Mixed Heritage

Die Situation von Menschen, deren Eltern aus verschiedenen Kulturen/Religionen/Nationen kommen, hat die aktuelle Lage noch schwerer werden lassen, wie Tara Abhasakun in einem Beitrag für RNS beleuchtet (und zeigt einmal mehr, wie wenig weit und weitsichtig solche Narrative für Menschen sind…)

Wenig Wissen, viele Unterstellungen

In den Evangelischen Kommentaren zu Religion und Gesellschaft Zeitzeichen setzen sich aktuell Katja Dorothea Buck und Jens Nieper mit der deutsche Debatte über Nahost nach dem 7. Oktober 2023 auseinander.

Mit Blick auf den 1. März 2023, den von den Palästinenserinnen gestalteten, Weltgebetstag der Frauen eine lohnende Lektüre – und ein wichtiges Korrektiv zur Haltung des Deutschen Weltgebetstagskomitees und seinen Eingriffen in die Stimme der christlichen Geschwister im „Heiligen Land“.


Lesehinweis, der zumindest die aktuellen Beiträge dokumentiert und verlinkt:

https://www.jerusalemsverein.de/weltgebetstag-2024-palaestina/

Vor 60 Jahren

Zum ersten Mal seit der Existenz der Kirche reiste ein Bischof von Rom ins Heilige Land: Paul VI. p.p. besuchte vom 4.-6. Januar 1964 die Stätten der Christenheit - in einer komplexen politischen Gemengelage zwischen Israel, zu dem der Vatikan zu dieser Zeit keine offiziellen Beziehungen hatte und zu den Jordaniern und Palästinensern.

Höhepunkt und zentrales Ereignis war ohne Zweifel die Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras, dem Ehrenoberhaupt der weltweiten Orthodoxie. Andreas und Petrus umarmen einanander, zum ersten Mal seit dem morgenländischen Schisma des 11. Jahrhunderts!

Bericht auf der Seite von Radio Vatikan / Kustos der Franziskaner in Bethlehem 2024 ruft zu Gerechtigkeit auf!

25. Dezember

Für die einen ist der Friedensfürst geboren, für andere muß der Krieg weitergehen bis zum endgültigen Sieg über die Hamas, wieder andere sorgen sich um das Schicksal ihr Lieben, die weiterhin Geiseln in Gaza sind, die Bombardierungen gehen unvermindert, zum Teil intensiviert weiter, Kinder sterben, Soldaten und Zivilist:innen … Menschen zuallerest, im Angesicht Gottes geschaffen …

Was kann einen Ausweg aus dieser Spirale bringen, was nur …

Screenshot aus einem Klagegottesdienst der Ev. Weihnachtsgemeinde in Bethlehem 2023

An diesem Abend

Nicht einfach, daran festzuhalten, daß es der Friedensfürst ist, der Erwartete, Ersehnte … Feiern im Angesicht all der Gewalt, nicht nur in der Region, die manche (von uns) Heiliges Land nennen.

Es sind drei Gaben, die von den Weisen „aus dem Osten“ in dieser Nacht gebracht werden, Gold -, Weihrauch, priesterliches Zeichen für das Neugeborene, und Myhrre… jene Substanz, mit der Gekreuzigte eingehüllt werden wird – auch Christtag ist schon ein kleines Ostern.

Es sollen sich Gerechtigkeit und Frieden umarmen, bald, bald, bald …

Geburtskirche und Kirche St. Katharina

„This is the divine message of hope and peace that Christ’s Nativity inspires within us, even in the midst of suffering. For Christ himself was born and lived amid great suffering. Indeed, he suffered for our sake, even unto death upon a cross, in order that the light of hope would shine into the world, overcoming the darkness (John 1:5).

It is in this spirit of Christmas that We, the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem, denounce all violent actions and call for their end. We likewise call upon the people of this land and around the globe to seek the graces of God so that we might learn to walk with each other in the paths of justice, mercy, and peace. Finally, we bid the faithful and all those of goodwill to work tirelessly for the relief of the afflicted and towards a just and lasting peace in this land that is equally sacred to the three Monotheistic Faiths.

