Am Abend des 26. Oktober

Offener Brief jüdischer Intellektueller: Die Freiheit der Andersdenkenden

Wir, die unterzeichnenden jüdischen Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler, die in Deutschland leben, verurteilen in diesem Schreiben das beunruhigende Vorgehen gegen die demokratische Öffentlichkeit nach den schrecklichen Gewalttaten in Israel und Palästina in diesem Monat.

Es gibt keine Rechtfertigung für vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten durch die Hamas. Wir verurteilen vorbehaltlos die terroristischen Angriffe auf Zivilisten in Israel. Viele von uns haben Familie und Freunde in Israel, die von dieser Gewalt direkt betroffen sind. Mit gleicher Schärfe verurteilen wir die Tötung von Zivilisten in Gaza.

In den letzten Wochen haben Landes- und Stadtregierungen in ganz Deutschland öffentliche Versammlungen mit mutmaßlichen Sympathien für Palästinenser verboten. Diese Repressionen bestrafen auch Demonstrationen wie „Jugend gegen Rassismus“ und „Jüdische Ber­li­ne­r*in­nen gegen Gewalt in Nahost“. In einem besonders absurden Fall wurde eine jüdische Israelin festgenommen, weil sie ein Schild in der Hand hielt, auf dem sie den Krieg, den ihr Land führt, anprangerte.

Die Polizei hat keine glaubwürdige Verteidigung für diese Entscheidungen geliefert. Praktisch alle Absagen, einschließlich derjenigen, die von jüdischen Gruppen organisierte Versammlungen verbieten, wurden von der Polizei zum Teil mit der „unmittelbaren Gefahr“ von „volksverhetzenden, antisemitischen Ausrufen“ begründet. Diese Behauptungen dienen unserer Meinung nach dazu, legitime und gewaltfreie politische Äußerungen, die auch Kritik an Israel beinhalten dürfen, zu unterdrücken.

Rassistische Vorverurteilungen
Versuche, sich diesen willkürlichen Einschränkungen zu widersetzen, werden mit wahlloser Brutalität beantwortet. Die Behörden haben Menschen mit Migrationshintergrund in ganz Deutschland ins Visier genommen und Zivilisten belästigt, verhaftet und verprügelt, oft unter den fadenscheinigsten Vorwänden.

In Berlin ist der Bezirk Neukölln, in dem große türkische und arabische Gemeinschaften leben, heute ein von der Polizei besetztes Viertel. Gepanzerte Lieferwagen und bewaffnete Bereitschaftspolizisten patrouillieren durch die Straßen und suchen nach spontanen Unterstützungsbekundungen für die Palästinenser oder nach Symbolen der palästinensischen Identität. Fußgänger werden auf dem Bürgersteig angerempelt und mit Pfefferspray attackiert. Kinder werden rücksichtslos angegriffen und verhaftet. Zu den Festgenommenen gehören bekannte syrische und palästinensische Aktivisten.

In den Schulen sind palästinensische Flaggen und Keffiyeh verboten. Obwohl der Besitz dieser Gegenstände in der Öffentlichkeit gesetzlich erlaubt ist, führt er zu Polizeigewalt und Verhaftungen. Anfang dieses Jahres gaben Berliner Polizeibeamte vor Gericht zu, dass sie bei der Niederschlagung von Protesten gegen Zivilisten vorgegangen sind, die dadurch „auffielen, dass sie Farben der palästinensischen Flagge trugen oder Schals, die mit der palästinensischen Solidarität in Verbindung gebracht werden.“ Eine Vielzahl von Filmaufnahmen deutet darauf hin, dass dies nach wie vor der Fall ist und dass rassistische Vorverurteilungen bei der gezielten Verfolgung von Verdächtigen eine wichtige Rolle spielt.

Diese Verstöße gegen die Bürgerrechte rufen bei den kulturellen Eliten in Deutschland kaum einen Aufschrei hervor. Große Kultureinrichtungen haben sich wie synchronisiert selbst zum Schweigen gebracht, indem sie Theaterstücke, die sich mit dem Konflikt befassen, abgesagt haben und Persönlichkeiten, die Israels Aktionen kritisch gegenüberstehen könnten – oder die einfach selbst Palästinenser sind –, das Rederecht entzogen wurde. Diese freiwillige Selbstzensur hat ein Klima der Angst, der Wut und des Schweigens geschaffen. All dies geschieht unter dem Vorwand, Juden zu schützen und den Staat Israel zu unterstützen.

