Andere Orte, andere Sichten – andere Haltungen?

Cathrin Schaer schreibt auf der Website bei der Deutschen Welle über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine in der arabischen Welt

„Die meisten Regime im Nahen Osten und Nordafrika zeigen sich hinsichtlich der russischen Invasion in der Ukraine eher unentschlossen. Viele Bürger werfen dem Westen Heuchelei und doppelte Standards vor.“

Starke Frauen…

Auch wenn es noch andere gute Dinge gibt, die man:frau am 1. Mai tun kann, wer in Berlin sein sollte / nach Berlin kommen will:

Jahresfest des Jerusalemsvereins am 1. Mai 2022

Das Jahresfest findet am 1. Mai 2022 in der Passionskirche (Berlin-Kreuzberg) statt. Nach dem Festgottesdienst (11.30 Uhr) beleuchtet der Festnachmittag (14.00 bis 17.30 Uhr) das Thema „Starke Frauen“ mit Gästen aus Nahost.Der Jerusalemsverein lädt herzlich zu seinem 169. Jahresfest am Sonntag, den 1. Mai 2022 ein. In diesem Jahr sind wir zu Gast in der Passionskirche, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg.


Der Festgottesdienst beginnt um 11.30 Uhr. Es predigt Pfarrerin Barbara Deml, die stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerkes und Landeskirchliche Pfarrerin für Ökumene und Weltmission.

„Starke Frauen“ ist das Thema des Festnachmittags (14.00 bis 17.30 Uhr). Über dieses  Thema sprechen Rania Salsaa, Lehrerin in Talitha Kumi, und Sally Azar, Vikarin der ELCJHL in Berlin-Frohnau, Moderation: Sybille Möller-Fiedler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Jerusalemsvereins.


Bischof Sani Ibrahim Azar berichtet über die Situation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) und Schuldirektor Matthias Wolf über aktuelle Entwicklungen in Talitha Kumi. bDas Berliner Orient-Ensemble wird den Festnachmittag musikalisch begleiten.

Feuer – mitten in der Altstadt

Für die einen die Freude der Auferstehung in der Zeremonie des Hl. Feuers – hier der Link zu einem kleinen Video des Swedish Theological Institute

… für die anderen nur wenige Meter daneben die Sorge, daß sich ein Feuer anderer Art ausbreitet: Zvi Bar’el in der Haaretz über die Wirkungen der Ereignisse auf und um den Haram…

Bleibt es beim status quo?

Trotz aller (oder wegen?) aller heiligen Zeiten, prägt wieder einmal Gewalt die Situation in Jerusalem, und nicht allein dort. Aber in Zeiten wie diesen steht alles in Frage. Ist es klug in dieser Zeit den staus quo, der bislang ein fragiles Konstrukt aufrecht erhalten hat, auch in Frage zu stellen? (Aber wer sagt, das Politik klug handelt?)

Hier eine Stimme aus Jordanien (sic), die einen kritischen Blick auf die Entwicklung wirft: Daoud Kuttab fragt in Arab News: Want quiet in Jerusalem? Respect the status quo

Mitten in Jerusalem – heute…

Eine Regierung in der Krise, apokalyptische Phantasien, Opfervisionen, Gewalt und Gebet – Tage, die alles möglich werden lassen …

Und zwischen allen Stühlen, die arabischen Parteien in Israel, von den einen zur Rückzug aus „dieser“ Regierung aufgefordert, von den anderen mitgedacht als parlamentarisches Sicherheitsnetz über das Überleben in einer Regierung…

In einem Kommentar auf Haaretz schreibt Carolina Landsmann dazu: „In Israel, Arab Politicians Are Only Legitimate if Netanyahu Says So“

diAk-online – 19. April 2022

Mitten in der Zeit von Pessach, Ostern und Ramadan – und den ersten Anzeichen von Frühling in Europa, aber zugleich einer schwierigen Zeit, die vieles politisch verändert, laden wir zu unserem nächsten online-Termin ein:

