….auch wenn dieser Ostersonntag wie immer zum Ausblick nach vorne einlädt!
Die Plattform +972 faßt aus ihrer Sicht die Woche zusammen, „bürstet“ gegen den Strich – ein gute Lektüre, wenn auch nicht immer eine angenehme …

….auch wenn dieser Ostersonntag wie immer zum Ausblick nach vorne einlädt!
Die Plattform +972 faßt aus ihrer Sicht die Woche zusammen, „bürstet“ gegen den Strich – ein gute Lektüre, wenn auch nicht immer eine angenehme …

Palestinians in Germany and Switzerland, 1960-2015
8. Mai 2023 – Sarah El-Bulbeisi (Orient Institut Beirut) – Online Vortrag 16.00-18.00 Uhr (BerlinZeit)
Although the Nakba is closely intertwined with the history of National Socialism, to this day it is not only not remembered as part of European history, but it is excluded from European collective memory and public discourse, its commemoration is suppressed. In my book, I show how Palestinians in Germany and Switzerland have been dealing with the tabooisation of their experiences of violence. I show how this tabooisation shaped conceptions of the self and the world of different generations of Palestinians and the relationships between them.
Sarah El Bulbeisi is a postdoctoral research associate at the Orient-Institut Beirut (OIB) with a focus on postcolonial studies, gender studies and psychoanalysis. Before joining the OIB, she was a research associate at Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in Munich and coordinator of the DAAD Higher Education Dialogue “Violence, Forced Migration and Exile: Trauma in the Arab World and in Germany” between Palestinian and Lebanese universities as well as the LMU. She did her PhD at LMU Munich and her licentiate degree at the University of Zurich. Among her publications: Tabu, Trauma und Identität (Bielefeld (Transcript) 2020) and “Palestine in the Imagination of the Imperial German Self” (Jerusalem Quarterly, 82, 77).
Teil von The Historicity of Democracy Academic Blog of the HISDEMAB collaborative research project of the Leibniz-Association on the Historicity of Democracy in the Arab and Muslim Worlds.

Literaturhinweis:
Sarah El Bulbeisi: Palestine in the Imagination of the Imperial German Self. Gustav Dalman and the Bavarian War Archive (Jerusalem Quarterly 82, 77ff)
Online-Gesprächsreihe der Katholischen Akademie in Berlin | 05. April 2023 – Uhrzeit: 12:02 – 13:00 Uhr
Abt Nikodemus Schnabel OSB, Dormitio Abtei Jerusalem, in der Reihe: zwei nach zwölf. Gespräch über Gott und die Welt
Religionen sind ebenso ein politischer Konflikt- wie ein Friedensfaktor, woraus unschwer folgt, dass Außenpolitik auf religiöse Expertise nicht verzichten kann. Auf welchem Weg sichert sich die Außenpolitik dieser Expertise? Sind sich die Religionen ihrer politischen Versöhnungskraft bewusst, und wie realisiert sich diese in internationalen Beziehungen? Wie lässt sich die Aufmerksamkeit für dieses Feld verstetigen? Über diese Fragen spreche ich mit Nikodemus Schnabel, dem neuen Abt der Dormition Abbey in Jerusalem. Dass wir auch über die politische und religiöse Lage in Israel sprechen werden, versteht sich von selbst. Von Oktober 2018 bis Oktober 2019 war Schnabel als Berater in dem damals geschaffenen Referat „Religion und Außenpolitik“ im Auswärtigen Amt in Berlin tätig.
Nikodemus Schnabel ist Abt der Benediktinerabtei Dormitio in Jerusalem und Direktor des Jerusalemer Instituts der Görres Gesellschaft (JIGG).

