Die Adresse Groner Tor ist irgendwie noch immer präsent bei mir… Dort saß die „Buntstiftung“, eine der Vorläuferinnen der Heinrich Böll-Stiftung und da war auch Bernd Asbachs Büro. Schon Mitte der 1990er Jahre gab es Kontakt zum diAk, dem Bernd über Jahrzehnte verbunden war, aktiv im Vorstand oder bei den Publikationen, aber auch immer wo es möglich war, durch institutionelle Kooperationen, Stichwort etwa Arnoldshain. Als Nahostreferent der Heinrich Böll-Stiftung seit 1997 baute er die Büros Tel Aviv, Ramallah, Beirut und Rabat mit auf. Davon hat auch die Arbeit des diAk immer wieder profitieren können.

Photo: Stephan Röhl – Lizenz: CC-BY-SA 4.0 / aus dem Nachruf der Böll-Stiftung.
Julia Scherf, über viele Jahre Vorsitzende des diAk, hat es so beschrieben:
„Anstatt zu hetzen, plante Bernd mit Bedacht. Als mein unmittelbarer Vorgesetzter in Berlin unterstützte mich seine Anerkennung und Förderung unserer Ideen aus dem Büro Tel Aviv. Natürlich kam er auch während der 2. Intifada mit Selbstmordanschlägen in Israel zu Besuch: Er gab mir uneingeschränkt Zugang und Vertrauen zu den von ihm in den neunziger Jahren aufgebauten exzellenten Kontakte in die israelische Zivilgesellschaft. Bernd brachte mich auch zur Vorstandsarbeit im Deutsch-Israelischen Arbeitskreis und brachte dort seine Erfahrungen im Nahen Osten in die ehrenamtliche Arbeit ein, weit über Textredaktionen der vierteljährlichen israel & palästina Ausgaben hinaus!“
Der diAk wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren und seine Arbeit zwischen den Linien und über Grenzen hinweg dankbar erinnern.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Birte und seinem Sohn Anton.
rzw

Bernd Asbach, hier mit (rechts) René Wildangel in der Ev. Akademie Arnoldshain, auf einem der legendären – diAk-Jahresseminare; im Hintergrund Khalil Toama aus Frankfurt/M. – Photo: Jörn Boehme. Oktober 2006.
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