Lapide und Lapide

Neu auf YouTube: Gesprächsabend über Pinchas Lapide

Dr. Yuval Lapide zu Gast beuím DKR, er ging in seinem Online-Vortrag Werk und Wirken seiner Eltern Pinchas und Ruth Lapide ein und zeigte, wie diese den jüdisch-christlichen Dialog seit den 1960er-Jahren im deutschsprachigen Raum maßgeblich prägten. Dr. Lapide berichtete anschaulich, wie es dazu kam, daß sein Vater zu einem bedeuteten Brückenbauer in den jüdisch-christlichen Beziehungen wurde.

Den Vortrag und die anschließende Diskussion können Sie auf unserem Youtubekanal anschauen unter:
youtube.com/watch?v=4_HP0ToN-54&si=EnSIkaIECMiOmarE

SAVE THE DATE: Am 28. Juni 2023, 18.30 Uhr wird Dr. Yuval Lapide in einem weiteren Online-Vortrag über seine Mutter Ruth Lapide sprechen und anhand von zahlreichen Bildern ihr Lebenswerk im jüdisch-christlichen Dialog nachzeichnen. Weitere Informationen hierzu sowie den Link zur Anmeldung erhalten Sie ungefähr vier Wochen vor der Veranstaltung.

Leibnitz-Gemeinschaft: Fundstück des Monats

Bogensee: Diktaturen im Wald

Ein verlassenes Gelände mitten im Brandenburgischen Wald, im Norden von Berlin, am Bogensee. Wer heute dorthin fährt, kann nur raten, was das für ein Ort ist. Keine Infotafel deutet darauf hin, dass dieses Gelände von zwei deutschen Diktaturen geprägt wurde: Hier baute man den “Waldhof” von Nazipropagandaminister Joseph Goebbels und später eine DDR-Kaderschmiede.

In sechs Folgen gehen Markus Dichmann und Gina Enslin auf die Reise durch die Geschichte des Geländes: Welche Rolle spielte dieser Ort für Joseph Goebbels? Was erlebten die Student:innen hier in DDR-Zeiten? Warum liegt Bogensee seit über zwanzig Jahren so verlassen da? Wir sprechen mit Historiker:innen, Zeitzeug:innen und Expert:innen. Dabei wollen wir auch wissen, was aus diesem Ort werden kann und wofür das Gelände am Bogensee heute steht: Für Diktatur, Propaganda und Ideologie? Für Gemeinschaft und Visionen? Für verpasste Chancen und ungenutzte Möglichkeiten? Für Verdrängung und Vergessen?

Hier geht es zum Podcast….

Um was geht es (auch) bei der „Justizreform“ in Israel?

Ein interessanter Beitrag von Michele Chabin auf der Seite

RNS Logo

Critics say Israeli judicial reform would end checks on Orthodox Jewish establishment

Critics of proposed judicial reform fear that it would allow the so-called religious parties that make up a crucial swing vote in Israel’s Knesset, or parliament, to impose fervently religious norms on the country’s non-Orthodox majority. 

Über ein Leben in Berlin

Über einen heilenden Desintegrationsprozess

Ein Beitrag von Mati Shemoleof – Übersetzt von: Joey Bahlsen, zuerst erschienen: Stadtsprachen, 24

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fmshmueloff%2Fposts%2F2155644617969110&show_text=true&width=500

Und auf Hagalil.

Israel – die Agenda der Radikalen

Charles Enderlin in einem längeren Beitrag in Le Monde diplomatique online nachzulesen

„Während Zehntausende in Tel Aviv und Jerusalem gegen die geplante Abschaffung des Rechtsstaats auf die Straße gehen, eskaliert der Konflikt mit den Palästinensern. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht, solange in der Regierung Vertreter der radikalen Siedlerbewegung das Sagen haben.“

Noch schwieriger: Permission granted …

Israel Bans Young Palestinians From Entering the Country for ‚Peace-building‘ Meetups

Hagar Shezaf berichtet in Haaretz über eine weitere „kleine Hürde“ …

Until now, Palestinians were allowed to enter at any age to participate in face-to-face ‚peace-building‘ meetings, provided there was no specific cause to ban them ■ ‚The policy was changed now, of all times, when there’s more need than ever to expand our joint Israeli-Palestinian activities,‘ says peace activist Doubi Schwartz

Hummus, Apfelmus, Rassismus

Studierende über das Arabisch-Sein

Arabistik-Studierende der FU Berlin haben kreativ erforscht, was es heißt in Deutschland arabisch zu sein. Ihre Antworten stellten sie in einer berührenden Performance vor – ein Beitrag von Eva Murašov im Tagesspiegel vom 14. Februar 2023.