Die Veranstaltung wird mittels der Videokonferenzplattform ZOOM durchgeführt. Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von ZOOM unter folgendem Link: https://explore.zoom.us/de/privacy/
Sie können dem Zoom-Meeting hier oder telefonisch unter +49 69 5050 0951 beitreten. Eine Anleitung zur Funktionsweise von Zoom-Veranstaltungen finden Sie hier.
Meeting-ID: 861 3354 3694
Kenncode: 920436
Gerne können Sie das Gespräch auch live auf Youtube verfolgen unter:https://youtube.com/live/sqGn-4tMWXE
Said Zeedani erinnert auf +972 an den Land Day 1976, ein entscheidendes Datum (besonders) für die Palästinenser:innen in Israel und auch für die israelische Gesellschaft ….

Die Rolle der Religion in Israel wird neu definiert
Kurz vor Beginn des einwöchigen Pessachfests, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei erinnert, hat Israels Parlament Krankenhäusern die Möglichkeit eingeräumt, das Mitbringen gesäuerter Lebensmittel (Chamez) zu untersagen.
Aktuelle Nachrichten zu dieser Entwicklung:
„Der Abgeordnete von Israels Arbeiterpartei, Reformrabbiner Gilad Kariv, bezeichnete den Vorstoß laut Bericht der Zeitung Haaretz als „Vorboten einer beispiellosen Welle religiöser Gesetze“, der den Respekt vor der jüdischen Tradition nicht erhöhen werde.“
Screenshot aus dem Haaretz-Artikel (Photo: Olivier Fitoussi)
Joseph Croitoru schreibt in der taz über die Hintergründe und Geschichte der Auseinandersetzung um das Oberste Gericht in Israel

„Neu ist die Kampagne der israelischen Rechten gegen den OGH also keineswegs. Und nur wer sie aus welchen Gründen auch immer ignorierte oder unterschätzte, zeigt sich jetzt überrascht. Sollte auch Yariv Levins Vorschlag umgesetzt werden, der die Knesset ermächtigen würde, Grundgesetze, die mit einer Mehrheit von weniger als 61 Stimmen (von 120) verabschiedet wurden, zu annullieren, wäre auch das Grundgesetz „Würde und Freiheit des Menschen“ in Gefahr.“
Wenn auch „nur“ eine Berliner Veranstaltung:
Der palästinensische Photograph und Künstler Steve Sabella im Gespräch: Decolonizing The Imagination

https://oyoun.de/Neue spannende Orte: Oyoun – Berlin-Neukölln

Zur einer Phantomdebatte über „die“ Palästinenser und ihre Existenz
In der Jüdischen Allgemeinen antwortet Rafael Seligmann dem israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich:
„Es gebe keine Palästinenser, erklärte Smotrich in Paris, daher auch kein palästinensisches Volk. Dies solle man gefälligst im Elysee-Palast und im Weißen Haus zur Kenntnis nehmen, ebenso bei »verwirrten Juden«. Die Palästinenser hätten keine Geschichte, keine eigene Sprache und Kultur. Bei diesem Sermon trübt sich jedem geschichtsbewussten Menschen der Verstand.
Ist der Mann dumm oder böswillig? Smotrich und Geistesverwandte argumentieren, dass nie ein Staat Palästina existiert habe, auch keine palästinensische Sprache. Doch ein Volk ist ein Volk, wenn es sich als solches empfindet. Die Araber Palästinas kämpfen seit einem Jahrhundert für ihre Unabhängigkeit gegen Juden und Israelis. Dieser Kampf hat bei ihnen ein Nationalbewusstsein entstehen lassen.“ (…)
Auch das gehört zur aktuellen Auseinandersetzung in Israel
Die Massenproteste in den Städten Israels gegen die Entmachtung des Obersten Gerichtshof lassen vergessen, daß dessen bisherige Rechtssprechung gegenüber den Palästinenser:inen zumindest zu kritisieren ist. Weder wurde den Siedler:innen in den besetzten Gebieten Einhalt geboten noch der Minderheitenschutz innerhalb Israels durchgesetzt.
Ein Essay dazu von David Shippler auf dessen eigenem blog (Hinweis auch im Mailing von Tikkun.org)