Als Jüdinnen und Juden lehnen wir diese Gewalt ab

Als Jüdinnen und Juden lehnen wir diesen Vorwand für rassistische Gewalt ab und bekunden unsere volle Solidarität mit unseren arabischen, muslimischen und insbesondere palästinensischen Nachbarn. Wir weigern uns, in vorurteilsbehafteter Angst zu leben. Was uns Angst macht, ist die in Deutschland vorherrschende Atmosphäre von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die Hand in Hand mit einem zwanghaften und paternalistischen Philo-Semitismus geht. Wir lehnen insbesondere die Gleichsetzung von Antisemitismus und jeglicher Kritik am Staat Israel ab.

Zur gleichen Zeit, in der die meisten Formen des gewaltlosen Widerstands für den Gazastreifen unterdrückt werden, finden auch antisemitische Gewalttaten und Einschüchterungen statt: ein Molotowcocktail, der auf eine Synagoge geworfen wurde; Davidsterne, die auf die Türen jüdischer Häuser gezeichnet wurden. Die Beweggründe für diese nicht zu rechtfertigenden antisemitischen Straftaten und ihre Täter bleiben unbekannt.

Juden bereits eine gefährdete Minderheit

Klar ist jedoch: Es macht Juden nicht sicherer, wenn Deutschland das Recht auf öffentliche Trauerbekundung um verlorene Menschenleben in Gaza verweigert.

Juden sind bereits eine gefährdete Minderheit; einige Israelis berichten, dass sie Angst haben, auf der Straße Hebräisch zu sprechen. Demonstrationsverbote und ihre gewaltsame Durchsetzung provozieren und eskalieren nur die Gewalt.

Wir prangern an, dass die gefühlte Bedrohung durch solche Versammlungen die tatsächliche Bedrohung des jüdischen Lebens in Deutschland grob ins Gegenteil verkehrt, wo nach Angaben der Bundespolizei die „überwiegende Mehrheit“ der antisemitischen Straftaten – etwa 84 Prozent – von deutschen extremen Rechten begangen wird. Die Versammlungsverbote sollen ein Versuch sein, die deutsche Geschichte aufzuarbeiten, doch vielmehr besteht die Gefahr, dass man sie genau dadurch wiederholt.

Freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit

Dissens ist eine Voraussetzung für jede freie und demokratische Gesellschaft. Freiheit, schrieb Rosa Luxemburg, „ist immer Freiheit der Andersdenkenden“. Wir befürchten, dass mit der derzeitigen Unterdrückung der freien Meinungsäußerung die Atmosphäre in Deutschland gefährlicher geworden ist – für Juden und Muslime gleichermaßen – als jemals zuvor in der jüngeren Geschichte des Landes. Wir verurteilen diese in unserem Namen begangenen Taten.

