Parents Circle Families Forum (PCFF) in Berlin und Potsdam

28.01.2025 um 19:00 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin (Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin) Moderation: Jörn Böhme, Ko-Vorsitzender des NIF Deutschland e.V.

29.01.2025 um 19:00 Uhr im Einstein Forum (Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam)
Moderation: Dr. Amir Theilhaber, Ko-Vorsitzender des NIF Deutschland e.V.

Was sagen uns Schulnamen (nicht)?

Neue Studie der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU und KiKA (von ARD und ZDF) untersucht, welche Menschen Schulen in Deutschland ihre Namen geben

Maria Montessori, Johann Heinrich Pestalozzi und die Geschwister Scholl stehen an der Spitze der bundesweiten TOP10: Nach diesen Persönlichkeiten werden Schulen in Deutschland besonders häufig benannt.

So lautet das Ergebnis einer ersten umfassenden und flächendeckenden Studie zu Schulnamen, die die Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und KiKA (von ARD und ZDF) am Dienstag in Gießen vorgestellt haben. Auch wenn mit Maria Montessori eine Frau die Rangliste anführt: Die Studie belegt, daß nur etwa ein Sechstel der Schulen in Deutschland, die den Namen einer historischen Persönlichkeit tragen, nach Frauen benannt sind. Ein weiteres Ergebnis: Zwar tragen viele Schulen die Namen sowohl von Opfern des Nationalsozialismus als auch von (deutschen) Widerstandskämpferinnen und -kämpfern gegen das NS-Regime, aber der jüdische Widerstand ist so gut wie kaum repräsentiert.

„Die Benennung deutscher Schulen spiegelt damit ein zentrales Defizit der deutschen Erinnerungskultur“, betont der Studienleiter und Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Prof. Dr. Sascha Feuchert. Das Projekt „Wir geben Schulen den Namen“ begleitet die neue Staffel des KiKA-Geschichtsformats „Triff…“ (KiKA/WDR/hr), das unter anderem in einem mehrteiligen Schulnamen-Spezial die am häufigsten vertretenen Namensgeber vorstellt.

Als Schulnamen sind die Großen (und auch die Kleinen) unserer Geschichte in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gegenwärtig und werden ihnen als Vorbilder präsentiert. „Von den rund 31.000 deutschen Schulen tragen etwa 40 Prozent den Namen mehr oder weniger berühmter Personen. Neben den zu erwartenden Paten gibt es auch einige handfeste Überraschungen“, erklärt Prof. Feuchert. Zu diesen zählt zum Beispiel Udo Lindenberg, der in Bayern einer Schule den Namen verleiht. Die breit angelegte Studie, deren Datenbasis auf Listen der Kultusministerien der 16 Bundesländer beruht, kartographiert erstmals ein zentrales Feld der Erinnerungskultur, das bislang kaum systematisch untersucht wurde, obwohl die Namensgebung mancherorts immer wieder für heftige Diskussionen sorgt.

„Namen sind eben mehr als Schall und Rauch – die erinnerten Personen geben uns schließlich auch ihre Werte mit. Deshalb darf es Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern nicht egal sein, wie eine Schule heißt“, so Feuchert weiter. Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie massiven Bedrohungen ausgesetzt sei und viel von der Resilienz der Schulen die Rede sein müsse, liege hier viel Potenzial brach, das zu einer kritischen, lebensnahen Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Normen beitragen könne. Während viele Schulen sich bereits intensiv und zum Teil auch kritisch mit dem Leben und Wirken ihrer Namensgeberinnen und Namensgeber beschäftigten, scheuten andere nach Einschätzung der Forschenden diesen Umgang. „Und rund 60 Prozent der deutschen Schulen haben zudem eben gar keine Patin oder Paten – auch da liegt ein großes Potenzial“, wie die Co-Autorin Jennifer Ehrhardt von der AHL betont.

Zentrale Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden.

Parallel zur Studie erzählen mehrere animierte Kurzbeiträge des preisgekrönten KiKA-Geschichtsformats „Triff…“, das Kindern auf unterhaltsame Weise bedeutende Persönlichkeiten der Weltgeschichte näherbringt, im Fernsehen und nonlinear von den häufigsten Namensgebern deutscher Schulen.

