Das vierte Fenster

Ein Blick zurück auf den 2018 verstorbenen israelischen Dichter Amos Oz

Ein arte Porträt – Amos Oz galt als wichtigster Autor Israels und das jüdische Gewissen seiner Generation. 2018 ist er mit 79 Jahren verstorben. Die Dokumentation erzählt vom Leben und Schreiben des weltberühmten Schriftstellers, der kurz vor seinem Tod über sein Leben reflektiert. Inwiefern werden die persönliche Biographie von Amos und die Geschichte Israels in seinen literarischen Werken widergespiegelt?

screenshot arte Amos Oz Portrait

Selber ’schuld‘?

„Der“ Westen und „der“ Nahe Ostem – eine Beziehung in Bewegung: Ein Beitrag von Walid Al-Sheikh aif der Plattform qantara.de gibt reichlich Stoff zum Nachdenken.

Abkehr vom Westen – Die arabische Öffentlichkeit verändert zunehmend ihre Haltung gegenüber der Rolle von USA und Europa im Nahen Osten. Dies wird Folgen für die Zukunft der Region haben.

Während die Großmächte im Nahen Osten weiterhin miteinander um Einfluss ringen, wächst in der öffentlichen Meinung die Unzufriedenheit mit den Vereinigten Staaten und in geringerem Maße auch mit der Europäischen Union. Im Gegensatz dazu gewinnen Russland und China an Popularität.

Ausriß qantara.de

Neue, spezielle i&p

Frisch aus der Druckerei: Zwei neue Ausgaben

cover i&p francais  english

Nicht nur auf Deutsch werden unsere Hefte gelesen, die aktuelle Ausgabe zum New Imperial Hotel in der Jerusalemer Altstadt gibt es jetzt in einer englischen Ausgabe. Durch Unterstützung des Kelman-Institutes in Wien konnten wir den Beitrag von Ofer Zalzberg aus der Sonderausgabe Religion und Frieden jetzt auch auf Französisch bereitstellen.

Und auch das englische Heft selbst (‚Conflict Transformation Across Worldviews and Advancing ‚Religious Peace‘) haben wir in diesem Sommer nachgedruckt.

Im falschen Film …

zu sein, könnte man:frau versucht sein zu denken, aber

Der Diskurs eskaliert, schreibt Jakob Reimann in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Junge Welt und bringt einen Beitrag zur heftigen Debatte gegen die renommierte, international anerkannte Nahostwissenschaftlerin Drin. Muriel Asseburg.

Der eskalierte Diskurs
Besatzer gibt’s nur im Donbass, niemals auch in Palästina: Reaktionen auf Interview bei Jung & naiv zeigen »Unmöglichkeit der deutschen Nahostdebatte«. Von Jakob Reimann

Hanno Hauenstein twittert aktuell das Vorgehen der „faschistoiden Organisation Im Tirzu“ und die physischen Einschüchterungen gegen Muriel Asseburg in Tel Aviv.

Achtungszeichen von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Berlin: In der gestrigen Presseerklärung stellt sich die SWP demonstrativ hinter Drin. Asseburg: „Unsere sehr geschätzte Kollegin Dr. Muriel Asseburg sieht sich seit geraumer Zeit scharfen Anfeindungen ausgesetzt..“ und: „Die aktuellen Vorwürfe haben jedoch eine andere Qualität: Wenn Zitate verkürzt oder verfälscht wiedergegeben und Interpretationen des Gesagten genutzt werden, um gezielt Empörungen zu schüren, dann sind diese Vorwürfe in der Sache und im Ton unangemessen. Dies betrifft insbesondere den Vorwurf des Antisemitismus. Dagegen verwahren wir uns entschieden.“

Zu einem demokratischen Stil zurückkehren, das erhofft sich pax Christi Deutschland in Bezug auf die aktuellen Ereignisse rund um die Äußerungen von Muriel Asseburg.

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Als diAk treten wir für einen sachlichen, offenen, fairen Austausch in der Debatte ein, der kontrovers sein mag und auch herausfordernd. Drin. Muriel Asseburg erleben wir als eine souverän abwägende, unverzichtbare akademische und wissenschaftliche Persönlichkeit und schätzen ihre Analyse und ihre Beiträge.
Persönliche und physische Angriffe von Kritiker:innen auf Personen, wie auf Muriel Asseburg gestern (12. Juli 2023) in Tel Aviv, lehnen wir entschieden ab.

