25 Jahre Dar al-Kalima

Wie eine Universität entsteht …. Eine Investition in Hoffnung und Creativität!

Dar al-Kalima University is a Palestinian success story per excellence. It started 25 years ago as a vision. With perseverance, it grew to become a full-fledged university. We were planning to celebrate this important occasion in person, but regrettably, the Covid-19 Pandemic did not allow for it. Yet, It is with great pleasure that we share with you this booklet that tells our story with its major milestones.

Eine kurzer Film … und mehr in der Zunkunft!

Neuer Vorsitzender des Jerusalemvereins

Manch einer/eine kennt ihn noch von Zeiten, als Besuche in Jerusalem einfacher waren, den ehemaligen Ev. Propst in Jerusalem, Wolfgang Schmidt. 2021 wurde er zum neuen Vorsitzenden des Jerusalemsverein gewählt und trat damit die Nachfolge des em. Bischofs H. J. Abromeit an.

Wolfgang Schmidt, Vorsitzender des Jerusalemsvereins
Quelle: JV/BMW

Hier ein Interview mit dem neuen Vorsitzenden, der heute bei der Badischen (ev.) Landeskirche Bildungsverantwortung trägt, und dessen Arbeit im und für den JV an einer herausfordernden Schnittstelle zwischen einer verantwortlichen Solidarität und Freundschaft zu den christlichen (evangelischen) Geschwistern in Palästina / dem Heiligen Land steht und zugleich inter-religiöse und deutsch-israelische Horizionte im Blick haben muß.

6. Januar – Epiphanie

Die verschiedenen Kalender lassen viele Festtage entstehen, für die orthodoxe Welt ist erst heute/morgen Christgeburt. Hier ein Ikone aus Alt-Kairo, die Ibrahim el-Nasekh, einem Ägypter und Yuhanna, einem Armenier, zugeschrieben werden

1948 – und immer noch seine Folgen

Libanon: Maronitische Liga legt Einspruch gegen Zugang von palästinensischen Flüchtlingen zum Arbeitsmarkt ein

Aus einer Meldung der Agentur Fides, die hier einen Mosaikstein der komplexen Lage im Libanon beleuchtet:

Die maronitische Liga hat beim libanesischen Staatsrat Einspruch gegen das jüngste Dekret des libanesischen Arbeitsministers Mustafa Byram eingelegt, das palästinensischen Flüchtlingen im Libanon den Zugang zum Arbeitsmarkt in Sektoren eröffnet, die bisher libanesischen Bürger:innen vorbehalten waren.

Wie Nehmetallah Abi Nasr, der derzeitige Vorsitzende der Liga, berichtete, wurde eine entsprechende Beschwerde am Dienstag, den 28. Dezember 2021, beim Staatsrat eingereicht. Der Ministerialerlaß stehe im Widerspruch „zu den institutionellen und politischen Grundlagen der libanesischen Nation“. Die maronitische Lige, fügte Abi Nasr hinzu, „sah sich desahlb veranlaßt, gegen den Ministerialerlaß vorzugehen, weil sie aus ihren eigenen Gründungsgründen dazu aufgerufen ist, sich allen Operationen und Manipulationen zu widersetzen, die darauf abzielen, das moderne und historische Profil des Libanon zu verändern und zu versuchen, einen neuen demographischen Status quo zu erzwingen“.

Das von der Liga angefochtene Dekret wurde am vergangenen 25. November vom schiitischen Minister Mustafa Bayram erlassen. Mit dem Ministerialerlaß wurden die Beschränkungen für den Zugang palästinensischer Flüchtlinge zu bestimmten Berufen aufgehoben, insbesondere zu Berufen, die eine Pflichtmitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband voraussetzen (u.a. Ärzte und Rechtsanwälte) und die bisher libanesischen Bürgern vorbehalten waren.

Im Libanon leben rund 190.000 palästinensische Flüchtlinge, von denen die meisten immer noch in den Flüchtlingslagern leben, die nach der Gründung des Staates Israel eingerichtet wurden, um die palästinensisch-arabische Bevölkerung dort unterzubringen, die aus den Städten und Dörfern floh, die von der israelischen Armee während der verschiedenen Konflikte in den ersten Jahrzehnten des jüdischen Staates erobert wurden.

