Fiktive Grenzverletzung

Mittwoch, den 9. Juli 2025, 14:00 Uhr | Café „Holzkopf“ (UG Holzlaube) FU Berlin

Wer sich heute um einen verantwortungsvollen Umgang mit Erinnerung unter Deutschen, Israelis und Palästinenser:innen bemüht, begibt sich auf tückisches Terrain. Wie ein Bermudadreieck stecken die jeweiligen Bezugspunkte – Shoa, Nakba, Holocaust – einen Bereich ab, in dem uns die Orientierung verloren geht. Mit der Kraft der Fiktion von jeweils sechs Autorinnen und Autoren aus Israel und Palästina setzt dieser essayistische Streifzug Shoa, Nakba, Holocaust neu miteinander in Beziehung.

Hassan Heshmat: Künstler aus dem Volk zwischen kulturellem Erbe und Erneuerung

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Das Leibniz-Zentrum Moderner Orient und Der Divan – Das Arabische Kulturhaus in Berlin freuen sich, das Werk des ägyptischen Bildhauers Hassan Heshmat (1920-2006) zu präsentieren. Die Ausstellung ist eine Annäherung an ein äußerst vielseitiges Werk, das weltweit verstreut ist.Heshmat zählt zu den prägenden Stimmen der modernen ägyptischen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts. Sein Werk vereint Einflüsse des pharaonischen Erbes und der Volkskultur in moderner Bildsprache. Es ist inspiriert vom zeitlosen ägyptischen Alltag, von der Würde der einfachen Menschen, von Christentum und Islam. In Ägypten gilt Heshmat als einer der bedeutendsten Bildhauer seiner Zeit. 

Vernissage: 4. Juli 2025, 18 Uhr, mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Emad Abou-Ghazi, ehemaliger ägyptischer Kulturminister und Professor für arabische Handschriften und Archivwesen des Mittelalters (Universität Kairo), mit dem Titel: Ägyptische Kunst im 20. Jahrhundert (Arabisch mit Simultanübersetzung).Die Ausstellung läuft bis 1. August 2025. Besuche sind täglich zwischen 10:00 und 15:00 Uhr möglich – außer samstags und sonntags. 

Trauma und Fake News

Deutschlandfunk Kultur – Wie Memes, Humor und KI im Krieg funktionieren

Im Nahen Osten verarbeiten die Menschen ihre Verzweiflung häufig mit Humor und Satire. Desinformation mit KI spielt auch eine immer größere Rolle. Mit den Journalisten Mohamed Amjahid und Franziska Klemenz geht es außerdem um queeres Reality-TV.

Podcastbeitrg zum Runterladen

Totally Obliterated?

Andere Stimmen (V)

Erklärung des Parents Circle-Israeli Palestinian Bereaved Families for Peace vom 17. Juni 2025

„In diesen dramatischen und schmerzhaften Tagen haben wir – die palästinensischen und israelischen Familien, die den höchsten Preis bezahlt haben – eine klare Botschaft: Wir weigern uns, ein Leben zu führen, das von Mord, Besatzung und Angst bestimmt ist. Krieg und Konflikt werden uns nicht definieren. Wir bestehen weiterhin darauf, daß die Zukunft nur durch geteilte Menschlichkeit, Würde und die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit für alle gestaltet werden kann.“

Zur Situation: Daniel Bar-Tal

Prof. Dr. Daniel Bar-Tal, emeritierter Professor der Universität Tel Aviv und ein renomierter israelischer Sozialpsychologe und Konfliktforscher hat einige Überlegungen zu Situation angestellt, die hier zu lesen bzw. herunterzuladen sind.

In der Schriftenreihe des diAk ist vom ihm zuletzt erschienen:

Online zu bestellen:

B’TSELEMs neuer Post

Die Welt anders anschauen

Fokus Nahost e.V. will die kulturelle Vielfalt im Nahen Osten stärken und sichtbar machen. Menschen sollen unabhängig von ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit in ihrer Heimat bleiben können. Deswegen unterstützen wir Initiativen und Projekte, die dafür stehen. 

Über Jahrtausende haben im Nahen Osten viele Kulturen und Ethnien miteinander und nebeneinander gelebt. Durch gegenseitigen Austausch und Konfrontation ist ein einzigartiges Mosaik entstanden, das heute jedoch bedrohter denn je ist. Fokus Nahost möchte diesen einmaligen kulturellen Reichtum sichtbar machen. Wir verstehen Vielfalt als eine Chance für alle – überall auf der Welt. Das wollen wir zusammen mit unseren Partner:innen vor Ort zeigen.

Zeit zu Reden

Ein Gespräch in der SPORE (Berlin-Neukölln) 25. Juni 2025

Mit Inge Günther, Yossi Bartal, René Wildangel, Fuad Hamdan und Moderatorin Kristin Helberg