Vor 55 Jahren, am 4. Februar 1969, wird Yassir Arafat zum Vorsitzenden der PLO gewählt, damit geht die Führung der palästinensischen Befreiungsorganisation in die Hände der Palästinenser:innen über. Es beginnt der lange Weg zu der Überzeugung, daß nur ein Staat Palästina an der Seite Israels zu Befreiung und nationaler Würde führen könne… Was ist von dieser Möglichkeit einer kooperativen Vision heute noch geblieben?
Schlagwort: Naher Osten
1967 – Jahr der Entscheidung
Die Deutung der Folgen von 1967, den Beginn der Besatzung der Westbank durch Israel, ist im Jubiläumsjahr höchst umstritten. Noam Sheizaf, Blogger und freier Journalist bei zahlreichen israelischen Zeitungen, u.a. auch bei Ma’ariv und Ha’aretz, greift die zeitgenössische Debatte auf. Er stellt zwei offene Briefe gegeneinander und zeigt, daß eine marginalisierte linke Minderheit bereits bei der Besetzung 1967 die Konsequenzen dieser Entscheidung erkannte. Er argumentiert, daß von Anfang an offizielle Stellen in Israel keine Verantwortung für die dort lebende Bevölkerung übernahmen und als einzige Maßnahme nur die Unterdrückung der Palästinenser kannten und kennen.“
Der englische Text erschien am 26. Mai 2017 in Ha’aretz und ist hier als PDF einsehbar.
Gedenk- und Protestveranstaltung in Neve Shalom – Wahat al Salam
Am nächsten Samstag, den 10. Juni 2017, wird in Neve Shalom – Wahat al Salam ein Gedenk- und Protestevent zu 50 Jahren Besatzung stattfinden.
Die Veranstaltung wird ab 19:30 Uhr live im Internet übertragen und läßt sich entweder unter http://wasns.org/50-out-event-en oder https://ssl1.go-live.co.il/0009E3/neve_shalom/neve_david1_dcp.html mitverfolgen.
100 Dokumente aus 100 Jahren. diAk-Schriftenreihe Band 42-43
Angelika Timm (Hrsg’in.): 100 Dokumente aus 100 Jahren. Teilungspläne, Regelungsoptionen und Friedensinitiativen im israelisch-palästinensischen Konflikt (1917-2017)
diAk-Schriftenreihe Bd. 42-43
Hardcover | Leseband und Fadenheftung
ISBN 978-3-86575-063-1 | 728 S. | 35,00 € | AphorismA Berlin 2017
Erscheint am 30. Juni 2017
Das israelisch-palästinensische Spannungsverhältnis hat die Entwicklung des Nahen Ostens seit Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Stets war Militanz vom Bestreben internationaler, regionaler und nationaler Kräfte begleitet, den Konflikt einzuhegen und friedlich zu regeln. Zahlreiche Friedensinitiativen, Regelungsoptionen, Teilungspläne und Empfehlungen legen davon Zeugnis ab. Der Band stellt – erstmals in vorliegender kommentierter Gesamtschau – die wichtigsten ‚Palästina-Papiere‘ der vergangenen 100 Jahre vor: Positionsbestimmungen internationaler Mächte und Organisationen bzw. israelischer, arabischer und palästinensischer Akteure sowie binationale israelisch-palästinensische Friedensinitiativen, unterlegt durch themenrelevantes Kartenmaterial. Er will gleichermaßen die Verbreitung authentischen Wissens fördern, Hintergrundmaterial für konkrete Recherchen liefern, politische Erfahrungswerte und Entwicklungstendenzen sichtbar machen und gedankliche Anstöße bzw. konkrete Vorschläge für jedes produktive künftige Konfliktmanagement geben.
Dr’in. Angelika Timm ist Nahostwissenschaftlerin und Israel-Expertin. Sie lehrte an der Humboldt-Universität (1988 – 1998), an der Freien Universität Berlin (1999 – 2002) und an mehreren israelischen Universitäten, u. a. an der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan (2002 – 2007). Zahlreiche Publikationen über den Nahen Osten und deutsch-israelische Beziehungen.
Israeli-Palestinian Congress of Women
200 Israeli & Palestinian Women Negotiating Peace at the Center of Tel-Aviv
Rothschild Boulevard and the corner of Shenkin St., Tel Aviv, Israel
Over two Hundred Israeli & Palestinian women negotiated peace on the famous Rothschild Boulevard in Tel Aviv.
On May 19th, two hundred Israeli & Palestinian women negotiated solutions to the conflict at the Corner of Rothschild Boulevard and Shenkin St., Tel Aviv. The negotiations are open to all and the public is welcome to join the negotiations as observers or participants. The congress was held in the presence of international observers.
This event is an important step towards the establishment of a major Israeli-Palestinian Public Negotiating Congress – a powerful peacemaking institution that will operate over a period of time. The congress is designed to involve the people in the peacemaking efforts and motivate the leadership, on both sides, to conclude agreements.
