Gaza, nicht wegschauen!

Dem Horror, dem Hunger, dem Tod etwas entgegensetzen!

Mati Shemoelof hat im Stadtsprachenmagazin dieser Tage ein Gedicht veröffentlicht:

29, (zum fremdschämen)

Nicht einmal das glaubt die Bundesregierung unterschreiben zu können.

[Und es ist keine Erklärung des Iran, Rußlands, Nordkoreas und …]

sondern ein Joint statement by:

EU Commissioner for Equality, Preparedness and Crisis Management and

Foreign ministers of

Australia,
Austria,
Belgium,
Canada,
Cyprus,
Denmark,
Estonia,
Finland,
France,
Iceland,
Ireland,
Italy,
Greece,
Japan,
Latvia,
Lithuania,
Luxembourg,
Malta,
The Netherlands,
New Zealand,
Norway, (da hat der Kanzler noch mal am selben Tag die großen Gemeinsamkeiten betont, als der PM in Berlin zu Gast war …)
Poland,
Portugal,
Slovenia,
Spain,
Sweden,
Switzerland and the
UK

We, the signatories listed below, come together with a simple, urgent message: the war in Gaza must end now.

The suffering of civilians in Gaza has reached new depths. The Israeli government’s aid delivery model is dangerous, fuels instability and deprives Gazans of human dignity. We condemn the drip feeding of aid and the inhumane killing of civilians, including children, seeking to meet their most basic needs of water and food. It is horrifying that over 800 Palestinians have been killed while seeking aid. The Israeli Government’s denial of essential humanitarian assistance to the civilian population is unacceptable. Israel must comply with its obligations under international humanitarian law.
The hostages cruelly held captive by Hamas since 7 October 2023 continue to suffer terribly. We condemn their continued detention and call for their immediate and unconditional release. A negotiated ceasefire offers the best hope of bringing them home and ending the agony of their families.
We call on the Israeli government to immediately lift restrictions on the flow of aid and to urgently enable the UN and humanitarian NGOs to do their life saving work safely and effectively.
We call on all parties to protect civilians and uphold the obligations of international humanitarian law. Proposals to remove the Palestinian population into a “humanitarian city” are completely unacceptable. Permanent forced displacement is a violation of international humanitarian law.
We strongly oppose any steps towards territorial or demographic change in the Occupied Palestinian Territories. The E1 settlement plan announced by Israel’s Civil Administration, if implemented, would divide a Palestinian state in two, marking a flagrant breach of international law and critically undermine the two-state solution. Meanwhile, settlement building across the West Bank including East Jerusalem has accelerated while settler violence against Palestinians has soared. This must stop.
We urge the parties and the international community to unite in a common effort to bring this terrible conflict to an end, through an immediate, unconditional and permanent ceasefire. Further bloodshed serves no purpose.  We reaffirm our complete support to the efforts of the US, Qatar and Egypt to achieve this.
We are prepared to take further action to support an immediate ceasefire and a political pathway to security and peace for Israelis, Palestinians and the entire region.

Deutsches Geld …

…. soll es, soll was richten? Es fehlen einem die Worte …

Die Bombadierungen, die Tötungen, die Gewalt geht weiter im Gazastreifen. Und die deutsche Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit redet in Kairo mit palästinensischen Flüchtlingen, dafür auf Arabisch…

20. Juli

Der 20. Juli erinnert an den militärischen Widerstand und das Attentat auf Adolf Hitler 1944.

Der Widerstand war viel breiter (- wenn auch klein…) lange übersehen wurder das Wirken der Frauen.

Ihrem Einsatz gilt eine Wanderausstellung und seit dem November 2024 auch eine auf zehn Jahre angelegten Edition von Sonderbriefmarken, die mit Elisabeth von Thadden (1890-1944) begonnen hat und im August mit Donata Helmrich (1900-1986) fortgesetzt wird.

