZQwPg/viewform

Mit den besten Grüßen vom Vorstand und Wissenschaftlichen Beirat der DAVO

gez. Günter Meyer






Als Geisel im Gazastreifen …

Ab 28:28 min gibt es einen Bericht über einen jüdischen Überlebenden, der israelische Juden/Jüdinnen nach Nazareth führt und das gemeinsam mit einer arabischen Israelin/Paästinenserin …. Die Sendung will Opfern eine Stimme geben…. – auf beiden Seiten!

Geistliche Ernte an diesem Simchat Thora …

Einige Reflexionen von Rabbiner Arik Asherman, ganz geerdete Spirituaität

Messianische Träume – oder …

Rachel Fink schreibt auf Haaretz über die heutige (22.10.2024) Konferenz „Preparing to Resettle Gaza“,- in Anwesenheit verschiederner israelischer Minister (Regierungsmitglieder!) hier ein Auszug:

„On Monday morning, hundreds of settlement-supporting Israelis, many with their gaggle of young children in tow, headed down to the southern border for a special Sukkot-themed celebration. Over two days, they gathered in temporary huts to discuss permanent resettlement. Of the Gaza Strip, that is. „Every single sliver of it,“ as one speaker declared.

Hers was just one of a slew of comments jockeying for the title of most incendiary statement made during the event. „We will sun ourselves on the sandy beaches of the Gazan coastline,“ another contender proclaimed. Conference organizer Daniella Weiss has bigger plans. ‚We know from the Bible that the real borders of Greater Israel are the Euphrates and the Nile,‘ she said to the audience, who cheered enthusiastically. ‚And the sooner we make this a reality, the better.‘