Rabbi David Rosen, Special Advisor to the Abrahamic Family House in Abu Dhabi, and Religions for Peace Co-President, shared his powerful remarks virtually to help drive our conversation from afar.
Von ihm ist in der Schriftenreihe des diAk im übrigen ein Band mit Reflektionen erschienen, die mit arabischen Zusammenfassungen versehen sind.
Darin fordert der Kommissar „die deutschen Behörden auf, die Meinungsfreiheit und das Recht auf friedliche Versammlung im Zusammenhang mit dem Konflikt in Gaza zu wahren“.
Wie (nicht nur) gerade der Fall um Iris Hefets in Bremen zeigt, sind anscheindend die Heinrich Mann‘schen Hilferdings in diesem System präsenter und einflußreicher als Menschen mit Rückrat im Sinne von Tucholsky und von Ossietzky.
Wie viel Frieden steckt in der Religion und im Glauben?
Ein Interview mit Pfarrer Dr. Andreas Goetze, Vorstandsmitglied des diAk, seines Zeichens Referent für den Interreligiösen Dialog mit dem Islam im Zentrum Oekumene von EKHN und EKKW über Hoffnung, Mißbrauch von Religion und Dialog im Nahostkonflikt.
Viele heilige Stätten im Nahen Osten sind für Judentum, Christentum und Islam von zentraler Bedeutung: Die Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichte spielen in dieser Region, ebenso wie weitere christliche, viele islamische und jüdische Überlieferungen. Und doch: Statt Frieden erleben die Menschen dort immer wieder Gewalt. Auch nach dem jüngsten Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran bleibt die Lage angespannt.
Gründe für den Nahostkonflikt und Religion als Ideologie
Goetze betont: Der Ursprung des Israel-Palästina-Konflikts liegt nicht im Religiösen – sondern in Fragen von Land und Besitz. Er beobachtet, wie sich Religion in eine politische Ideologie verwandelt. Die größte Herausforderung liege in religiös aufgeladenen, exklusiven Nationalismen. Deshalb warnt er: „Religion wird dazu mißbraucht, eigene Land- und Besitzansprüche unter Ausschluß der jeweils anderen zu legitimieren. Dann geht es um absolute Wahrheiten ohne Kompromiß.“
Menschen miteinander ins Gespräch bringen – Schmerz teilen
Pfarrer Goetze fordert Gläubige auf, „gegen diesen Mißbrauch von Religion lautstark zu protestieren“, weil das den liebenden, gerechten und barmherzigen Gott bezeuge. Trotz aller Spannungen sieht Goetze Hoffnung. In Begegnungen von jüdischen und muslimischen Gläubigen habe er erlebt, wie Menschen einander zuhören, sich vom Schmerz des anderen berühren lassen. Deshalb empfiehlt Andreas Goetze: „Wir brauchen mehr Verständigungsorte. Räume, in denen wir lernen, den Schmerz des anderen wahrzunehmen.“
Wie sich der Krieg auf die Menschen im Nahen Osten auswirkt und welche religiösen Aspekte außerdem eine Rolle spielen, läßt sich im kompletten Interview nachlesen: evangelisch.de im Juni 2025
Wöchentlich Mahnwache – jeden Freitag, 17–18 Uhr, Blücherplatz 1 (vor der Amerika-Gedenkbibliothek, ZLB), 10961 Berlin. Für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina – gegen das Aushungern, Töten und Vertreiben in Gaza und für die sofortige Rückkehr der Geiseln.
Der Prager Kinderarzt Berthold Epstein (1890 – 1962)
Die etwas andere Buchvorstellung in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg mit Dr. Vera Trnka und Dr. Stephan Heinrich Nolte
Am 28. April lud die Hochschule gemeinsam mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma zu einer besonderen Buchvorstellung ein: „In den Grauzonen der Geschichte: Der Prager Kinderarzt Berthold Epstein (1890–1962)“. Über 60 Gäste folgten gespannt den Ausführungen von Vera Trnka und Stephan Heinrich Nolte, die von jahrelanger Forschung, bedeutenden Entdeckungen und persönlichen Verbindungen berichteten.
Am 9. April 1945 wurde der Theologe und Widerstandskämpfer ermordet, hingerichtet im Konzentrationslager Flossenbürg auf ausdrücklichen Befehl Hitlers. (EKD-Seiten)
Interview mit Heinrich Bedford-Strohm (Radio Horeb), Vorsitzender des Zentralausschusses des Weltkirchenrats, über das bleibende Vermächtnis Bonhoeffers.