Wanderausstellungen

Der Deutsche Bundestag hat 2019 „den Mut und die Leistungen der Frauen im Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur“ ausdrücklich anerkannt und gewürdigt. Er beschloß, ein Projekt der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand zur weiteren Erforschung des Themas und eine Ausstellung zu fördern. Diese Ausstellung stellt die Ergebnisse vor. Sie wurde vom 10. Juli 2024 bis zum 3. November 2024 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gezeigt. Als Wanderausstellung steht sie in zwei Versionen zur Verfügung, die Sie für die Präsentation bei Ihnen vor Ort entleihen können.

Anual Report 2024

Zum blättern

UNIVERSITÄT UND SCHOLASTIZID: VON KOMPLIZENSCHAFT ZU SOLIDARITÄT

Spore hosts: Erste Jahreskonferenz – Verein palästinensischer und jüdischer Akademiker*:innen (PJA)

Diese Konferenz möchte das Konzept des Scholastizids für ein Verständnis der aktuellen Situation in Palästina kritisch einsetzen und dadurch die Verantwortung von Universitäten und Bildungskräften, insbesondere in Deutschland, herausarbeiten. Seit Jahrzehnten und insbesondere seit Oktober 2023 wird der von Karma Nabulsi geprägte Begriff Scholastizid verwendet, um die absichtliche und systematische Zerstörung der Bildungsinfrastruktur in Palästina und die Unterdrückung des akademischen Lebens aufgrund der israelischen Militäraktionen im Gazastreifen zu beschreiben. Die intensiven Bombardierungen und Bodenoperationen werden gezielt gegen Schulen, Universitäten und akademische Einrichtungen eingesetzt und sind für Tod von Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsangestellten sowie für die Zerstörung von Bibliotheken, Unterrichtsräumen und Forschungszentren verantwortlich.  

Die Verwendung des Begriffs Scholastizid neben verwandten Konzepten wie Educide und Epistemizid ermöglicht es, die Zusammenhänge zwischen Kausalität, Kontinuität und Interdependenz zwischen der Zerstörung eines Bildungssystems und der Auslöschung des palästinensischen Lebens, der palästinensischen Kultur und Erinnerung nachzuvollziehen. Er befasst sich auch mit der Unterdrückung, Marginalisierung und Ausgrenzung palästinensischer Wissenschaftler*innen in Europa. Darüber hinaus kann die Verwendung dieser Konzepte dazu beitragen, Probleme, wie den seit Jahrzehnten bestehenden erschwerten Zugang zu Bildung für Palästinenser*innen sowie die Zerstörung zukünftiger Bildungschancen zu beleuchten.

Angesichts dieser verheerenden Situation stellt diese Konferenz die Frage: Welche Verantwortung tragen Wissenschaftler*innen, Forscher*innen und Universitäten weltweit? Inwiefern sind bestimmte akademische Disziplinen und Bildungseinrichtungen explizit oder implizit an diesem anhaltenden Scholastizid beteiligt? Welche Formen nimmt diese Komplizenschaft an? Welche Strategien wenden Studierende, Lehrende und Forschende an, um über die Mittäterschaft hinaus Solidarität mit einem Volk zu entwickeln, dessen Zugang zu Bildung nicht nur gestört, sondern systematisch und gewaltsam zerstört wurde?  

Als Vereinigung palästinensischer und jüdischer Akademiker*innen (PJA), die sich für Gerechtigkeit, Wissenschaftsfreiheit und antikoloniale Wissenschaft einsetzen, veranstalten wir diese Konferenz, um kritisch zu untersuchen, wie die globale akademische Gemeinschaft auf die Zerstörung des palästinensischen Bildungswesens reagiert. Diese Auftaktveranstaltung spiegelt unsere gemeinsame Sorge um die Auslöschung der intellektuellen Zukunft Palästinas und die moralischen und rechtlichen Verpflichtungen wider, denen sich Wissenschaftler*innen und Institutionen weltweit, insbesondere in Deutschland, stellen müssen. Wir laden die Teilnehmenden ein, darüber nachzudenken, welche Handlungsmöglichkeiten angesichts institutioneller Komplizenschaft und epistemischer Gewalt bestehen. 