Die neue Staffel startete am 8. Januar 2025 und ist auch auf kika.de und im KiKA-Player, barrierefrei mit Untertiteln, Audiodeskription und Gebärde, verfügbar. Außerdem können Kinder mit „Triff… Spezial – Das Schulnamen-Quiz“ in der KiKA-Quiz App ebenfalls seit dem 8. Januar die Vielfalt der Schulnamenslandschaft auch spielerisch entdecken.

Das Geschichtsformat ist eine Produktion von Crossmedia (Halle/Saale) und Ifage (Wiesbaden) im Auftrag von KiKA und hr. Verantwortliche Redakteure bei KiKA sind Tina Wilß und Matthias Huff und Tanja Nadig beim hr. Die Fachberatung der Reihe „Triff…“ liegt bei Prof. Jörg Rüpke von der Universität Erfurt, die Fachberatung für das Namens-Special bei Prof. Sascha Feuchert.

Quelle: https://idw-online.de/de/news845620

Mee(h)rwasser

Riesige Meerwasserentsalzungsanlage in Kooperation mit einem französischen Unternehmen in Jordanien auf den Weg gebracht, ursprünglich war ein solches Projekt mit Israel geplant, auch um den Wasserspiegel des Toten Meeres nicht weiter absinken zu lassen…

Bericht in der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur Petra

Amman, Jan 12 (Petra) — The Aqaba-Amman Water Desalination and Conveyance Project (National Carrier Project) moved from vision to reality Sunday with the signing of a historic contract between the Ministry of Water and Irrigation and the Meridiam-Suez investment alliance, setting in motion one of the region’s most ambitious water infrastructure ventures.

Geheimnisvolles Byblos

Die jahrtausendealten Überreste der Stadt Byblos im heutigen Libanon gehören zu den faszinierendsten archäologischen Stätten des Nahen Ostens. Die antike Stadt wird seit rund 150 Jahren erforscht. Nun machte ein französisch-libanesisches Forscherteam eine außergewöhnliche Entdeckung: Unter Byblos ruht seit fast 4.000 Jahren eine riesige, intakte Nekropole …

An der libanesischen Küste liegt eine der ältesten Städte der Welt: Byblos. Mit ihren jahrtausendealten Ruinen aus verschiedenen Epochen und Stilen ist sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten des Nahen Ostens. Ende der 2010er Jahre machte ein französisch-libanesisches Team eine ebenso außergewöhnliche wie unerwartete Entdeckung: riesige unterirdische Strukturen, die fast 4.000 Jahre alt sind.

Das Archäologen-Team entdeckte eine weitläufige Nekropole mit monumentalen Grabkammern, die teilweise aus mehreren Einzelkammern bestehen. Die Gräber liegen übereinander und bilden eine Anordnung, die in dieser Region noch nie zuvor entdeckt wurde. Noch erstaunlicher ist, daß die Grabkammern intakt und ungeplündert sind. Die Nekropole enthält noch alle Gebeine und Gegenstände, die die Toten auf ihrer Reise ins Jenseits begleiten sollten.

Diese Gegenstände verraten, daß die Verstorbenen einst zur Elite von Byblos gehörten. Sie zeugen auch von den Verbindungen der Stadtbewohner zum alten Ägypten. Byblos war über Jahrtausende Hauptlieferant eines Rohstoffes, der für die Entwicklung des ägyptischen Reichs eine zentrale Rolle spielte: Bauholz, vor allem Zedernholz. Es war für die Pharaonen unentbehrlich, um Pyramiden, Schiffe und Paläste zu bauen.

Diese Dokumentation begleitet die Ausgrabungen in der Nekropole, die von einem Archäologen-Team des Louvre und der libanesischen Generaldirektion für antike Schätze vorangetrieben werden. Jeder Arbeitsschritt, jede Entdeckung in diesem seit der Bronzezeit verschütteten Labyrinth bringt neue Erkenntnisse über die Blütezeit von Byblos.

Deutsche Debatte – gesehen von/in Haaretz

Shira Miron, Doktorantin der Yale University, Research Fellow am Leibniz Center for Literary and Cultural Research in Berlin, über ihre Sicht auf die deutsche Debatte.