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Ergänzung: (4. August 2023) Beitrag von Gert Krell vom Blog des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Akevot

Wer kann was wann wie erinnern – in der Auseinandersetzung um Geschichte geht es im um die Deutungshoheit in der Gegenwart

Ein Beispiel für diese Arbeit ist das israelische Institut Akevot

Akevot Institute for Israeli-Palestinian Conflict Research was founded in 2014 out of a recognition of the unique role archives can play in breaking conflict-enhancing myths, fostering fact-based discourse, and supporting the work of human rights defenders.  We make archives a tool for change by researching and exposing mechanisms, processes and events who play a role in the perpetuation of the Conflict. We assist human rights defenders and civil society organizations in accessing archival documentation relevant to their work. We campaign to expand the public’s access to government archives to promote transparency and freedom of information.

Helfen Regenschirme?

Erster Teil der Justizreform in der Knesset abgesegnet

Im Bericht von Mareike Enghusen im Tagesspiegel heißt es:

Derweil scheinen die Forderungen nach einem härteren Vorgehen gegen Demonstranten Wirkung zu zeigen. Videos auf sozialen Medien zeigen, wie berittene Polizisten in Jerusalem und Tel Aviv Demonstranten mit ihren Pferden rammen. Mindestens ein Mensch soll dabei verletzt worden sein. Bis Dienstagnachmittag wurden zudem mindestens 60 Menschen wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen.

Die Organisatoren der Protestbewegung machen derweil klar, sich von dem härteren Vorgehen nicht einschüchtern lassen zu wollen. „Die Polizei setzt bereits Wasserwerfer ein“, meldeten sie am Dienstagnachmittag mit augenzwinkerndem Emoji über ihre Kanäle in den sozialen Medien. „Bringt Regenschirme mit.“

Hier die Sicht des ORF

iReturn

Über die / aus der Arbeit der israelischen NGO ‚Zochrot

About iReturn

iReturnNavigate Palestine, Imagine The Future, is an upgraded version of the famous trilingual iNakba App first launched in 2014.

Zochrot Navigate Palestine

The App is designed to enhance understanding of the Palestinian Nakba, it’s manifestations in the landscape and the possibility for redress.  

With the iReturn app, Zochrot aims to  use technology to re-tell a suppressed history and to reveal Israel’s hidden landscape of ethnic cleansing and forced expulsions. It gives users and beneficiaries a tool through which they could learn that history but also envision a just, viable, and peaceful solution to the ongoing crisis facing Palestinian refugees and internally displaced persons (IDPs).  … (mehr)

Vor 125 Jahren geboren

Erich Maria Remarque (1898-1970)

Das „Erich Maria Remarque Jahrbuch“ und die die „Schriften des Erich Maria Remarque Archivs“, beide erscheinen im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht (heute BRILL Deutschland GmbH), erinnern an Wirken und Nachwirken diesen greoßen deutschen Autors.

Erich Maria Remarque in Osnabrück geboren, avancierte zu einem der renommiertesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, vor allem durch den großen Erfolg seines Romans „Im Westen nichts Neues“. Während des ersten Weltkrieges wurde Remarque als Soldat eingezogen und erlebte die Grausamkeiten des Krieges an vorderster Front. Diese Erfahrungen prägten sein literarisches Schaffen.

Cover Literatur zu im Westen nichts Neues von Remarque


Remarque veröffentlichte „Im Westen nichts Neues“ im Jahr 1928 und es wurde sofort zu einem internationalen Bestseller. Das Buch erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Soldaten im Ersten Weltkrieg, deren anfängliche Euphorie schnell von der traumatischen Realität des Krieges eingeholt wird. Remarques Roman vermittelt die bedrückende Sinnlosigkeit des Krieges.

Von den Nationalsozialisten wurde Remarque als „entartet“ diffamiert und verfolgt. Deshalb emigrierte er 1931 erst  in die Schweiz und später in die USA. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden seine Bücher verboten und 1933 öffentlich verbrannt. 1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1939 emigrierte er in die USA. Er starb am 25. Spetember 1970.

kurz & knapp der BpB

Verhindert die israelische Zivilgesellschaft eine illiberale Wende?
Interview über die Justizreform in Israel

Ein Gespräch mit Dr. Peter Lintl, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin