Neuerscheinung zu Yad Vashem

Nicht für Deutsche…? Yad Vashem als Ort und Wirklichkeit

Das neue Buch von Georg Rößler ist erschienen

Photos von Orli Hefetz-Haim

AphorismA Verlag Berlin 2021

272 Seiten | Fadenheftung | Hardcover mit Leporello | ISBN 978-3-86575-074-7 | 30,00 €

Einführungen von Yehuda Bauer, Gil Yaron, Stephan Reimers und Andreas Goetze

Was ist Yad Vashem? Es ist ein Ort, an dem sich eine historische Wirklichkeit materialisiert, deren Gewicht uns mit Stummheit schlagen kann. Gleichzeitig ist es aber auch ein Ort, an dem aktuelle, beredsamere Wirklichkeiten geschaffen und reproduziert werden. Es sind persönliche Erfahrungen von Nachgeborenen, die den Ort entdecken und sinnhaft verarbeiten, aber auch politische und historische Narrative, die sich an diesem Ort kreuzen. Was ist Yad Vashem? Die Antwort ist schwierig. Aber neben allem anderen, Yad Vashem verstört auch.

Georg Rößler stellt sich der schwierigen Aufgabe, persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen zu verschränken. Es spricht die Perspektive einer deutsch und christlich geprägten Identität, die sich von der Shoa hat erschüttern lassen, und nun nach einer Sprache sucht, die um die Vermittlung und Verständlichkeit des israelischen Erinnerungsnarrativ bemüht und der Versöhnung verpflichtet ist.

Das Buch ist vieles zugleich: Es ist ein Lesebuch, welches das Ringen nach Worten eines geschichtsbewußten Subjekts dokumentiert, das aus dem Land der Täter kommt und in Israel ein zu Hause gefunden hat. Es ist ein Text, der über historische und gesellschaftliche Zusammenhänge aufklärt. Und es ist ein ungewöhnlicher Reisebegleiter, der für einen (neuerlichen) Besuch Yad Vashems eine Bereicherung sein dürfte. Eine ausfaltbare Karte bietet den Besuchenden und Lesenden Orientierung. Detailphotographien von Orli Hefetz-Haim sorgen für den Eindruck einer Stille, an die bei so vielen Worten erinnert sein soll.

Union !

Vom Donnerstag, 12. August – Sonntag, 15. August 2021 dreht sich der neuen Nahe Osten in Berlin: Das Middle East Union Festival läßt mit Literatur, Diskurs und Musik, mit Performance, Poesie, feministischen und queeren Diskussionen mit Gästen aus aller Welt – analog und digital – eine Vision zum Greifen nah erscheinen und lädt dazu ein, Ideen der Utopie frei zu erkunden.

Logo Middle East Union

Universität!

Anerkennung von Dar al-Kalima (Bethlehem) als Universität – die Krönung vieler Jahre des Engagements, Hoffung ein Gesicht zu geben und eine Adresse – Herzlichen Glückwunsch!

Mehr zum Hintergrund von Dar al-Kalima in unserer Themenausgabe von israel & palästina: 25 Jahre Dar al-Kalima (Heft 2-3/2020)

Ist möglicherweise ein Bild von Torte

Caritas Baby Hospital

Die in Palästina einzige Einrichtung ihrer Art hat auch zu kämpfen …

Hier ein Interview auf der Website von Radio Vatikan.

Zu den Freunden (und hoffentlich Freundinnen) des CBH und zum Träger der Einrichtung.

Spannender neuer Studiengang

Universität Tübingen auf neuen Wegen

„Theologien interreligiös – Interfaith Studies“ verbindet christliche, islamische und jüdische Theologie – Start zum Wintersemester 2021/22

Logo der Universität Tübingen

Die Universität Tübingen bietet künftig einen neuen und bundesweit bislang einmaligen theologischen Studiengang. Der Masterstudiengang „Theologien interreligiös – Interfaith Studies“ verbindet erstmals christliche, jüdische und islamische Theologie. Der neue Studiengang ist momentan nicht zulassungsbeschränkt und startet zum kommenden Wintersemester. Studieninteressierte können sich noch bis zum 30. September 2021 einschreiben.

Am Studiengang beteiligt sind die Evangelisch-Theologische Fakultät einschließlich ihres Seminars für Religionswissenschaft und Judaistik, die Katholisch-Theologische Fakultät sowie das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen. Die drei Institutionen bilden den Tübinger Campus der Theologien, der es auf einzigartige Weise ermöglicht, die drei ‚abrahamitischen‘ Religionen nicht nur von außen zu betrachten, sondern aus ihren Binnendynamiken heraus kennenzulernen. „Wir wollen dazu beitragen, Judentum, Christentum und Islam in ihrem jeweiligen Profil und ihrem Zusammenhang besser zu verstehen“, sagte Professor Ruggero Vimercati Sanseverino vom Zentrum für Islamische Theologie.

