



Prof. Hannah Pollin-Galay, Tel Aviv University – Zoom 3. März 2024 – Details
2025 Annual Naomi Prawer Kadar Memorial Lecture
Esteemed scholar Hannah Pollin-Galay explores how the Yiddish language evolved in Nazi ghettos and camps, gaining roughly 3,000 new words. Examining the works of K. Tzetnik and Chava Rosenfarb, this talk considers how these writers transformed „Khurbn Yiddish“ into powerful expressions of horror, resilience, and artistic memory.
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The Yiddish language drastically changed in the ghettos and camps of Nazi Europe. By one estimate, roughly 3,000 new words and phrases were added to the language. Many of these neologisms were of a vulgar nature, relating to topics like theft and sex work. While some people found these new words embarrassing, unseemly and just plain ugly, others attempted to uplift them and transform them into art. Among the writers that incorporated Khurbn Yiddish (Yiddish of the Holocaust), into their postwar poetry and prose, the authors K. Tzetnik and Chava Rosenfarb stand out. Each extracted and presented the aesthetic potential of Khurbn Yiddish words in different ways. K. Tzetnik emphasized the horrifying, bizarre side of Khurbn Yiddish words, molding them into an expressionistic scream. Rosenfarb, by contrast, shined a light onto the small acts of resilience contained within Khurbn Yiddish words, memories of self-expression and communication against the odds. Her ghetto terms become beautiful in the way they invite readers into scenes of everyday life under Nazi rule, moments from the margins of history that are rarely considered worthy of notice. The two authors also clash on the topic of female sexuality—and the ways that words relate to the body.
Hannah Pollin-Galay is Associate Professor in the Department of Literature at Tel Aviv University, where she is also Head of the Jona Goldrich Institute for Yiddish Language, Literature and Culture. Pollin-Galay researches and teaches primarily in the fields of Yiddish literature and Holocaust Studies, and has recently begun to foray into the field of ecocriticism. Her first book, Ecologies of Witnessing: Language, Place and Holocaust Testimony came out with Yale University Press in 2018 and her second, Occupied Words: What the Holocaust Did to Yiddish (U Penn Press, 2024) asks how the Holocaust changed the Yiddish language. She is currently working on a project exploring the fraught connections between Jews and non-human nature, across time and space. In addition to being a 2024-2025 Senior Scholar at the Fortunoff Archive for Holocaust Testimony at Yale University, Pollin-Galay is also a Yiddish Book Center Translation Fellow, where she is translating Yiddish ecopoetry from the Holocaust.
Anton Goodman am 27. Februar 2025 – 18.00 Uhr in Berlin zu Gast

Der jüdisch-orthodoxe Israeli Anton Goodman ist am 27.02.2025 zu Gast in Berlin. Zeit: 18.30 bis 20 Uhr. Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 69/70, im Knaksaal (2. Stock).
Wir lesen und hören aktuell in Nachrichten und sozialen Medien viel über die Situation in Israel und Palästina. Am 27. Februar 2025 haben Sie die Möglichkeit, in Berlin mit Anton Goodman über die aktuelle Entwicklung und die Stimmung im Nahen Osten ins Gespräch zu kommen.
Anton Goodman ist jüdisch-orthodoxer Israeli. Er ist bei der Organisation „Rabbis for Human Rights“ zuständig für Partnerschaften. Aktuell ist er regelmäßig in der Westbank, wo die Rabbis for Human Rights Präsenz zeigen und Palästinenser:innen begleiten. So begegnen sie der zunehmenden Siedlergewalt. Goodman ist verantwortlich für die Planting Justice-Kampagne, bei der in Kooperation mit palästinensischen Gemeinden, die von Gewalt und militärischen Restriktionen bedroht sind, über 1.000 Olivenbäume gepflanzt werden.
Die Veranstaltung ist auf englisch mit deutscher Übersetzung.
Zeit: 27. Februar 2025, 18.30 bis 20 Uhr
Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 69/70, im Knaksaal (2. Stock)
Über Land und Geld und Identität

Weitere Informationen:
# https://www.pillarcatholic.com/p/why-the-latin-patriarchate-is-in
(und der politischen Kultur)
medico international und Amnesty International in Deutschland warnen gemeinsam vor dem Angriff gegen internationale Institutionen des Völkerrechts.

