Es ‚geht‘ beides!

Eine andere Politik gegenüber den Palästinenser:innen und der gegenwärtigen israelischen Regierung zu fordern und für richtig zu halten, muß kein, darf kein und sollte kein Schlußstrich unter die Verantwortung, die Deutschland und Deutsche aus ihrer Geschichte zu ziehen haben und ziehen sollten, sein …

In diesem Zusammenhang ein interessanter Kommentar von Johannes Schneider, Redakteur im Politischen Feuilleton von DIE ZEIT und ZEIT ONLINE, in der ZEIT vom 26. Mai 2025.

Einheit? Unter Druck?

Lesenswerte Überlegungen von Rida Abu Rass auf dem Portal +972mag über „What can the Joint List teach us about building Palestinian political power?“ – Ten years after its formation, this experiment in Palestinian unity inside Israel — and its ultimate collapse — shows the need for carefully cultivated alliances.

Salman Schocken Vermächtnis

Inventuren | Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin (20.5.-12.10.2025)

Das Jüdische Museum Berlin lädt den amerika­nischen Autor Joshua Cohen ein, das kulturelle Erbe des Ver­legers und Waren­haus-Unter­nehmers Salman Schocken zu erkunden. Anhand aus­ge­wählter Exponate aus der Sammlung des Museums kommentiert Cohen in der Aus­stellung die Geschichte des Schocken-Verlags und nimmt sie zum Ausgangs­punkt für eine zeit­ge­nössische Per­spektive auf Kultur und Kapital, auf Waren­häuser und Museen und nicht zuletzt auf Fragen der (Wieder-)Aneignung und der Zuge­hörig­keit.

Noch ein Brief aus Jerusalem …

Helga Baumgarten über das Gedenken an die Vertreibung der Palästinenser vor 77 Jahren am 17. Mai 2025 in Junge Welt

Und zur Ergänzung:

„Schützende Präsenz. Israelis trotzen gesellschaftlicher Gleichgültigkeit und unterstützen von Siedlern bedrohtes palästinensisches Leben im besetzten Jordantal“

Repression in Deutschland, gibts das?

Staatsräson überdenken

Deutschland und Israel feiern 60 Jahre diplomatische Beziehungen. Für Meron Mendel, den Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, fühlt sich der Zeitpunkt falsch an. Deutschland solle seine Außenpolitik wegen des Gaza-Krieges überdenken, fordert er.

Hörbar. Stimmen zu Nahost.

Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen

Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!

Hörbar. Stimmen zu Nahost.

Eine multimediale Ausstellung zum Nahostkonflikt / Mehr Informationen

Falls jemand einen Bericht aus eigener Anschauung zu dieser Initiative beisteuern kann, sehr gerne, diese Hnweis erfolgt auf der Basis von berichten, nicht aus direkter Kenntnis!

Wie sprechen wir über Israel und Palästina?

Wie sprechen wir über Israel und Palästina? | Di, 13. Mai 2025, 18.00 – 19.30 Uhr

Aus dem offiziellen Text der ZLB:

Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann laden Sie als erfahrene politische Bildende zu einem Gespräch ein. Durch ihre palästinensischen und jüdisch-israelischen Bezüge und Perspektiven wollen Sie den Blick auf den Nahostkrieg erweitern. Die beiden fragen:

Was hat sich für Sie seit dem 7. Oktober verändert? Was macht der Krieg in Gaza und im Libanon mit Ihnen? Können wir überhaupt noch von Glaubenskriegen sprechen? Was beschäftigt Sie? Welchen Umgang wünschen Sie sich mit Israel und Palästina in Deutschland?

Diese Veranstaltung basiert auf dem „Trialog“-Projekt [Dialog der Drei]. Das ist ein multiperspektivisches Gesprächsformat über den Nahostkonflikt, das von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann initiiert wurde. Ausgehend vom Beginn des Krieges in Israel und in Gaza am 7. Oktober 2023 und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Folgen widmet sich das Projekt der großen Herausforderung, das Thema im Raum Schule besprechbar zu machen.

Das Ziel der „Trialoge“ ist, gemeinsam mit jungen Menschen einen Ort des gegenseitigen Zuhörens, der Verständigung, des Aushaltens und des Wachsens zu schaffen. Emotionales Erleben in allen seinen Facetten einen Raum zu geben. Es geht darum, den enormen emotionalen Herausforderungen der Schülerinnen und Schüler, die der Konflikt mit sich gebracht hat, zu kanalisieren, sie zu verstehen und dadurch auch den Prozeß des Verarbeitens und des Heilens anzuregen. Gleichzeitig soll dem großen Unwissen über die verschiedenen Grautöne und den zunehmenden menschenfeindlichen Vorurteilen und den zahlreichen Verschwörungstheorien im Zusammenhang des Nahostkonfliktes entgegengewirkt werden.

Europas Glaubwürdigkeit

Josep Borrell, ehedem Minister in Spanien, Präsident des Europäischen Parlaments, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsident der Europäischen Kommission, reflektiert auf dem Portal http://www.ipg-journal.de über die Politik der EU mit Blick auf Gaza und auf Israel.

Unter anderem schreibt er:

“ (…) Bei einigen europäischen Ländern hat die historische Schuld am Holocaust sich offenbar in eine „Staatsräson“ verwandelt, die als Begründung für die bedingungslose Unterstützung Israels dient und die Gefahr in sich birgt, dass die EU sich zur Komplizin bei den Verbrechen gegen die Menschlichkeit macht. Ein Gräuel kann nicht als Rechtfertigung für andere Gräuel dienen. Wenn die Werte, welche die EU für sich in Anspruch nimmt, nicht vollends unglaubwürdig werden sollen, kann der Staatenverbund nicht länger passiv zuschauen, wie in Gaza das Grauen weiter um sich greift und das Westjordanland zu einem zweiten Gazastreifen wird. (…)“