Die maronitische Liga wurde in den 1970er Jahren als Organisation zur Förderung der maronitischen Identität und Präsenz im Libanon und in der Welt gegründete. Ziel der Organisation ist es, die Verbindungen zwischen den in der ganzen Welt verstreuten maronitischen Christ:innen zu unterstützen und wiederzubeleben und die Souveränität und Unabhängigkeit des Libanon in einem demokratischen und pluralistischen Kontext zu schützen.

Der Erlaß von Minister Byram zur Ausweitung des Arbeitsmarktes für palästinensische Flüchtlinge hatte auch unter libanesischen Politikern heftige Reaktionen hervorgerufen, die in einigen Fällen von fremdenfeindlichen Argumenten und Tönen geprägt waren.

Libanesische Analysten warnen unterdessen im Gespräch mit Fides vor Interpretationen, die dazu neigen, selbst dar rechtliche Vorgehen der maronitischen Liga als Ausdruck einer Reaktion zu betrachten, die von Ressentiments gegenüber Flüchtlingen geprägt ist. Alles, was sich in dem verzerrten Szenario der gegenwärtigen Situation im Libanon abspiele – so die lokale Analysten vor -, müsse objektiv und realistisch betrachtet werden, wobei die Prozesse und Konflikte zu berücksichtigen seien, die seit Jahrzehnten die Ängste der Völker des Nahen Ostens schüren.

Hinter der Debatte um die neuen Regeln für den Zugang der Palästinenser zum libanesischen Arbeitsmarkt steht die ungelöste Frage nach dem endgültigen Status der Flüchtlinge, die im Libanon Zuflucht gefunden haben, nachdem sie ihre Heimat in Palästina verlassen mußten. Der Libanon ist in den letzten Jahren im Zuge des Syrienkonflikts erneut zu einem Zufluchtsort für große Flüchtlingsströme geworden. Vor dem Hintergrund einer verschärften Wirtschaftskrise erhitzt das ungelöste Flüchtlingsproblem die Gemüter, was das fragile demographische Gleichgewicht zwischen den verschiedenen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten, auf dem die Identität des Libanon beruht, zusätzlich gefährdet.

Die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen, die aus Kriegsgebieten fliehen, sollte nach Ansicht der Analysten deshalb unter Wahrung des nationalen Gefüges erfolgen.

Unterdessen haben die im Libanon tätigen internationalen Hilfsorganisationen die für die Unterstützung der palästinensischen Flüchtlinge bereitgestellten Mittel fast vollständig gestrichen, während sie für die syrischen Flüchtlinge Pro-Kopf-Hilfen vorsehen, die inzwischen höher sind als das monatliche Einkommen des größten Teils der libanesischen Bevölkerung. Vor dem Hintergrund dieser problematischen Ungleichgewichte und latenter Konflikte, wird die Aussicht auf die „Nationalisierung“ der vielen syrischen und palästinensischen Flüchtlinge und die Stabilisierung ihrer Präsenz im Libanon von vielen als eine objektive Störung der Identität des Libanon betrachtet.

Macht und Messias

The Dawn of Redemption: Ethics and Redemption in a Time of Power

So lautet der Titel eines neuen Buches, das bislang nur auf Hebräisch erschienen ist, sein Verfasser ist Mikhael Manekin, seines Zeichens Alliance Fellowship program director der ROI Community.

Joshua Leifer schreibt in der Tel Aviv Review of Books:

The Dawn of Redemption is not an anti-Zionist book. Instead, it is closer to something like religious post-Zionism. “I am an Israeli and want to remain Israeli, and I am a traditional Jew and want to remain so,” Manekin writes. “I am not willing to give up on either one of these commitments.”“

Shaul Maggid schreibt auf +972:

„For Manekin, the key question facing religious Zionists today is no longer the individual moral question of “How should I behave?” but rather the national question of “How should a Jewish state behave?” The problem, Manekin suggests, is that the national question has easily effaced, even erased, the moral one.“

Die beiden Zitate aus den hier verlinkten Besprechungen mögen einladen, diese beiden sehr spannenden Texte zu lesen und sich den Gedanken des Buches anzunähern, wer es nicht auf Hebräisch lesen kann, wird hoffentlich nicht allzu lange auf eine Übersetzung warten müssen.