„Dadurch, daß wir den historischen Hintergrund miteinbeziehen und dabei auch die Konflikte zwischen den Religionen nicht ausblenden, wollen wir ein profiliertes Bild entwickeln“, erklärte Professor Volker Henning Drecoll aus der Evangelisch-Theologischen Fakultät und Prüfungsausschußvorsitzender des neuen Studiengangs. „Zugleich wollen wir die hermeneutischen Fragen nach den Quellen des jeweiligen Selbstverständnisses stellen und die Möglichkeiten des interreligiösen Dialogs heute ausloten.“

„Der Studiengang wird sich unter anderem mit Praxisfeldern befassen, in denen in unserer Gesellschaft alle drei abrahamitischen Religionen miteinander zu tun haben, etwa in der Schule oder der Seelsorge, der sozialen Arbeit oder auch politischen Handlungsfeldern“, sagte Professor Michael Schüßler von der Katholisch-Theologischen Fakultät: „Dementsprechend sind wir überzeugt davon, daß Absolvent:innen unseres neuen Masterstudiengangs für zahlreiche Berufsfelder hervorragend qualifiziert sein werden.“

Weiterführende Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, notwendigen Sprachkenntnissen und beruflichen Perspektiven finden sich auf der Homepage der Universität Tübingen.

UCC: Unterdrückung ist Sünde

Die United Church of Christ, eine der großen US-amerikanischen ev. Kirchen hat am Sonntag, 18. Juli 2021 in einer ErklärungFOR A JUST PEACE BETWEEN PALESTINE AND ISRAEL„, die fortdauernde Unterdrückung der Palästinenser:innen als „Sünde“ bezeichnet. Hier der ausführliche Beschlußtext, der aktuell von US-amerikanisch-jüdischen Lobby-Gruppen, wie dem AJC, erwartungsgemäß kritisiert wird.

Symposium Jerusalem:

THE CITY OF PEACE FOR ALL – Challenges and Opportunities



Saturday, July 17, 2021 At 1:00pm EST, 8:00pm Jerusalem Time
RSVP: By July 15, 2021 – https://forms.gle/FxwezkdSsEWwcKGA7

The symposium will provide detailed information on the current situation in occupied East Jerusalem and examine the latest legal developments in Al-Masjid al-Aqsa, Sheikh Jarrah, and Silwan. It will focus on the ongoing Israeli policies and practices of changing the demographics and status quo of East Jerusalem, such as evictions of Palestinians from their homes and demolition of Palestinian houses and other structures. It will explore a new approach for East Jerusalem in a new political environment where resilient growth could be stimulated through tourism and infrastructure projects as well as opportunities to intensify international and regional support for East Jerusalem.


Presentations by Three Experts On and From Jerusalem



Moderator Saliba Sarsar, Ph.D. JPI President/CEO Professor of Political Science, Monmouth University
Mustafa Abu Sway, Ph.D.
Integral Chair for the Study of Imam Al-Ghazali’s Work at the Holy Al-Aqsa Mosque and Al-Quds University

Rami M. Nasrallah, Ph.D.
Founder and Chairman International Peace and Cooperation Center

Neue Hierarchen in Jerusalem

Nach der anglikanischen Diözese von Jerusalem hat mit der Weihe und Amtseinführung von Rt. Rev. Hosam Naoum als 15. anglikanischer Bischof in der Heiligen Stadt – seine Inthronisation am 14. Juni 2021 ist hier zu sehen – nun seit Anfang Juli 2021 auch die Syrisch-katholische Kirche in der Stadt mit S.E. Mar Yacoub Ephrem Semaan wieder einen Hirten.
Seine Amtseinführung in der kleinen St. Thomas Kirche nahe dem Damaskustor mit den traditionellen Gesängen der Kirche kann auf Youtube noch einmal digital nacherlebt werden.

Fehlende Religion

Nachdem das säkulare Friedenslager kaum noch als solches zu erkennen ist, stellt sich dringlicher denn je die Frage, wo die religiösen Stimmen in der Friedensbewegung zu hören sind.


Einen spannenden Bericht bringt die New York Times über die Arbeit von Rabbi Michael Melchior und Mansour Abbas und ihrem Umfeld.

Zu dem Themenkreis, u.a. mit einem Beitrag von Rabbiner Melchior, erscheint auch die Ausgabe 2/2021 von israel & palästina, etwas verspätet erst in diesem Quartal, dafür aber auch zeitglich in einer englischen Ausgabe.

New York Times Beitrag als PDF:

As Secular Peace Effort Stutters in Israel, Religious Mediators Hope to Step In

Jerusalem Ingredients

Zoom: Konrad Adeneuer-Stiftung und PalVision am 28. Juni 2021