Wir fordern Deutschland auf, sich an seine eigenen Verpflichtungen zur freien Meinungsäußerung und zum Versammlungsrecht zu halten, wie sie im Grundgesetz verankert sind, das wie folgt beginnt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen, ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Yoav Admoni, Künstler
Abigail Akavia
Hila Amit, Schriftstellerin und Lehrerin
Maja Avnat, Wissenschaftlerin
Lyu Azbel, Professor
Gilad Baram, Filmemacher und Photograph
Yossi Bartal
Alice Bayandin, Photographin und Filmemacherin
Eliana Ben-David
Anna Berlin, Künstlerin
Sanders Isaac Bernstein, Schriftsteller
Adam Berry, Photojournalist und TV-Nachrichtenproduzent
Jackson Beyda, Künstler
Julia Bosson, Schriftstellerin
Ethan Braun, Komponist
Candice Breitz, Künstlerin
Adam Broomberg, Künstler
Jeffrey Arlo Braun
Noam Brusilovsky, Theater- und Radiomacher
Cristina Burack
Dalia Castel, Filmemacherin
Alexander Theodore Moshe Cocotas, Schriftsteller und Photograph
Eli Cohen, Tänzer
Zoe Cooper, Schriftstellerin
Miriam Maimouni Dayan, Schriftstellerin und Künstlerin
Dana Dimant, Filmemacherin
Emily Dische-Becker
Esther Dischereit, Schriftstellerin
Tomer Dotan-Dreyfus, Schriftsteller
Shelley Etkin, Künstlerin
Emet Ezell
Deborah Feldman, Schriftstellerin
Sylvia Finzi
Erica Fischer, Schriftstellerin
Nimrod Flaschenberg
Ruth Fruchtman, Schriftstellerin
Olivia Giovetti, Schriftstellerin und Kulturkritikerin
Harry Glass, Kurator
William Noah Glucroft
A.J. Goldmann, Schriftsteller und Photograph
Jason Goldmann
Noam Gorbat, Filmemacher
Avery Gosfield
Max Haiven, Professor
Yara Haskiel, Künstlerin
Iris Hefets, Psychoanalytikerin und Autorin
Marc Herbst
Wieland Hoban, Komponist und Übersetzer
Sam Hunter, Schriftsteller/Regisseur
Alma Itzhaky, Künstlerin und Schriftstellerin‘
Eliana Pliskin Jacobs
Eugene Jarecki
Roni Katz, Choreographin und Tänzerin
Marett Katalin Klahn
Michaela Kobsa-Mark, Dokumentarfilmerin
David Krippendorff, Künstler
Quill R. Kukla, Philosoph
Sara Krumminga
Jenna Krumminga, Schriftstellerin und Historikerin
Matt Lambert, Künstler
Na’ama Landau, Filmemacherin
Elad Lapidot, Professor
Danny Lash, Musiker
Shai Levy, Filmemacher und Photograph
Eliza Levinson, Journalistin und Schriftstellerin
Rapha Linden, Schriftsteller
Adi Liraz, Künstler
Anna Lublina
Sasha Lurje
Roni Mann, Professor
Ben Mauk, Schriftsteller
Lee Méir, Choreograph
Dovrat Meron
Aaron Miller, Wissenschaftler und Künstler
Ben Miller
Carolyn Mimran
Shana Minkin, Wissenschaftlerin
Susan Neiman, Philosophin
Gilad Nir, Philosoph
Ben Osborn, Musiker und Schriftsteller
Rachel Pafe, Schriftstellerin und Forscherin
Peaches, Mu­si­ke­r*in
Siena Powers, Künstlerin und Schriftstellerin
Udi Raz
Aurelie Richards, Kunstvermittlerin
Kari Leigh Rosenfeld
Liz Rosenfeld
Ryan Ruby, Schriftsteller
Rebecca Rukeyser, Schriftstellerin
Alon Sahar
Tamara Saphir
Eran Schaerf
Anne Schechner
Oded Schechter, Wissenschaftler
Jake Schneider
Ali Schwartz
Cari Sekendur, Designerin
Yael Sela (Teichler), Historikerin
Mati Shemoelof, Dichter und Schriftsteller
Maya Steinberg, Filmemacherin
Robert Yerachmiel Sniderman, Dichter und Künstler
Avinoam J. Stillman
Virgil B/G Taylor
Tanya Ury, Künstlerin und Schriftstellerin
Ian Waelder, Künstler und Verleger
Rachel Wells, Performerin und Produzentin
Sarah Woolf
Yehudit Yinhar
Sivan Ben Yishai, Schriftsteller
Dafna Zalonis, Künstlerin

* Online erschien der Text in der taz am 22. Oktober 2023. Eine kürzere Version dieses Briefes wurde in der Druckausgabe der taz veröffentlicht. Eine englische Version des Briefs ist bei n+1 erschienen.

Am Abend des 25. Oktober

Der 19. Tag – was läßt sich noch sagen? Wohin schauen, um jenen Teufelskreis der Gewalt, der mit dem 7. Oktober begonnen wurde, zu durchbrechen? Was soll, was kann, was muß „danach“ kommen?

Ein Blick auf ein Webinar am 29. Oktober … (Register): Solidarity speaks

Am Abend des 24. Oktober

Solche Stimmen gehen leicht verloren oder unter, aber sie haben einen wichtigen Platz, +972.mag hat einige in ihrem Mailing zusammen getragen!

Am Abend des 23. Oktober

Auch in so schwierige Tagen, deren Ende noch nicht abzusehen ist, gibt es brennende Fragen und dringende Analysen, gerade mit Blick auf den Gaza-Streifen und die menschlichen Katastrophen, die dort jetzt täglich geschehen – Gibt es einen Weg aus der Spirale von Gewalt und Vernichtung…?

Dalia Scheindlin (Policy fellow at The Century Foundation) fragt in Ha’aretz in einem langen Artikel danach, ob die Blockade richtig war/ist, was die Perspektiven sind, wie mit Fehlern umzugehen sein wird – ohne einfache Antworten zu haben….:

(Screensho, 23.10.2023 (c) Haaretz)

Am Abend des 22. Oktober

Etgar Keret ist einer der bekanntesten Autoren Israels und hat sich immer wieder für einen Frieden mit den Palästinensern ausgesprochen. Ein Gespräch über das, was der Krieg ihn gelehrt hat – und welche Art von Solidarität er sich nun wünscht. (rbb, 21. Oktober 2023)
[Auszug:]

Welche Art von Solidarität wünschen Sie sich?

Ich würde mir wünschen, dass Menschen ihre Augen und ihr Herz öffnen, reflektieren, kritisch sind, wenn sie helfen wollen. Ich habe das Gefühl, dass wir in einer Zeit leben, in der Aktivismus bedeutet, jemand anderen zu beleidigen und anzugreifen. Hier im Nahen Osten haben wir Bedürfnisse. Wirkliche Bedürfnisse. Aktivismus heißt also Medikamente schicken, Freiwilligenarbeit leisten. Ich schätze jeden, der Freiwilligenarbeit für Palästinenser leistet und der Israelis hilft. Wenn man etwas machen möchte: Macht etwas, das menschlich ist.