Aufklärung und Ermittlungen im Check
Von der Beweisführung bis zur Strafverfolgung: Hamburgische Bürgerschaft beauftragt Untersuchungskommission aus vier Hochschulen mit wissenschaftlicher Aufarbeitung der NSU-Terrortat von 2001.
„Spezifische Organisationskulturen bei Polizei und Verfassungsschutz können zu stereotypen Vorstellungen von Tatverdächtigen führen“, sagt Professorin Dr. Daniela Hunold. Die Expertin für Polizeisoziologie von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist Mitglied eines Forschungsteams, das im Auftrag der Hamburgischen Bürgerschaft die Geschehnisse und Ermittlungen rund um den Mord an Süleyman Taşköprü am 27. Juni 2001 in Hamburg untersucht. Die Ergebnisse werden in einem unabhängigen, umfassenden Gutachten zusammengefaßt.
Die Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zählen zu den erschreckendsten Terroranschlägen in der jüngeren deutschen Geschichte. Ihr Entstehungskontext konnte nie vollständig aufgeklärt werden. Auch nach bislang 15 politischen Untersuchungsausschüssen und dem Abschluß des „NSU-Strafverfahrens“ sind noch viele Fragen offen.
Systematische Ursachen und gesellschaftliche Wechselwirkung im Fokus
Im Zentrum des Forschungsprojekts steht die Untersuchung der systemischen Aspekte, die zum Versagen bei der Aufklärung und Strafverfolgung des Mordes führten. Besonders im Blick sind dabei die Wechselwirkungen zwischen behördlichem Handeln und den spezifischen gesellschaftlichen, sicherheitspolitischen Bedingungen in Hamburg zur Tatzeit. „Staatliche Behörden agieren niemals im luftleeren Raum“, so Professorin Dr. Daniela Hunold. „Wir wollen untersuchen, wie das öffentliche Meinungsklima und sicherheitspolitische Programmatiken die Ermittlungsarbeit beeinflußten und zu Pfadabhängigkeiten führten.“ Die breite Unterstützung durch die Hamburger Bürgerschaft sowie den beteiligten Behörden und die besondere Interdisziplinarität des Projektteams seien hervorragende Voraussetzung für eine gelungene wissenschaftliche Aufarbeitung des NSU-Mordes in Hamburg, stellt die Berliner Polizeiforscherin heraus.
Interdisziplinarität als Erfolgsfaktor der Forschung
Die Professorinnen Dr. Daniela Hunold (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin), Dr. Constantin Goschler (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy (Universität Bielefeld) und Dr. Wolfgang Seibel (Universität Konstanz) werden im Rahmen einer interdisziplinären Untersuchung den komplexen Ursachen und Folgen des organisatorischen wie gesellschaftlichen Versagens bei der Aufklärung und Strafverfolgung des Hamburger NSU-Mords nachgehen. Im Fokus stehen vor allem die systemischen Aspekte, die zu den folgenreichen Terroranschlägen führten. Zugleich untersuchen die Wissenschaftlerinnen Wechselwirkungen und Resonanzen der Ermittlungen mit der Hamburger Stadtgesellschaft. Sie nehmen dafür auch die Zeit vor dem eigentlichen Mordfall in den Blick, um die Entstehung von Wahrnehmungs- und Handlungsmustern im Umgang mit rechter Gewalt analysieren zu können. Das Spannungsfeld von Rassismus und systemischen Dynamiken wird in die Analyse eingeschlossen. Die Forschenden erhalten vollumfängliche Akteneinsicht in die Unterlagen von Polizei, Staatsschutz und Justiz und werden im Rahmen von Interviews die Aussagen von Zeug:innen und professionellen Verfahrensbeteiligten in ihre wissenschaftliche Aufarbeitung einbeziehen.

NSU-Mord in Hamburg: Ein interdisziplinäres Forschungsteam untersucht Ermittlungsfehler und systemische Ursachen: (v.l.n.r.): Prof. Dr. Wolfgang Seibel, Prof. Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy, Prof. Dr. Daniela Hunold, Prof. Dr. Constantin Goschler Photo: Michael Zapf / Hamburgische Bürgerschaft/Michael Zapf – https://idw-online.de/de/news847691