Organisiert vom Verein palästinensischer und jüdischer Akademiker*innen (PJA)

Teilnehmende 
  
Dana Abdel Fatah* (Berlin, DE), Najat Abdulhaq (Birzeit, PA), Alice von Bieberstein (Berlin, DE), Luis Cortés (Berlin, DE), Roser Garí Pérez (Berlin, DE), Aurélia Kalisky* (Berlin, DE), Feras Hammami (Göteborg, SE), Elad Lapidot* (Lille/Berlin, FR/DE), Nitzan Lebovic (Bethlehem, USA), Agata Lisiak (Berlin, DE), Rafaëlle Maison (Paris, FR), Mimo (Berlin, DE), Dirk Moses (New York, USA), Ben Ratskoff (Los Angeles, USA), Nahed Samour* (Nijmegen, NL), Sbeih Sbeih (Lyon, FR), Marc Siegel* (Mainz, DE), und Jorge Vega (Berlin, DE).

Kalender 2025 – Juli

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2024

The Parents Circle – Families Forum is a unique grassroots organization, whose power stems from the collaborative work of its members – more than 700 Palestinian and Israeli bereaved families who have all lost a loved one to the conflict. With the unprecedented hostility that has now emerged between the sides, the Forum presents a different and much needed perspective. Our goal is to inspire with a sense of empathy and reconciliation, rather than hatred and revenge. We choose to work side by side in partnership to build a better future for everyone. We mothers, fathers, sisters and brothers, children, wives, and husbands who have lost loved ones, understand that the pain of loss is the same for both sides, and the tears that fall are no different. We, who have paid the highest price, stand for the sanctity of life. (Donation Link)

Es war das zehnte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:

Allianz für Frieden im Nahen Osten – Ein Begleiter durch das Jahr 2025

Erschienen in Zusammenarbeit mit allmep.org

Kalender 2025


Boykott oder nicht …?

Nach vielen weiteren Vereinigungen und auch wissenschaftlichen Gesellschaften, erreicht die Debatte über Umwege jetzt auch die DGS. Unabhängig, wie man:frau die Entscheidung bewertet, ist sie auch ein Indiz dafür, wie sich die Debatten international von denen in Deutschland unterscheiden.

Entscheidung der International Sociological Association (ISA), die kollektive Mitgliedschaft der Israelischen Gesellschaft für Soziologie (ISS) beim ISA Forum in Marokko auszusetzen.

Stellungnahme der Israeli Sociological Society (ISS) vom 5. Juli 2025

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie von 7. Juli 2025

Stellungnahme von Gabriele Rosenthal und Artur Bogner vom 3. Juli 2025

Eine Vision in dunkler Zeit

Der Kulturzionist Martin Buber wird neu gelesen. Seine Utopie eines binationalen Israel-Palästina eröffnet Perspektiven, die es dringend braucht….

Ayman Odeh, Demokratie live // 73!

(In addition: Editorial from Haaretz)

On Monday, July 14,2025 the Knesset will vote on the impeachment of Arab lawmaker Ayman Odeh, a longtime public leader who has consistently advocated for peace, civil rights, and Jewish-Arab partnership within Israel. 

As The Abraham Initiatives’ Co-CEO, Amnon Be’eri-Sulitzeanu, explained in his recent op-ed, the campaign against Odeh threatens to undermine the democratic participation of Palestinian citizens across Israel and the future of Jewish-Arab political partnership. Though the proceedings were ostensibly sparked by a Twitter post by Odeh, legal experts agree that his statements fall far short of the standards for impeachment. In reality, the situation represents a targeted effort by far-right extremists to exclude the Arab public from civic life.

As the prospect of elections looms, efforts like these endanger the possibility of true political partnership between Arab and Jewish citizens of Israel. Indeed, in a recent survey, The Abraham Initiatives found that attempts to disempower Arab representatives are a major deterrent to Palestinian citizens considering whether or not to exercise their right to vote.

We hope you will join us for a briefing on Wednesday, July 16, at 9:00 a.m. PT / 12:00 p.m. ET with The Abraham Initiatives’ Co-CEO, Amnon Be’eri-Sulitzeanu, and Director of Public Affairs, Yanal Jabarin. They will discuss the full implications of the impeachment vote, whatever the outcome, and how it may impact our work to increase the Arab community’s democratic participation in the next elections. 

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Nachtrag: 22.00 Uhr (14.07.2025)