„In these ways, the hope of Christmas will indeed be born once again, beginning in Bethlehem and extending from Jerusalem to the ends of the earth—thus realizing the comforting words of Zechariah, that “the dawn from on high will break upon us to give light to those who sit in darkness and the shadow of death, guiding our feet into the way of peace” (Luke 1:78–79).“In these ways, the hope of Christmas will indeed be born once again, beginning in Bethlehem and extending from Jerusalem to the ends of the earth—thus realizing the comforting words of Zechariah, that “the dawn from on high will break upon us to give light to those who sit in darkness and the shadow of death, guiding our feet into the way of peace” (Luke 1:78–79).“

Ich trage Deinen Namen nach Bethlehem …

Die Stadt ist wie ausgestorben, keine Tourist:innen und zum Christfest auch keine Pilger:innen in Bethlehem … anders als zu Pandemiezeiten aber aus ganz anderen Gründen und im Angesicht der fortdauernden Gewalt…

Seit Jahren tragen die deutschen Benediktiner auf dem Zion (Dormitio), die Namen, die sie zuvor (bis zum Freitag, 22. Dezember) übermmittelt bekommen haben „symbolisch“ und analog in der Heiligen Nacht hinüber zur Krippe …

Mehr Informationen im Flyer

Und wie alle Spiritualität braucht auch dieses geistliche Unterwegs-Sein – die Diakonie: Also wer helfen will… die Mönche und Brüder schreiben dazu:

„Wir haben es uns daher zu einem guten Brauch gemacht, dass wir mit unserer „Namensaktion“ auch zugleich die herzliche Einladung zu einer Spendenaktion aussprechen. Die Spenden kommen einerseits unserer Gemeinschaft in ihren verschienen Diensten zugute. Vor allem aber unterstützen wir damit soziale Projekte und Einrichtungen in Bethlehem: Schulen für Kinder mit Behinderung, Pflegeheime, Day-Care-Programme, Werkstätten und Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Behinderung, Familienprojekte.“

Weltgebetstag 2024

Seit über hundert Jahren – Eine der größten ökumenischen Bewegungen der Welt bringt jeweils am 1. Freitag des Monats März Menschen unter dem Gedanken „Informiert Beten“ zusammen. Nach 1994 ist auch 2024 wieder das palästinensische Komitee mit der Erarbeitung der Liturgie beaufragt worden.

Jetzt entscheidet das „Deutsche Komitee“ anders und „für die Schwestern“ …

Hier die Stellungnahme des Berliner Jerusalemsvereins:

Logo Jerusalemverein

Am Abend des 3. Dezember

Wir werden in den nächste Monaten sehen, was der 7. Oktober wohin verändert hat / verändern wird – auf allen Seiten, vielleicht sind dabei auch konstruktive Veränderungen.

Mansour Abbas, der in (und mit) der letzten israelischen Regierung bereit war, einen offen kooperativen Weg zu gehen, hat jetzt im innerisraelischen Diskurs dafür geworben, daß die palästinensischen Fraktionen einsehen, daß ihr bewaffneter Kampf nie zum Erfolg geführt hat und sie die Waffen niederlegen sollten, um mit der PA einen palästinensischen Staat aufzubauen.

Screenshot CNN Mansour Abbas

Hier das Interview, das Abbas CNN (Werbung vor dem Interview) gegeben hat, dann der Bericht in der Times of Israel darüber, der es dann sogar zu einem Bericht im Berliner Tagesspiegel (eigentlich auch nicht so überraschend beim TS) geschafft hat.

Am Abend des 18. November

Demonstrationen und Debatten, Kämpfe und Gewalt gehen weiter, den einen ist ein Waffenstillstamd Verrat, den anderen der einzig gangbare Weg.

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Neben diesen Nachrichten heute einmal ein Hinweis auf ein Ereignis, daß ohne die letzten Wochen wohl so schnell nicht geschehen wäre. Am 21. Oktober bereits beschlossen, wurde die Versöhnung der beiden (griechisch-orthodoxen) Patriarchate am Mittwoch, 15. November 2023 bei / durch den Besuch (Bericht) einer Delegation in Amman vollzogen:

„Patriarch John X of Antioch and All the East, charged with a task Metropolitan Athanasios of Latakia and its Dependencies, and Ephrem, Metropolitan of Aleppo and Alexandretta and their Dependencies of visiting Amman, the capital of the Hashemite Kingdom of Jordan.

Their task was to bring to the Church of Jerusalem a message of fraternal love and the restoration of ecclesiastical communion between the Patriarchate of Antioch and the Patriarchate of Jerusalem. (…) „

(Bericht auch auf Vatican News).

[In einer früheren Fassung war der Besuchstag in Amman irrtümlich mit dem 16.11.23 angegeben].

Am Abend des 15. November

Mindestens diese beiden sind Geschwister, (auch wenn zur Familie auch noch die paar Anhänger:innen des Christentum gehören). Jehoschua Ahrens und Mira Sievers in einem Beitrag der Rheinischen Post.