Zum Tod der Journalistin Shirin Abu Akle

Ein aktuelles Beispiel aus der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung vom 13. Mai 2022

Hier zwei Screenshots der online Ausgabe 19:31 Uhr und 22:55 Uhr


Hier der Link zum Artikel in der SZ.

Die andere Seite der Erinnerung

What do you think of when you hear the word ‘Nakba’?
How much do you know about the date in history which the Palestinian people refer to as a ‘day of catastrophe’?
If you aren’t sure what to think, or how to feel about the Nakba, or you are simply open to hearing new perspectives, join us for the third
Combatants for Peace – Joint Nakba Remembrance Day ceremony, streamed live. 

Sunday May 15th | 18.00 Uhr Berlin
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The ceremony is funded by donations only.
Conflict is rarely easy to digest, but we must confront and admit the wrongs of the past, in order to make the present right. Whether you are Palestinian, Israeli, or an International ally, the Nakba is one of the most significant events of the conflict, and one which must be understood and heard by all. Join us to hear testimonies from displaced Palestinians, how it affects the collective Israeli mindset, and from Israelis who served as soldiers in the 1948 war.

The Ceremony will include keynote addresses by former Speaker of the Knesset Dr. Avraham Burg, and by Professor Mohammed S. Dajani Daoudi – Founder of the Wasatia Movement – Palestine.

This is a highly unique ceremony, and a chance to understand the roots of the conflict, so that together we can begin to repair the acts of the past.
In Peace & Solidarity from Israel/Palestine
Rana Salman, Palestinian Director             Yonatan Gher, Israeli Director

Ayman Odehs ‚Odysee‘?

Das politische System in Israel war in den letzten Jahren für einige Überraschungen gut, Parteien blühten auf und verschwanden bei den nächsten Wahlen wieder in der Versenkung, alte Bewegungen kratzten an der Schwelle zur Bedeutungslosigkeit, neue Koalitionen wurden Realität, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen – for good and bad... An wirklichen Persönlichkeiten, die dem Land eine Vision geben oder die eine Debatte über Entwicklungen anstossen könnten, herrscht durchaus Mangel, während zugleich einige ehemalige Politiker im Gefängnis sitzen oder saßen.

Fathom, eine Onlineplattform („For a deeper understanding of Israel and the region“, so die Selbstbeschreibung), die auch immer wieder kontroverse Themen anpackt und ungewöhnliche Beiträge und Beiträger:innen einlädt, hat gerade einen ausführlichen – und jedenfalls lesenswerten – Beitrag zu Ayman Odeh, Mitglied der Knesset, und Vorsitzender der „Gemeinsamen Liste“, gebracht.

50 Jahre nach München

Wenige Ereignisse haben sich in (West)Deutschland so tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt, wie der palästinensische Terrorüberfall 1972 auf die israelische Olympiamannschaft.

Der Traum, der Welt nach den Spielen von 1936 ein anderes Deutschland zu zeigen, zerstob. Und das Wort ‚Palästinenser‘ ist in Deutschland bis heute von dem Ereignis überlagert. Hier ein Hinweis auf die Ausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek: Olympia 72 in Bildern.

An die zwölf Opfer erinnert München in jedem Monat dieses Jahres:

Die zwölf Gedenkmonate im Überblick:

Januar 2022: David Berger, Gewichtheber
24. Mai 1944 – 5./6. September 1972
Cleveland/Ohio, USA – Fürstenfeldbruck

Februar 2022: Anton Fliegerbauer, deutscher Polizist
05. März 1940 – 5./6. September 1972
Westerndorf – Fürstenfeldbruck

März 2022: Ze‘ev Friedman, Gewichtheber
10. Juni 1944 – 5./6. September 1972
Prokopjewsk, damals Sowjetunion – Fürstenfeldbruck

April 2022: Yossef Gutfreund, Kampfrichter Ringen
1. November 1931 – 5./6. September 1972
Chișinău, damals Rumänien – Fürstenfeldbruck

Mai 2022: Eliezer Halfin, Ringer
18. Juni 1948 – 5./6. September
Riga, damals Sowjetunion – Fürstenfeldbruck

Juni 2022: Yossef Romano, Gewichtheber
15. April 1940 – 5. September 1972
Bengasi, damals Italienisch-Libyen – München

Juli 2022: Amitzur Shapira, Trainer Leichtathletik
9. Juli 1932 – 5./6. September 1972
Tel Aviv, damals Palästina – Fürstenfeldbruck

