Beschluß des Haushaltsausschusses

Deutsch-Israelisch-Palästinensisches Promotionskolleg in Flensburg wird gefördert

Wissenschaftler*innen präsentieren Arbeit zu internationaler Verständigung im Deutschen Bundestag

Mit insgesamt 2,1 Millionen Euro fördert der Bund die European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution an der Europa-Universität Flensburg. Das hat der Haushaltsausschuß des Bundestages entschieden. Damit ist die Graduiertenschule, in der Promovierende aus Israel, Palästina und Deutschland gemeinsam religionsübergreifend und interdisziplinär zu Lösungen des Konflikts im Nahen Osten forschen, bis zum Jahr 2029 gesichert. Zudem kann mit dem Geld ein Programm für Gastwissenschaftler*innen (scholar-in-residence) aufgelegt und eigene Stipendien vergeben werden.

„Ich freue mich sehr darüber, daß es gelungen ist, dieses in Deutschland bisher einmalige Programm für Promovierende aus Israel, Palästina und Deutschland weiter zu fördern. Die European Wasatia Graduate School for Peace & Conflict Resolution wird zukünftig bis zu 359.000 € jährlich im Rahmen ihrer Arbeit für Frieden, Verständigung und Versöhnung vom Bund erhalten“, so Dr. Wiebke Esdar, zuständige Haushaltspolitikerin der SPD-Bundestagsfraktion für den Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Prof. Dr. Ralf Wüstenberg, Professor für evangelische Theologie und Direktor des Graduiertenkollegs bewertet diese Anschlußfinanzierung als wichtiges friedensethisches Signal. „Dieses Zeichen strahlt über den Nahost-Konflikt hinaus und berührt wesentlich auch europäische Fragen. Es ist nun sichergestellt, daß über die gegenwärtig eingeschriebenen Promovierenden zwei weitere Kohorten in 2023 und in 2026 aufgenommen werden können. Neben Israelis, Palästinensern und Deutschen sollen Stipendien auch an junge Promovierende aus andere Transformationsgesellschaften gehen, wie u.a. Südafrika, Irland, Albanien. Gemeinsames Lernen, eigenständiges Forschen und das wechselseitige Entdecken von Konfliktlösungsstrategien im Horizont von Wasatia und Versöhnung sind die Eckpfeiler des Programms.“

Auch Prof. Dr. Udo Steinbach, Leiter des MENA Study Centre der Maecenata Stiftung, das eng mit der Wasatia Graduate School zusammenarbeitet, schätzt die Entscheidung des Deutschen Bundestags als nachhaltigen Beitrag Deutschlands für die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts ein.

Projektkoordinatorin Dr. Zeina Barakat freut sich über das breite Interesse an der European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution unter den Parlamentariern des Deutschen Bundestages und erklärte: „Als in Jerusalem geborene Palästinenserin, die sich über ein Jahrzehnt auch wissenschaftlich mit Friedensethik befaßt, sind die Ziele der Graduiertenschule auch eine Herzenzangelegenheit.“

Die „European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution“

Das interdisziplinäre, transnationale und multireligiöse Promotionskolleg wurde im November 2021 gegründet. Derzeit sind zwölf Doktorand*innen Teil der „European Wasatia Graduate School for Peace and Conflict Resolution“.

Das Kolleg identifiziert Wahrheit wie Recht als Bedingung für Frieden und Konfliktlösung im israelisch-palästinensischen Verhältnis. Vor dem Hintergrund, dass rechtliche, politische und religiöse Dimensionen der Versöhnung ihrerseits mentale Komponenten beinhalten, wie etwa die Anerkennung von Leid, die Befähigung zur inter-religiösen Toleranz und zur Dekonstruktion festgefahrener Narrative, soll die Wasatia Graduate School als ein interdisziplinäres Forum fungieren, das Versöhnung als zentrales Element zur gesellschaftlichen Konfliktlösung herausstellt.

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Ukraine | Rußland – und wo steht Israel?

Zwei kontroverse Positionen auf der Plattform https://www.ipg-journal.de der Ebert-Stiftung

Daniel Rakov, West-Jerusalem, Oberstleutnant a.D. und Senior Fellow am Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS):

Umstrittene Weigerung – Das Nein der israelischen Regierung zu Waffenlieferungen an die Ukraine irritiert viele im Westen. Doch für die Haltung gibt es strategische Gründe.

Gil Murciano

Tel Aviv

Dr. Gil Murciano ist der CEO von Mitvim (Israeli Institute for Regional Foreign Policies). Er ist Mitglied der Adjunct Faculty der Hertie School of Governance Berlin, wo er als Dozent für Internationale Politik des Nahen Ostens tätig ist

„Das dürfte für Russland eine Baustelle zu viel sein“ – Über Israels Verhältnis zum Westen, Waffenexporte in die Ukraine, Moskaus Rolle in Syrien und die Bedrohung durch Iran.

Von Hebräisch zu Farsi

Die Israelin Liraz Charhi liefert den Soundtrack des iranischen Aufruhrs

Die Musik der Sängerin Liraz Charhi ist zum Soundtrack des iranischen Aufruhrs geworden, zu ihren Liedern tanzen iranische Frauen. Das Besondere daran: Liraz lebt in Israel und ist Jüdin. Ein Porträt auf NDR-Kultur..