The initiative is led by Dr. Sapir Handelman – an Israeli who received the Peter Becker Award in Peace & Conflict Research. Dr. Handelman and his colleagues have successfully led 33 Israeli-Palestinian public negotiating congresses in leading universities around the US and Canada, in conference halls in Israel and the West Bank, and in central public places in Jerusalem and Tel Aviv.
This is the first time that only women are going to participate in the negotiating process. This is an unusual and powerful event in the Middle East. Women initiated the ‘Congress of the Women’ and they will lead it.
The congress is sponsored by the Leon Charney Resolution Center. The center was established to help different communities cope with social crises and prepare the young generation to handle conflicts by peaceful means.
The late Leon Charney played an important role in the Camp David Accords, which led to the peace treaty between Israel and Egypt. Leon, who dedicated a major part of his life to back-channel diplomacy, understood that the road to peace and stability required peacemaking activities in multiple dimensions. Leon and his wife, Tzili, established the center in order encourage, develop, and initiate activities that can create the foundation for a better world.
For more information:
Galit Soffer Weinstock – Minds of Peace – 058-5578066 peace.public@gmail.com
Yael Lotan: 03- 5667474 yael@lotanpr.com
Yahav Cohen : 052- 3392929 yahav@lotanpr.com
May 1, 2017, Press Release
more information: https://www.i24news.tv/en/news/israel/society/145695-170519-israeli-and-palestinian-women-hold-peace-talks-on-the-streets-of-tel-aviv
Außenansicht. Eine letzte Chance
Die israelische und die palästinensische Zivilgesellschaft müssen Verantwortung übernehmen
12. große Israelisch-Palästinensische Gedenkfeier am 30. April 2017

Liebe Freunde und Freundinnen,
Bernie Sanders und die friedenspolitische Alternative in den USA und Israel
Nach dem Wahlsieg Trumps jubelte die israelische Rechte in der Hoffnung auf Unterstützung durch den neuen Präsidenten. Doch die J Street – Konferenz in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass sich auch die Gegenkräfte in beiden Ländern formieren und eine friedenspolitische Alternative präsentieren. Als prominenter Sprecher erläuterte Bernie Sanders, warum es notwendig ist, dass die USA sich aus der Verbundenheit mit Israel heraus um ein Ende der Besatzung und eine Friedensregelung bemühen. Am Rande der Konferenz traf Sanders zudem den Vorsitzenden der Gemeinsamen Liste und Knesset-Mitglied Ayman Odeh, der über die Situation der palästinensischen Minderheit in Israel und die Möglichkeiten einer gleichberechtigten, demokratischen und friedlichen Zukunft Israels sprach. Die Rede von Sanders finden Sie hier.
Beitar Jerusalem und seine Ultras – Fußball und Konflikt
Die Löwen, wie Beitar genannt wird, wurden sechsmal israelischer Meister – sind aber auch ein Verein, der ein Problem des israelischen Fußballs gut aufzeigt. Dr. Steffen Hagemann, Vorstandsmitglied des diAk e.V., berichtet gegenüber der Sportseite goal.com über die Fußballfans von Beitar Jerusalem, die als besonders radikal, rassistisch und nationalistisch gelten.
„Auch die jüdisch-arabische Konfliktlinie spiegelt sich im Fußball. Besonders die Fans von Beitar Jerusalem fallen immer wieder negativ durch rassistische Äußerungen auf“, betont Hagemann. Im Juli dieses Jahres wurden über 50 ultra-nationale Fans des 1936 gegründeten Klubs festgenommen. „Die Festnahmen sind das Ergebnis der Gewalttaten von ‚La Familia'“, sagte ein Polizeisprecher. Er bezieht sich auf das Herzstück der anti-islamischen Bewegung. Die Ultra-Gruppe ist nicht nur im Stadion das Zentrum des Fantums Beitars, sondern ist auch im Drogen- und Waffenhandel aktiv. Hört man von Menschenjagden auf Palästinenser oder von Brandanschlägen, sind fast immer Mitglieder der „Familie“ involviert, die so gar nichts Warmes und Familiäres an sich hat.
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The day after. A mail by Jewish Voice for Peace
The email I expected to send would have talked about taking President-elect Hillary Clinton to task on human rights and human dignity in Israel/Palestine.
But today is a different day. It is a frightening time where our communities have only ourselves to hold onto. And even with President-elect Trump, propelled into office by a wave of racist, sexist, hateful, anti-Muslim, anti-Jewish, anti-immigrant sentiment, I am feeling more grateful than ever for the power and community of Jewish Voice for Peace.
I know that some of the wisest, most experienced, most determined people on earth are walking around today, feeling a similar way.
I know that in the next weeks and months we will link arms and build power and face this challenge here, while continuing our work alongside our Palestinian allies and friends facing death, detention, bombs, exile, apartheid, and demolition of their homes.
So, even though this is a bleak and uncertain time, you should know, as I do, that you aren’t alone and we haven’t lost because we are just starting to build and win.
With hope and determination,
Rebecca
(And all of us at Jewish Voice for Peace)


Rebecca Vilkomerson
Executive Director
