The Research Centre for Religious Diversity,(Forschungsstelle für religiöse Vielfalt, FAU Erlangen-Nürnberg)is delighted to invite you to an onlineDiscussion with Photographer and Film MakerMr Nadir Mauge
Mr Mauge will show parts of his film “My tomb, our tomb, Rachel’s Tomb” as well as discuss his monograph „Väter des Heiligen Landes“, a visual work documenting Christian monastic traditions in the Holy Land (co-authored with Michael Ragsch and Sebastian, Be+Be-Verlag, 2020).
Nadir Mauge is a visual storyteller based in Bethlehem, Palestine, specializing in film and photography. His has exhibited and screened internationally, including at the Toronto Palestine Film Festival and Photo Independent in Hollywood. Through his craft, he documents stories that raise awareness of social issues and celebrate the essence of genuine humanity. His work is especially relevant for documenting the religious diversity in Palestine, a diversity embedded in the lives and histories of the people.
Mit einem wissenschaftlichen Symposium haben die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und der Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma am 29. und 30. April in Berlin das Verhältnis der katholischen Kirche zu Sinti und Roma während des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit aufgearbeitet.
Das Exemplar des Babylonischen Talmuds der Bayerischen Staatsbibliothek ist in die Liste aufgenommen worden
Der bedeutende Babylonische Talmud der Bayerischen Staatsbibliothek ist in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen. Die Münchner Handschrift des Babylonischen Talmuds (Cod.hebr. 95) ist die einzige weltweit, in der der gesamte Text des Talmuds enthalten ist.
Neben der Hebräischen Bibel ist der Talmud die zweite textliche Grundlage des Judentums. Dieses Kompendium von Kommentaren zur Torah, von gottesdienstlichen Praktiken, Verhaltensregeln, Überlieferungen und Erzählungen ist in zwei Versionen bekannt: dem ‚Palästinischen‘ oder ‚Jerusalemer Talmud‘, der im oströmischen Palästina zusammengestellt wurde, und dem ‚Babylonischen Talmud‘ im sassanidischen und früharabischen Irak. Der umfangreichere Babylonische Talmud wird als vorrangig angesehen. Der Codex hebraicus 95 der Bayerischen Staatsbibliothek, bekannt als die Münchner Handschrift des Babylonischen Talmuds, ist die einzige erhaltene Handschrift weltweit, die den gesamten Text umfaßt. Sie bewahrt eine Textquelle von größter Bedeutung für das Judentum und einen der wichtigsten religiösen Quellentexte der Menschheit. Der Codex ist eine der wertvollsten Handschriften in der reichen Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek. Die UNESCO hat sie im April 2025 in das Internationale Register Memory of the World aufgenommen.
Die beiden Teile des Babylonischen Talmuds, die Mischna und die Gemara, wurden etwa vom 2. bis zum 8./9. Jahrhundert n. Chr. schriftlich fixiert. Die Münchner Handschrift wurde am 17. Tevet 5103 (hebräisches Datum), d. h. am 15. Dezember 1342 n. Chr., in Frankreich fertiggestellt, wie das Kolophon auf Blatt 563 verso vermerkt. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts befindet sich der Codex in Deutschland. Er wurde Ende des 18. Jh. vom Augustinerchorherrenstift Polling erworben und gelangte 1803 im Rahmen der Säkularisation in den Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek. Der Codex überlebte Jahrhunderte der Verfolgung im Mittelalter, in der Neuzeit und selbst die Greueltaten der Nazis in Deutschland und die Zerstörung der Bibliothek durch Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg.
Mit ihrem Kontext und ihrer Geschichte bildet diese Handschrift eine Brücke zwischen Orient und Okzident und ist von wahrhaft weltweiter Bedeutung. Aufgrund ihrer Unikalität, ihrer Geschichte, ihres wissenschaftlichen Wertes und ihrer religiösen Bedeutung zählt die Münchner Handschrift des Babylonischen Talmuds zu den kostbarsten Buchschätzen der Menschheit.
Generaldirektor Dr. Klaus Ceynowa: „Wir freuen uns sehr über die Aufnahme des Babylonischen Talmuds in die Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbes. Dies unterstreicht die Einzigartigkeit und globale Bedeutung dieser wertvollen Handschrift.“
Die Handschrift wurde bereits 2003 von der Bayerischen Staatsbibliothek vollständig digitalisiert. Sie wird im Katalog und in den Digitalen Sammlungen der Bibliothek sowie in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert.
Anton Goodman am 27. Februar 2025 – 18.00 Uhr in Berlinzu Gast
Der jüdisch-orthodoxe Israeli Anton Goodman ist am 27.02.2025 zu Gast in Berlin. Zeit: 18.30 bis 20 Uhr. Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 69/70, im Knaksaal (2. Stock).
Wir lesen und hören aktuell in Nachrichten und sozialen Medien viel über die Situation in Israel und Palästina. Am 27. Februar 2025 haben Sie die Möglichkeit, in Berlin mit Anton Goodman über die aktuelle Entwicklung und die Stimmung im Nahen Osten ins Gespräch zu kommen.
Anton Goodman ist jüdisch-orthodoxer Israeli. Er ist bei der Organisation „Rabbis for Human Rights“ zuständig für Partnerschaften. Aktuell ist er regelmäßig in der Westbank, wo die Rabbis for Human Rights Präsenz zeigen und Palästinenser:innen begleiten. So begegnen sie der zunehmenden Siedlergewalt. Goodman ist verantwortlich für die Planting Justice-Kampagne, bei der in Kooperation mit palästinensischen Gemeinden, die von Gewalt und militärischen Restriktionen bedroht sind, über 1.000 Olivenbäume gepflanzt werden.
Die Veranstaltung ist auf englisch mit deutscher Übersetzung.
Zeit: 27. Februar 2025, 18.30 bis 20 Uhr Ort: Berliner Missionswerk, Georgenkirchstraße 69/70, im Knaksaal (2. Stock)