Arabische Spuren in Deutschland

„Menschen aus dem Nahen Osten lebten auch schon vor über 100 Jahren in Deutschland, doch da sah das arabische Leben hier noch ganz anders aus. Du möchtest Einblicke in die Geschichten von arabischen Menschen und ihren Erfahrungen in Deutschland im letzten Jahrhundert? Dann schau mal bei der Release Veranstaltung unseres Blogs vorbei. Hier erfährst du wie Deutsch-Arabische Beziehungen damals aussahen und wer die ersten Brücken zwischen den Kulturen erbaute. Viele spannende Beiträge unseres Blogs werden bei Snacks und Getränken vorgestellt. Also komm vorbei für eine Reise in die Arabische Vergangenheit Deutschlands.“

Pressemitteilung der FU

Geld oder nicht Geld …

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit, einschließlich des Zivilen Friedensdienstes (weiter) unter Druck – was soll erlaubt sein und wer entscheidet das?…

Ein Bericht der Deutschen Welle von Naomi Conrad und Birgitta Schülke

Im Rahmen dieser Fragen lohnt sicher immer wieder ein Blick hierhin.

Im Gespräch: Sally Azar

Ökumenisches Gespräch mit der evang. luth. Pfarrerin Sally Azar aus dem Heiligen Land, direkt aus Jerusalem/ Bethlehem: „Wie habt ihr denn Weihnachten feiern können in Bethlehem?“

Zoom-Link:

https://zentrum-oekumene-de.zoom.us/j/63653563400?pwd=6AIfO8zIBZinQSX6LV7ZX3aE53VAl8.1

Meeting-ID: 636 5356 3400 | Kenncode: 264362 | Schnelleinwahl mobil: +496950502596

Bethlehems Gassen sind sonst zur Weihnachtszeit übervoll. Pilger:innen kommen hierher, um einmal im Leben diesen Ort im Heiligen Land zu sehen – jenen Ort, an dem nach der biblischen Überlieferung Jesus geboren wurde. Doch die Menschen aus aller Welt kommen nun schon das zweite Jahr nicht mehr. Auf den Treppen, die hinunter zur Geburtsgrotte führen, ist es leer. Der Krieg im Nahen Osten hat den Tourismus zum Erliegen gebracht. Die Bewohner:innen verzweifeln an den wirtschaftlichen Folgen – und der Sorge um Verwandte in Gaza.

Weihnachten in Bethlehem in einer höchst angespannten, verstörenden, bedrückenden Zeit. Wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen? Lametta und bunte Kugeln und Lichter? In dieser Zeit Weihnachten feiern? Sally Azar meint: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn wir brauchen Hoffnung“. Das Gespräch mit der jungen Pfarrerin Sally Azar bietet eine Gelegenheit, mehr zu erfahren zur aktuellen Lage und zur Zukunft der palästinensischen Christinnen und Christen im Heiligen Land.

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesanbildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN

Dazu ergänzend der Link zu einer Aufzeichnung eines inhaltsreichen Abends:

Nahostkonflikt und deutsche Debatten“ – Impuls und Gespräch mit Prof. Dr. Meron Mendel

Am 5. Dezember 2024 fand die Online-Veranstaltung „Nahostkonflikt und deutsche Debatten“ statt, organisiert von der Evangelischen Akademie Hofgeismar in Kooperation mit zahlreichen Partnerorganisationen. Der Abend bot Raum für einen offenen Dialog und Austausch zu einem der politisch und gesellschaftlich bedeutendsten Themen unserer Zeit.

Im Zentrum stand ein Vortrag von Prof. Dr. Meron Mendel, Publizist, Historiker und Pädagoge, der über die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt und deren Hintergründe sprach. Ausgehend von seinem Buch „Über Israel reden. Eine deutsche Debatte“ (2023) wurden Themen wie Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und die gesellschaftliche Bedeutung des Nahostkonflikts diskutiert.

Kooperationspartner: Evangelisches Forum Kassel, Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Kassel; Zentrum Oekumene der EKKW/EKHN; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel

Aufzeichnung des Vortrags von Meron Mendel:
https://www.youtube.com/watch?v=meIAL3Ibu8A

Operation Moses

Ein „Kalenderblatt“ des dlf von Matthias Bertsch mit Drin. Angelika
Timm

„Vor 40 Jahren flog Israel Tausende äthiopische Juden aus dem Sudan aus.
Die eigentlich als geheim geplante Aktion wurde öffentlich und erregte
Aufsehen. Dennoch machte Israel weiter: So konnten bis zum 5. Januar 1985
viele Menschen gerettet werden.“