„Ohne UNRWA geht es nicht“

Zur aktuellen Debatte um das Hilfswerk der Vereinten Nationen

Nach der Veröffentlichung des Berichts der VN-Expert:innenkommission über das VN-Palästinenserhilfswerk UNRWA will die deutsche Bundesregierung ihre Zusammenarbeit mit der VN-Organisation im Gazastreifen in Kürze fortsetzen.

„Ohne UNRWA geht es nicht,“, so Frank Schwabe, der menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundetagsfraktion, Es ist richtig, Vorwürfe transparent aufzuarbeiten und Prozesse zu verändern. Aber wir brauchen gleichzeitig maximale Hilfe für die geschundenen Menschen in Gaza. Und das ist ohne UNRWA unmöglich. Deshalb ist die Fortsetzung der Finanzierung durch Deutschland richtig.“

„Angesichts der dramatischen humanitären Lage in Gaza ist die Arbeit der UNRWA nicht nur eine Hilfe, sondern eine Überlebensnotwendigkeit für hunderttausende Menschen“, so die stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundetagsfraktion Derya Türk-Nachbaur, „als Menschenrechtspolitiker*innen der SPD-Fraktion unterstützen wir ausdrücklich eine verbesserte Kontrolle und Transparenz in den Strukturen der UNRWA, die durch den Einsatz internationalen Personals erreicht werden soll. Fakt ist aber auch: Es gibt keine anderen Strukturen, die aktuell die Hilfsleistungen von UNWRA ersetzen könnten. Im Moment geht es um das Überleben von Menschen. Es ist unsere moralische Pflicht, diese Bemühungen zu unterstützen und zu verstärken, besonders jetzt, da die internationale Gemeinschaft durch die G7 bestärkt wurde, die Kapazitäten für humanitäre Hilfe in Gaza vollständig zu nutzen.“

Kein Hinweis auf viele Hamas-Unterstützer

Unter dieser Überschrift berichtet der ORF über die Arbeit der Kommission:

Aus der gemeinsamen Erklärung von Auswärtigem Amt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Berlin: Intensiv mit Israels Vorwürfen beschäftigt

Die Bundesregierung habe sich mit den von Israel erhobenen Vorwürfen gegen UNRWA intensiv auseinandergesetzt und sich hierzu eng mit der israelischen Regierung, den Vereinten Nationen und anderen internationalen Gebern ausgetauscht, ist in der Erklärung weiter zu lesen. Sie werde sich mit ihren internationalen Partnern auch bei der Auszahlung weiterer Mittel eng abstimmen. 

Bakeries finally reopen

Ein Bericht von Tareq S. Hajjaj auf Mondoweiss

Nahost in Neukölln

Wie können wir nach dem 7. Oktober Brücken bauen?

Donnerstag, 25. April 2024 – 19.30 Uhr
Nachbarschaftshaus am Körnerpark

Schierker Straße 53 – 12051 Berlin (nahe S-/U-Bhf. Neukölln)

Eingeladen sind drei Projekte, die in Neukölln Begegnungen und Dialog organisieren und sich gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus einsetzen, mit den Gästen wollen sie diskutieren, wie der 7. Oktober ihre Arbeit verändert hat und was für die Zukunft wichtig ist:

  • Clara Debour (Campus Rütli – Gemeinschaftsschule)
  • Ender Cetin (Meet2Respect)
  • und eine*n Vertreter*in von Shalom Rollberg

Moderation: Lissy Eichert, Kalle Lenz (Kath. Kirchengemeinde St. Christophorus, Nord-Neukölln)

Näheres unter

79. Jahrestag des Befreiung des KZ Dachau

Am 29. April 1945 befreiten Einheiten der US-amerikanischen Armee das Konzentrationslager Dachau. Bereits am 28. April flüchtete der Großteil der SS-Lagerführung und der Wachmannschaften.

Zum Zeitpunkt der Befreiung befanden sich noch 32.300 Häftlinge im KZ Dachau. Wenige Tage vor der Befreiung wurden noch über 10.000 Häftlinge von der SS aus dem Lager auf sogenannte „Todesmärsche“, meist Richtung Tirol, geschickt. Mehr als 1.000 Häftlinge starben dabei.

Auch in den Wochen nach der Befreiung verstarben noch Tausende Häftlinge an den Folgen der KZ-Haft. Die Gedenkfeier zum 79. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau findet am Sonntag, 5. Mai 2024, statt.

Aktuelles Programm

TranscenDANCE

Und zum Künstler … (taz vom 10. April 2024)

Gemeinsam (Nach)Denken

Einladung zum offenen Austausch – in schwierigen Zeiten – in die Karl Marx-Straße 17 (Liane 2, Hinterhaus, 3. Stock)

Wie gehen wir mit der Situation um, wie über die Ereignisse in Nahost sprechen, über die Entwicklungen in Deutschland …

diAk – Deutschland-Israel-Palästina – Zusammen denken und zusammendenken
* Gäste willkommen
* Anmeldung erbeten
* Kaffee/Tee und Gebäck vorhanden

Andere Visionen III

In the midst of unparalleled violence, divisiveness and uncertainty, what does reconciliation entail? How do we navigate the road ahead?

Join us for a webinar Dialogue Meeting with newly, bereaved Israeli mother Elana Kaminka and bereaved Palestinian husband, Yacoub Al-Rabi. They will bravely recount their deeply personal journeys of loss and the courageous decisions they’ve made to pursue reconciliation and peace.

Their experiences offer insights into the complexities of grief and resilience.

Register for the webinar on Tuesday, April 30, 2024

1:00 PM EST – 8:00 PM Jerusalem – 6:00 PM London

Andere Visionen II

Auch das gibt es:

„The Van Leer Jerusalem Institute, in conjunction with the Minerva Center for Human Rights at the Hebrew University of Jerusalem, is conducting a multidisciplinary thinking group addressing the necessary conditions for the promotion of reconciliation between Jews and Palestinians and the forging of a peace based on partnership—rather than separation—on the political, community, economic, and spatial levels. The group’s discussions will be based on theoretical, comparative, and empirical material.“

Led by Limor Yehuda und Ameer Fakhoury | With the help of Oren Yiftachel

Wo soll das Geld herkommen …


Das Beobachterbüro der VN in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten, OCHA, hat einen Bericht zu den dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen für die Menschen in Gaza und dem Westjordanland veröffentlicht.

Zur Übersicht – Zum ausführlichen Report