In Gedenken an
Said Nesar Hashemi,
Hamza Kenan Kurtović,
Ferhat Unvar,
Sedat Gürbüz,
Fatih Saraçoğlu,
Gökhan Gültekin,
Vili Viorel Păun,
Mercedes Kierpacz und
Kaloyan Velkov.
Das sind die Namen der neun Menschen, die der Attentäter von Hanau aus rassistischen Motiven getötet hat. Es sind die Namen der jungen Menschen deren Tod Menschen weit über Hanau hinaus bewegt.
Diese Namen sollen den Namen des Attentäters überschatten. Aus diesem Grund werden in den sozialen Medien die Namen und Fotos der Ermordeten geteilt.
Schon am Morgen nach dem rechtsterroristischen Anschlag posteten die ersten Hanauer:innen bei Facebook und Instagram Photos der Frau und der acht Männer, die in der Nacht ermordet worden waren.
Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen in der SPD Berlin (ASJ Berlin) lädt zu einem Online-Fachgespräch ein:
Dienstag, den 18. Februar 2025 von 20:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr.
Das Thema des Abends lautet:
„Völkerrechtliche Herausforderungen der deutschen Nahostpolitik: Verpflichtungen vor IGH und IStGH?“
Dieses Fachgespräch soll eine Plattform bieten, um die völkerrechtlichen Verpflichtungen und Implikationen des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs (IGH) vom 19. Juli 2024 sowie der Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gegen Mitglieder der Hamas-Führung und der israelischen Regierung vom 21. November 2024 aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
Unser Ziel ist es, eine informierte und offene Diskussion mit einem völkerrechtlichen Schwerpunkt zu ermöglichen. Es geht vor allem darum, Brücken zu bauen und Räume für einen guten Austausch zu schaffen.
Expert*innen und Panelist*innen:
· Valentin Jeutner, Außerordentlicher Professor für Völkerrecht an der Universität Lund, Schweden
· Frank Meyer, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht mit Schwerpunkt auf internationalen Bezügen an der Universität Heidelberg
· Silvia Steininger, Postdoktorandin und Dozentin für Völkerrecht, EU-Recht und Rechtsvergleichung an der Hertie School of Governance in Berlin sowie Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg
Die Moderation übernimmt Katja Anders (ASJ Berlin).
Die Zugangsdaten zur Veranstaltung lauten wie folgt:
Link:https://spd-konferenz.webex.com/spd-konferenz/j.php?MTID=mcb0727da53ca0838f1c6a96f29df1a9d
Meetingkennnummer: 2788 612 6780
Passwort: YFkY3HtBU37 (i.d.R.n.n.)
Telefonische Einwahl: +49-619-6781-9736
Webinar mit Dr. Lex Takkenberg | 20. Februar 2025 [3:00 pm London | 16.00 Uhr Berlin]
Dr Lex Takkenberg will be speaking on a webinar hosted by the Balfour Project entitled: UNRWA and the Palestinian Refugees at a Crossroads on Thursday 20th February at 3pm UK time.
A Dutch National, Dr Takkenberg is Senior Advisor on the Question of Palestine at ARDD. From 1989 until 2019, he worked in various field and headquarters positions with UNRWA, the UN agency for Palestinian refugees, most recently at its Amman headquarters as the agency’s first Chief Ethics Officer.
He was previously UNRWA’s General Counsel, Director of Operations, and (Deputy) Field Director in Gaza and Syria.
Before joining UNRWA, he was the Legal Officer of the Dutch Refugee Council, from 1983 until 1989. A law graduate from the University of Amsterdam, where he also worked as an Academic Assistant from 1987-1989, he obtained a Doctorate in International Law from the University of Nijmegen, the Netherlands, in 1997 after having successfully defended his doctoral dissertation entitled The Status of Palestinian Refugees in International Law. Oxford University Press (OUP) published a commercial edition of the dissertation in 1998; an integral Arabic translation was published by the Institute for Palestine Studies in 2003. A new version of the book – co-authored with Francesca Albanese – was published, also with OUP, in 2020.
The webinar takes place on Thursday 20th February at 3pm UK time
Register here:
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Ein Vortrag des Islamwissenschaftlers Florian Zemmin: Neue Erzählungen für eine friedlichere Zukunft
Hörsaal – Deutschlandfunk Nova
Die Geschichten, die wir uns über uns erzählen, sind mächtig – und gefährlich. Im Nahostkonflikt etwa sind alle Parteien überzeugt, historisch im Recht zu sein. Narrative könnten aber auch eine Chance sein. Ein Vortrag des Islamwissenschaftlers Dr. Florian Zemmin. Er ist Professor für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Co-Direktor der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies.
Seinen Vortrag mit dem Titel „Konflikt ohne Ende? Welche Geschichte(n) wir heute für die Zukunft brauchen“ wurde ursprünglich am 19. November 2024 im Rahmen der Ringvorlesung
„Die Vielfalt Palästinas – eine kulturelle Zeitreise:“ an der FU Berlin gehalten und wurde für Deutschlandfunk Nova noch mal eingesprochen.