Sängerin Liraz Charhi

Other Israel Film Festival

Bis zum 13. November 2022 auch im Sofa-Kino

Programm und Hintergründe …. https://www.otherisrael.org/

other israel film festival

Seegrenze geklärt

Was wirtschaftliche Interessen bewirken (können)

Historisches Gasabkommen: „Libanon hat Israel als Staat anerkannt”

Israel und der Libanon haben sich auf eine Seegrenze geeinigt. Das bedeutet für die verfeindeten Länder eine neue Ära, glaubt der Politiker Samy Gemayel – Ein Interview im Berliner Tagesspiegel von Valentin Dreher und Alexander Karam.

„Seit Jahrzehnten befinden sich der Libanon und Israel offiziell im Kriegszustand. Jetzt haben sich die beiden Staaten nach jahrelangen Verhandlungen vertraglich auf eine gemeinsame Seegrenze geeinigt. Unter Vermittlung der USA haben die beiden Länder sich damit auch auf eine Förderung der Gasvorkommen im Mittelmeer verständigt.“

https://www.tagesspiegel.de/internationales/historisches-gasabkommen-libanon-hat-israel-als-staat-anerkannt-8823784.html

Reisen – bildet

Im Januar und Februar 2023 auf nach Israel und Palästina

Zwei Angebote, die von diAk-Mitgliedern begleitet/organisiert werden – noch Plätze frei

Einmal (mit eigener Anreise) eine Fahrt zur Gebetswoche für die Einheit der Christenheit – 21.-29. Januar 2023:

Die Vielfalt der Ökumene in Jerusalem entdecken und erleben

und zum anderen eine

Studienfahrt Israel | Palästina. Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
(Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Rheinland-Pfalz, DVPB) vom 18.-26. Februar 2023

Kontakt auch über agentur@aphorisma.eu | Anmeldung bis 15. November 2022

Islam in Europa. 1000-1250

Ausstellung „Islam in Europa. 1000-1250“ vom 7. September 2022 bis 12. Februar 2023 im Dommuseum Hildeshein.

Mit Begleitprogramm und Katalog

In den Kirchenschätzen Europas und im Hildesheimer Domschatz sind zahlreiche Kunstwerke aus vom Islam geprägten Regionen überliefert. Ausgehend von diesen Objekten werden in der großen Sonderausstellung im Dommuseum Hildesheim die Gemeinsamkeiten und Verflechtungen der Kulturen aufgezeigt. Hochkarätige internationale Leihgaben unter anderen aus Florenz, London, Paris und Wien bieten eine einzigartige Möglichkeit, dieses auch für die Gegenwart relevante Thema zu betrachten.

Córdoba, Palermo, Kairo und Konstantinopel waren glänzende Metropolen mit florierender Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Kostbare Bergkristallgefäße, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und Übersetzungen von wissenschaftlicher Literatur fanden aus den vom Islam geprägten Regionen einen Weg bis nach Mitteleuropa. Die Migration der Objekte sowie die Vermittlung von Wissen und Technik führten zu einer Verflechtung der Kulturen. Sie verbanden über die Grenzen von Religionen und Sprachen und geographische Entfernungen hinweg die Gebiete des heutigen Irak und Iran über Nordafrika und Spanien bis nach Mitteleuropa. In den Kirchenschätzen erhalten, zeugen diese Objekte von den Gemeinsamkeiten der Kulturen in der Zeit zwischen 1000 und 1250. … (Weiterlesen)

Sog. Keilförmiges Reliquiar mit abbasidischer Schachfigur und arabisch beschriftetem Stein. Dommuseum Hildesheim

Sog. Keilförmiges Reliquiar mit abbasidischer Schachfigur und arabisch beschriftetem Stein. Dommuseum Hildesheim, DS 4. © Dommuseum Hildesheim, Photo: Florian Monheim

Americans for Peace Now

Filmbeitrag auf Instagram mit diesem Einführungstext:

„This is powerful and painful. But hard truths need to be spoken.“

Food truck – halal und kosher

Kleine und große Geschichten von jenseits des Teiches

Food Truck Durham
Yalla food truck at Duke University in Durham, North Carolina. RNS photo by Yonat Shimron

„We want to push Jewish and Muslim students to get together,” said Rabbi Nossen Fellig, a Chabad leader on campus who came up with the food truck concept alongside a Muslim colleague, Abdullah Antepli, a professor of the practice of interfaith relations. – On campuses nationwide, tensions around Israeli-Palestinian conflict are boiling over.“

Wer hat jetzt mit wem Mitleid?

Eurosport: Champions League: Juventus blamiert sich gegen Maccabi Haifa

Juventus hat sich am 4. Spieltag der Gruppenphase der UEFA Champions League mit einem schwachen Auftritt bei Maccabi Haifa blamiert. Der italienische Rekordmeister unterlag dem Außenseiter aus Israel völlig verdient 0:2. Omer Atzily stieg am Dienstagabend zu Maccabis Helden auf. Der israelische Mittelfeldspieler sorgte mit seinem Doppelpack (7./42.) für die ersten Punkte seines Vereins.

Jüdische Allgemeine: Maccabi Haifa schlägt Juventus Turin

Mit einem Paukenschlag hat die israelische Fußballmannschaft Maccabi Haifa am späten Dienstagabend den italienischen Club Juventus Turin mit 2:0 besiegt. Damit brachten die Grün-Weißen nicht nur irgendeinen Gewinn nach Hause, sondern den ersten für ein israelisches Team in der Champions League seit zwei Jahrzehnten.