Zur Ergänzung ein Interview mit E.Keret im Stern (13. Oktober 2023).

Am Abend des 21. Oktober

DIe Zerissenheit und die Spannung aushalten, die Menschen nicht auch noch in unseren Herzen trennen, ernstnehmen, wie unterschiedlich die Zugänge sind, wie verschieden die Verbindungen sind und wir am Gemeinsamen, am Zusammendenken festhalten wollen, dazu zwei Hinweise:

Die Wochenzeitung DIE ZEIT bringt Stimmen junger Deutsch-Palästinenserinnen, die es aktuell noch schwerer als sonst haben, gehört, gewürdigt zu werden.

Rabbiner Andreas Nachama (Berlin) im Interview mit dem Tagesspiegel:

(…)

Am Abend des 20. Oktober

Noch mitten in der Gewalt, mit all den Bildern im Kopf und ohne, daß wir wissen, wohin sich alles noch entwickeln wird, gibt es keinen Weg daran vorbei, rational zu bedenken, was in der Region geschieht, wer welche Interessen verfolgt, was die Optionen sind, was Politik jetzt leisten kann und muß.

Das aktuelle Podcast Spezial der Stiftung Wissenschaft und Politik hat die „Eskalation im Nahen Osten“ zum Thema:

Der Nahost-Konflikt eskaliert. Wie kann eine Ausweitung der kriegerischen Auseinandersetzungen verhindert werden? Welche Rolle spielen die Nachbarn Ägypten, Saudi-Arabien sowie der Iran und welche Handlungsoptionen hat die internationale Gemeinschaft? Darüber diskutieren Azadeh Zamirirad, Guido Steinberg, Stephan Roll und Muriel Asseburg.

Dokumentationszentrum „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“

19. Oktober 2023: Bundestag beschließt Errichtung

Der Deutsche Bundestag hat die Errichtung des Dokumentationszentrums „Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa“ (ZWBE) beschlossen. Die neue Einrichtung soll die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft in Europa während des Zweiten Weltkrieges darstellen und als Ort der Reflexion auch Raum für das Gedenken an die Opfer geben. Mit dem Parlamentsbeschluß können nun die konkreten Planungen für den Bau, die Ausstellung und das Vermittlungsprogramm des Dokumentationszentrums beginnen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth erklärt: „Die Erinnerung an die Verbrechen, die im deutschen Namen in ganz Europa begangen worden sind, darf nicht enden. Mit dem Dokumentationszentrum wird in Berlin an zentraler Stelle eine Einrichtung entstehen, die uns die Schrecken des von Deutschland ausgehenden Eroberungs- und Vernichtungskrieges vor Augen führt. Dieses überaus wichtige erinnerungskulturelle Vorhaben setzt auch das deutliche Zeichen, daß wir das Leid der Menschen in den damals von der Wehrmacht besetzten Ländern niemals vergessen werden.“

Der Beschluß zur Errichtung des Dokumentationszentrums ging von den Fraktionen der SPD, Grünen, FDP und CDU/CSU aus.

Zur Errichtung des Dokumentationszentrums wurde vom Deutschen Historischen Museum (DHM) ein umfassender Realisierungsvorschlag erarbeitet. Demnach wird das Zentrum in thematischer und länderübergreifender Perspektive die Erfahrungsgeschichten der Opfer in den Vordergrund stellen, dabei aber auch die Spezifika dieser Erfahrungen vor dem Hintergrund der rassistischen Ideologie der Täter erklären. Dabei werden bisher wenig beachtete Tatorte und Opfergruppen gewürdigt und zugleich die Dimensionen der Gewalt und Ausbeutung durch die deutschen Besatzer verdeutlicht.

Am Abend des 19. Oktober

In (hoffentlich) allen Medien stellen sich diese Fragen. An diesem Abend fogt hier ein Brief des Verlegers/Herausgebers von Jewish Current*, Daniel May, der die Spannungen und Zerrissenheiten, aber auch die Herausforderungen bemerkswert klar und eindringlich benennt.

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Am Abend des 18. Oktober

Staying Together, Holding on to Hope, A Conversation with Palestinian & Israeli CfP Activists

Join us on Friday, October 20, 2023 (8:00pm Jerusalem | 1:00pm New York) for a talk on Holding on to Humanity & Hope. This conversation will be led by two Palestinian activists, Mai Shahin and Jamil Qassas, and two Israeli activists, Ayala Shalev and Chen Alon, from Combatants for Peace. The discussion will be moderated by two AFCFP board members, Aziz Abu Sarah and Gili Getz.