Gemeinsames Statement zur Lage im Nahen Osten

Erklärung der Außenministerinnen und -minister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten

[Angesichts der Lage kann einen die Frage überkommen, ob es sich dabei um das Pfeiffen im Wald handelt …, wenn den Worten keine Taten folgen …]

Wir, die Außenministerinnen und -minister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten, sind zutiefst beunruhigt über die Ankündigung der israelischen Regierung, annähernd 10.000 Siedlungseinheiten zu genehmigen, sowie einen Prozess zur Normalisierung von neun Außenposten einzuleiten, die bislang nach israelischem Recht als illegal galten.

Wir lehnen diese einseitigen Maßnahmen entschieden ab, die lediglich dazu geeignet sind, die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern zu verschärfen und die Bemühungen um die Aushandlung einer Zweistaatenlösung zu untergraben.
Wir setzen uns weiterhin für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten ein, der das Ergebnis unmittelbarer Verhandlungen zwischen den beiden Parteien sein muss. Israelis und Palästinenser verdienen es, in Frieden zu leben und gleichermaßen in den Genuss von Freiheit, Sicherheit und Wohlstand zu kommen.

Wir bekräftigen unser Eintreten dafür, Israelis und Palästinensern dabei zu helfen, die Vision eines vollständig in den Nahen Osten integrierten Staates Israel zu verwirklichen, der Seite an Seite mit einem souveränen, lebensfähigen Staat Palästina zusammenlebt. Wir werden die Entwicklungen vor Ort, die Auswirkungen auf die Realisierbarkeit der Zweitstaatenlösung und die Stabilität in der Region insgesamt haben, weiterhin aufmerksam verfolgen.

14. Februar 2023

Hanau erinnern!

19. Februar 2020 hat ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven getötet.

Gökhan Gültekin,
Sedat Gürbüz,
Said Nesar Hashemi,
Mercedes Kierpacz,
Hamza Kurtović,
Vili Viorel Păun,
Fatih Saraçoğlu,
Ferhat Unvar und
Kaloyan Velkov.

Ein Bericht in der FAZ über eine Gedenkveranstaltung

Empathie als Aufgabe und Chance

Understanding the Pain of OthersThe Holocaust, the Nakba und German Memory Culture

Podiumsdiskussion vom Donnerstag, 2. Februar 2023, 19:00 h

Auf Youtube kann die Veranstaltung nachgehört/nachgeschaut werden.

Gesprächsleitung: Susan Neiman, Potsdam

 
In her book Understanding the Pain of Others, the author Charlotte Wiedemann pleads for a new inclusive memory culture that promotes solidarity instead of competition among victims. Doing justice to the victims of colonial crimes and their descendants does not call into question the specificity of the Shoah. On the contrary: the importance of human rights for all is a central lesson from the Holocaust. But tragically, Holocaust memory has not brought us much closer to such universal values.
In their co-edited volume The Holocaust and the Nakba: A New Grammar of Trauma and History Amos Goldberg, Bashir Bashir, and the contributors to the volume explore the possibility of creating a shared language for discussing the memories of two entangled, but entirely different historical events: the genocide of European Jews and the displacement of Palestinians. At the center of this new language is the concept of empathic unsettlement which challenges the mutual denial of the suffering of the Other, recognizes the political asymmetries in Israel-Palestine, and gives rise to an egalitarian binationalism.
This debate was originally scheduled to take place in the Goethe Institute Tel Aviv but was cancelled due to political pressure.


Charlotte Wiedemann
is a journalist and author. She has published numerous books on international topics, most recently Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis (2022). Afflicted by silence in her own family, she has followed debates about German responsibility for National Socialism for four decades.

Bashir Bashir
is associate professor of political theory at the Open University of Israel and senior research fellow at the Van Leer Jerusalem Institute. His research interests are: democratic theory, nationalism and citizenship studies, liberalism, decolonization, and reconciliation. His most recent publication is The Arab and Jewish Questions: Geographies of Engagement in Palestine and Beyond (2020).
 
Amos Goldberg is associate professor of Jewish History and Contemporary Jewry at the Hebrew University of Jerusalem. For decades he has researched Holocaust memory at the intersection of history, critical theory, and literature. His publications include Trauma in First Person: Diary Writing during the Holocaust (2017) and his co-edited volume Marking Evil: Holocaust Memory in the Global Age (2015).