August 2022: Kehat Shorr, Trainer Sportschießen
21. Februar 1919 – 5./6. September 1972
Podu Iloaiei, Rumänien – Fürstenfeldbruck

September 2022: Mark Slavin, Ringer
31. Januar 1954 – 5./6. September 1972
Minsk, damals Sowjetunion – Fürstenfeldbruck

Oktober 2022: Andrei Spitzer, Trainer Fechten
04. Juli 1945 – 5./6. September 1972
Timişoara, Rumänien – Fürstenfeldbruck

November 2022: Yakov Springer, Kampfrichter Gewichtheben
10. Juni 1921 – 5./6. September 1972
Kalisz, Polen – Fürstenfeldbruck

Dezember 2022: Moshe (Muni) Weinberg, Trainer Ringen
19. September 1939 – 5. September 1972
Haifa, damals Palästina – München

documenta – Die Stellungnahme aus Kassel

In der Berliner Zeitung findet sich jetzt eine ausführliche Stellungnahme der Macherinnen – ruangrupa, das künstlerische Team der documenta fifteen und einige der Kurator*innen des gescheiterten Forums (Siehe: Die Documenta ihre Expertengespräche zum Thema Antisemitismus abgesagt).

Offener Brief:
Antisemitismus-Vorwurf gegen Documenta: Wie ein Gerücht zum Skandal wurde

Filme – und mehr

Neuer Newsletter von mec film | Berlin

Neben anderem zwei Hinweise auf Kurzfilme aus dem Bereich I/P:

  NATION ESTATE von Larissa Sansour und SOLOMON’S STONE von Ramzi Maqdisi sind am 7.5.2022 in der internationalen Kurzfilmnacht im Kino Arsenal in Tübingen zu sehen. NATION ESTATE
Nation Estate ist ein Sci-Fi Kurzfilm, der sich auf klinische dystopische und gleichzeitig humorvolle Weise dem Stillstand im Nahen Osten widmet.
Der Film untersucht eine vertikale Lösung für die palästinensische Staatenbildung: Ein kolossaler Wolkenkratzer, der die gesamte palästinensische Bevölkerung behaust – die jetzt endlich high life lebt.
Kurzer Sci-fi, Larissa Sansour, Palästina/Dänemark 2012, 9 min, digital, ohne Dialog
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SOLOMON’S STONE
Hussein, ein junger Palästinenser, bekommt eine Paketbenachrichtigung von der israelischen Post. 20.000$ muss er für die Herausgabe der Sendung zahlen. Getrieben von der Neugier nach dem Inhalt des Pakets verkauft Hussein gegen den Widerstand seiner Mutter sein gesamtes Hab und Gut.
Nach der Erzählung Das Blaue Licht von Hussein Barghouti.
Kurzfilm, Palästina/Spanien 2015, 25 min, Arabisch mit engl. oder franz. UT
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Erinnerung(en) – und ihre Konsequenzen

Was alles folgt aus dem 8. Mai – und dem wovon er (uns) befreit hat?

In der Berliner Zeitung schreibt Tomer Dotan-Dreyfus einen aktuellen Kommentar: „Nicht in meinem Namen: Israels Premier muss aufhören, für Juden zu sprechen“.

Und zum Thema Putin-Bennett noch ein Beitrag aus der Haaretz von Anshel Pfeffer.

Am Vorabend des 8./9. Mai

Geschichte läßt sich nicht ändern, aber die Erinnerung daran

Ein Blick über unseren deutschsprachigen Tellerand auf einen Artikel im britischen Guardian von Shaun Walker:

How Victory Day became central to Putin’s idea of Russian identity – Rhetoric of 1945 victory over Nazis has become more twisted over two decades of Putin’s rule

Wie ‚tickt‘ es in der palästinensischen Gesellschaft?

Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR)

„The public favors a neutral stand in the Russian war against Ukraine even as slightly more people blame Russia for starting the war; closer to home, Israel-PA “confidence building measures” are increasingly viewed favorably even as two-thirds share the view that Israel is an apartheid state; and domestically, ten months after the Israel-Hamas War, Fatah’s popularity returns to its pre-May 2021 level despite the fact that almost three quarters continue to demand the resignation of president Abbas“

Hier die Zusammenfassung.

Nach-hören, möglich und wichtig

Die Aufzeichnung der 17. gemeinsamen, israelisch-palästinensischen Gedenkveranstaltung

ist online verfügbar und kann angesehen werden, wer keine Möglichkeit hatte, online live dabei zu sein, oder wer es einfach noch einmal anschauen will.

Hier der Hinweis auf einen Beitrag in der taz dazu: Wir teilen den gleichen Schmerz