Halacha-Handschriften in Berlin

Online-Werkstattgespräch an der Staatsbibliothek Berlin

Neri Yeshayahu Ariel, Ph.D.

Donnerstag, 22. September 2022 | 18.15 Uhr

Weitere Informationen und Webex-Zugangsdaten:
https://blog.sbb.berlin/termin/halacha-handschriften-22-9-22/

Die klassische Einteilung der Literaturforschung gilt auch für jüdische Schriften. Eine der Eigenschaften der Buchkultur ist es, dass es hinweisende Literatur gibt, die die Leser durchs Leben führt und seinen Blick weitet: Philosophie, Weisheitsliteratur, Ethik und Hermeneutik der früheren Werke (Kommentarliteratur). Einer der großen Schwerpunkte der Halacha ist die Beschäftigung mit dem Alltag und den Problemen, die aus dem alltäglichen Leben entstehen. Das Judentum beschäftigt sich intensiv mit rechtlichen Fragestellungen, weil es zu einer Änderung im inneren Leben der Gläubigen führen möchte. Als jüdische Besonderheit entsteht deshalb eine tiefe Verbindung zwischen Literatur und Recht in der größeren Perspektive, die die Literaturwissenschaft kennt. In diesem Vortrag werden die Grundzüge der Halacha, nämlich das jüdische Recht, erklärt. Einige Halacha-Handschriften der Staatsbibliothek werden vorgestellt, und es wird auf deren Besonderheiten eingegangen.

Ms. or. fol. 567, SBB-PK

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