Hier die beiden Links: +972 | TARB

Krippenplatz, sozusagen live…

Mit Dank an den Lutherischen Pfarrer von Bethlehem, Rev. Dr. Munther Isaac, auch ein Teil der palästinensische[n] Erzählung von Klage und Hoffnung, so der Untertitel seines neues Buches.

https://www.facebook.com/munther.isaac/videos/651285079567995

Eine „Civil Charter“ für Israel?

Nach den Unruhen im Mai hat ein Mitglied  der israelischen Regierungskoalition eine neue Strategie in die Debatte gebracht: ausgerechnet der Vorsitzende der islamischen United Arab List, Mansour Abbas, zeigt einen neuen Weg auf, auf dem es der arabischen Minderheit in Israel möglich sein soll, sich als gleichberechtigte Bürger:innen in den jüdischen Staat zu integrieren. 

Aus der Analyse von Dr. Michael Milshtein, Leiter des  Palestinian Studies Forum am  Moshe Dayan Center for Middle Eastern and African Studies an der Tel Aviver Universität.

„The message of change that many in both Jewish and Arab society longed for has arrived, but the identity of its bearer is different from what many had expected. The experiment the UAL is carrying out comes at a critical point in relations between Jews and Arabs, and constitutes one of the last opportunities to forge a stable coexistence. Initial success could restore the lost trust between the two societies, and down the line they would do well to articulate their respective status and their relationship, in the form of a civil charter. Conversely, failure will channel the two peoples into depths of enmity and confrontation that would serve as proof that 1948 is still an “open book,” in a disastrous sense.“

Der ganze Beitrag („This Is the Most Radical Experiment Israeli-Arab Society Has Undergone“) findet sich in der Wochenendausgabe von Haaretz (18. Dezember 2021) hinter der Bezahlschranke. (Registrieung erforderlich, sechs Beiträge im Monat frei)

Neuerscheinung

Shaul Magid: Meir Kahane: The Public Life and Political Thought of an American Jewish Radical

The life and politics of an American Jewish activist who preached radical and violent means to Jewish survival

Erschienen in der Princeton University Press – 978-0-691-17933-9 – Oktober 2021

(Wir bemühen uns um eine Besprechung)

Aus der Verlagsankündigung:

Meir Kahane came of age amid the radical politics of the counterculture, becoming a militant voice of protest against Jewish liberalism. Kahane founded the Jewish Defense League in 1968, declaring that Jews must protect themselves by any means necessary. He immigrated to Israel in 1971, where he founded KACH, an ultranationalist and racist political party. He would die by assassination in 1990. Shaul Magid provides an in-depth look at this controversial figure, showing how the postwar American experience shaped his life and political thought.

Magid sheds new light on Kahane’s radical political views, his critique of liberalism, and his use of the “grammar of race” as a tool to promote Jewish pride. He discusses Kahane’s theory of violence as a mechanism to assure Jewish safety, and traces how his Zionism evolved from a fervent support of Israel to a belief that the Zionist project had failed. Magid examines how tradition and classical Jewish texts profoundly influenced Kahane’s thought later in life, and argues that Kahane’s enduring legacy lies not in his Israeli career but in the challenge he posed to the liberalism and assimilatory project of the postwar American Jewish establishment.

This incisive book shows how Kahane was a quintessentially American figure, one who adopted the radicalism of the militant Left as a tenet of Jewish survival.

Auch eine Form von Ökumene

Palästina: Christliche Vereine schließen sich zusammen

Bei ihrer Gründungskonferenz, die vor einigen Tagen an der Universität Bethlehem stattfand, rief die Versammlung nach Angaben des Pressedienstes Fides alle palästinensischen Christ:innen dazu auf, dem Druck und den Versuchungen zu widerstehen, die sie zur Auswanderung treiben.

Radio Vatikan | Fides

Giebel der Lateinischen Kon-Kathedrale vom Hll. Namen Jesu, (Ost-)Jerusalem