Neue Studie: Unter Druck

Im Rahmen der Arbeit des Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin wurde gerade eine neue Studie veröffentlicht: „Unter Druck. Journalistische Handlungsspielräume in der deutschen Nahostberichterstattung“ aufmerksam machen, die von Carola Richter, Jannis Grimm und Nina Moya Schreieder durchgeführt wurde.

Darin wurden Nahost-Journalist:innen deutscher Medien mittels einer standardisierten Umfrage zu ihren Wahrnehmungen und Erfahrungen des medialen und gesellschaftlichen Umgangs mit Nahostberichterstattung befragt.

Die vollständige Studie inkl. aller Anhänge findet sich hier. Ein campus.leben-Interview zu der Studie ist hier abrufbar.

Zwei Drittel der Befragten sehen eine Verschlechterung der Pressefreiheit im Themenfeld Nahost seit dem 7. Oktober 2023; 71 % berichten von eigenen Bedrohungserfahrungen im Zusammenhang mit der Nahostberichterstattung. 35 %verspüren ein Bedürfnis nach Selbstzensur, weitere 19 % antworten mit „teils/teils“. Neben öffentlichen Anfeindungen spielen insbesondere die Sorge vor beruflichen Nachteilen sowie Konflikte und Hierarchien innerhalb von Redaktionen eine Rolle.

Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den deutschen Journalismus insgesamt. Sie geben jedoch wichtige Hinweise auf Belastungen und eingeschränkte Handlungsspielräume, aus denen wir Empfehlungen für transparentere redaktionelle Entscheidungsprozesse und bessere Unterstützung für betroffene Medienschaffende ableiten.

Bei Fragen oder Rückmeldungen erreichen Sie das Projektteam unter cemil@polsoz.fu-berlin.de


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