Wir sprechen wieder am Dienstag, 19. April 2022 – 18.00 MEZ für ungefähr eine Stunde mit Ofer Zalzberg, Director of the Middle East Program at the Herbert C. Kelman Institute (Wien); zuvor war er lange Jahre als Analyst für die International Crisis Group tätig. Zur Zeit promoviert er am Trinity College Dublin. Ofer Zalzberg hat verschiedentlich in israel & palästina, etwa zur Situation am Haram/Tempelberg (1/2016) geschrieben oder zuletzt zur Frage zur Konflikttransformation (Heft 2-3/2021)
Wir wollen mit ihm über die politische Lage in Israel und um Israel herum sprechen:
Eine Regierung in der Krise, neue Gewalt zur alten Gewalt dazu, neue Allianzen, alte Fragen …
– das Gespräch wird auf Englisch geführt werden

Karfreitag im Heiligen Land

On this day is crucified on the cross
He who suspended the earth upon waters

Auch wenn die Nachrichten so schlimm sind … ab Min 3:20 gibt es eine wunderschönen, gesungenen Hymnus zur Kreuzerhöhung, aufgenommen in diesem Jahr 2022 in der Kirche Unserer Lieben Frau in Haifa, der ehemaligen Bischofskirche der melkitischen Kirche, heute das Haus Gnade.

https://www.facebook.com/house.of.grace.haifa/videos/1170609667086078

liveuamap.com

Live UniversalAwareness Map – Israel und Palästina

EIn Zugriff auf unterschiedliche Nachrichten, visuell zugeordnet auf einer Landkarte!

Aus der Selbstdarstellung der Verantwortlichen:

„Live Universal Awareness Map (“Liveuamap”) is a leading independent global news and information site dedicated to factual reporting of a variety of important topics including conflicts, human rights issues, protests, terrorism, weapons deployment, health matters, natural disasters, and weather related stories, among others, from a vast array of sources. We are passionate about what we do and are energized by the positive impact we bring, as demonstrated by the loyalty and recommendations of our growing viewers across the globe.“.

Palmsonntag

DOMINICA IN PALMIS DE PASSIONE DOMINI – COMMEMORATIO INGRESSUS DOMINI IN IERUSALEM
in S.to Sepulcro D. N. Iesu Christi

Aam Hl. Grab in Jerusalem: Heilige Ungleichzeitigkeit!

Während das Evangelium (nach Lukas) in Latein gesungen wird (ab min 18), die Sänger in festliches Rot gewandet, sind die orthodoxen Geschwister mit ihren Gesängen (etwa min 26:50 u.ö.) noch in der Fastenzeit, wieder andere halten gerade Einzug in die Kirche, zu hören am Aufstoßen (min 21:45) der Stäbe der (osmanischen) Ehrengarde … – Vorgriff auf das Paradies.

Textbuch zum download

An Impossible Promise?

Sociology of Religion in Arab Countries

Donnerstag, den 28. April, 17.00 – 18.30 Uhr

Vortrag von Florian Zemmin (Freie Universität Berlin)

Many Arab sociologists have been criticising the rather weak establishment of sociology in their countries. This concerns structural issues, especially political constraints for research and the underfunding of universities, but also theoretical issues, not least the Eurocentric formation and workings of sociology. Both structural and theoretical issues are especially pronounced when it comes to sociology of religion: to position religion as an object of sociological study faces political constraints and societal scepticism, also due to its representing a secular, supposedly particularly European perspective on religion. That being said, sociological approaches to religion in Arabic do have a longer history and feature more widely than is often assumed. This talk will provide glimpses into the history and presence of these approaches and their characteristics, addressing both structural and theoretical questions. One larger set of current debates that this talk will speak to are attempts at “decolonizing sociology” or establishing a “post-colonial sociology”. Such attempts often remain on a theoretical level and, ironically, hardly consider research in languages other than English. In turn, this talk engages sociologies of religion in Arabic also in order to arrive at more nuanced answers to the question of which aspects of sociology are more widely shared and which are specific to certain societies and academic contexts.

The event will be held via Zoom. Please register here: https://tinyurl.com/mr29m9mp