oder unter all dem sich auftürmenden Schrecklichen dieser Tage:
Ein Beitrag von Ahmed Abu Abdu aus Gaza auf Mondoweiss über die Situation der Müllentsorgung im Gazastreifen oder besser der nicht mehr funktionierenden Abfallentsorgung und all dem, was darauf folgt …
David Grossman erhält auch den Marion Dönhoff-Preis 2024
24. September 2024
Für seinen unermüdlichen Einsatz im Nahostkonflikt für die Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern, wird der israelische Schriftsteller David Grossman mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.
Erst vor kurzem erhielte er auch den den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2024
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Heine Heine Preis
„Mit David Grossman ehrt die Landeshauptstadt Düsseldorf einen der bedeutendsten Vertreter der israelischen Gegenwartsliteratur, der sich für Verständigung und Toleranz nicht nur im Nahost-Friedensprozeß einsetzt“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller.
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung Grossmans, mit der ein Schaffen geehrt wird, das ganz in der Tradition Heinrich Heines Versöhnung und Dialog in den Mittelpunkt stellt.“
David Grossman wurde nach der Jury-Sitzung durch den Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller telephonisch über die Auszeichnung informiert. „Ich freue mich sehr. Eine gute Nachricht in einer Zeit mit so vielen schlechten Nachrichten“, wird Grossman in der Mitteilung zur Auszeichnung zitiert.
Die Jury begründet ihr Votum wie folgt:
„Den Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf 2024 erhält David Grossman, eine der bedeutendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Seine Prosa ist durchdrungen vom tiefen Verständnis und empathischer Nähe zu den Menschen mit ihren unauflöslich erscheinenden Konflikten. Ganz im Sinne Heinrich Heines tritt er klarsichtig für die Zusammengehörigkeit aller Menschen ein und setzt auf die verbindende Kraft der Literatur. In seinen intellektuell bestechenden, differenzierten Reden und Essays wirbt er unaufhörlich für Frieden und Aussöhnung im Nahen Osten. Er wird nicht müde, der Menschlichkeit eine Stimme zu geben.“
Friedenskonzert in der Passionskirche Berlin | Sa 26. Okt 2024, 20:00 Uhr (Marheinekeplatz 1‐2)
Musik ersetzt nicht die harte Arbeit für den den Frieden, aber sie kann die Kraft dafür mobilisieren …
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„Kayan“ ist das arabische Wort für „Existenz“. Als Kayan Projekt existieren Berliner Musiker aus Israel‐Palästina, Syrien und Polen als ein außergewöhnliches Ensemble, das sich um die Sängerin Eden Cami versammelt hat. Die junge Formation aus arabischer Ud, Kontrabaß und Percussion verbindet klassische und moderne Musik sowie Poesie aus der Levante mit Elementen des Jazz, die Eden Cami mit ihrem arabischen und hebräischen Gesang verwebt.
Der Lyriker Jan Wagner schreibt: „Die virtuos gezupfte Ud und das Gleiten und Schnippen und kunstvolle Stolpern des Kontrabasses treffen sich irgendwo an der Grenze zwischen Folk und Jazz, und der wunderbare Gesang der Singer‐Songwriterin Eden Cami läßt beides anklingen.
Besetzung / Stab
Eden Cami Gesang Or Rozenfeld Kontrabass Wassim Mukdad Oud Borys Slowikowski Schlagzeug
Regelmäßig schreibt Helga Baumgarten in der jungen Welt
21. September: »Wer schweigt, ist Mittäter« Der palästinensische Pfarrer Munther Isaac klagt die christliche Welt an
14. September »Christ und Palästinenser« Erzbischof »Abuna« kämpft für Gerechtigkeit jenseits religiöser Grenzen
Helga Baumgarten ist emeritierte Professorin für Politikwissenschaften an der Universität Birzeit nördlich von Jerusalem im Westjordanland und Autorin mehrerer Werke zum Nahostkonflikt.
Teil eins der Briefe erschien in der jungen Welt vom 29./30. Juni, die Folgebriefe wurden in den jW-Ausgaben vom 8., vom 13./14., vom 20./21., vom 27./28. Juli, vom 10., 17. und 24.8. sowie 7.9. veröffentlicht-
Im Juli 2024 wurde Umm al-Jimal vom Komitee der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen. – Bericht auf Universes
Umm al-Jimal ist eine spätantike Stadt mit beeindruckenden Ruinen von Gebäuden aus schwarzem Basalt, die auf nabatäischen und römischen Bauten errichtet wurden. Die archäologische Stätte befindet sich 80 km von Amman entfernt in der halbtrockenen Hauran-Region im Norden Jordaniens. Sie ist nicht nur wegen der Architektur und Geschichte einen Besuch wert, sondern auch, um eine engagierte Gemeinschaft kennenzulernen, die sich für den Erhalt ihres einzigartigen Erbes einsetzt und Dienstleistungen für Tourist:innen anbietet.
Die nabatäisch-frührömische Siedlung an einer Handelsroute von Karawanen (Mitte des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr.) wurde im 4. bis 5. Jahrhundert zu einer römischen Militärstation. Als sich in byzantinisch-umayyadischer Zeit arabische Zivilisten aus der Region dort niederließen, entwickelte sich Umm al-Jimal zu einer wohlhabenden Agrar- und Handelsstadt. …
Auch wer nicht eben einmal nach Prag fahren kann im Oktober …
Die Jubiläumskonferenz, Lesung und Konzert zum 100. Todestag von Franz Kafka setzen sich aus philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive mit seinem Werk auseinander. Zentral ist dabei die Frage nach Kafkas Verhältnis zur Moderne. Kaum einem anderen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wurde wiederholt ein solches Maß an Zeitgenossenschaft attestiert. Dient die Auseinandersetzung mit Kafka auch heute noch zur Verständigung zwischen uns und unserer Zeit?
Organisation: Markus E. Hodec, Petr Kouba, Michael Scheffel und Jan David Schenk – Eine Veranstaltung der Instituts für Philosophie der tschechischen Akademie der Wissenschaften und der Bergischen Universität Wuppertal.