Das letzte Licht von Chanukka, Shabbat beginnt, es ist noch Freitag (und heue und gestern auch der Tag des großen Mystikers Johannes vom Kreuz), die Gewalt geht weiter … wie lange noch …
Hier die Einladung zur einer Zoom-Begegnung mit Rabbi Arik Aschermann von Torat Tzedek über die Situtation in der Westbank. Hier zur gesamten Mail, in der noch mehr zur wichtigen Arbeit von Torat Tzedek zu finden ist.
Standing to-gether – Was sonst? Eine gemeinsame Zukunft oder keine lebenswerte, noch immer gibt es Stimmen, die diese ‚Binsenwahrheit‘ nicht nur denken, sondern aussprechen.
Der taz-talk (vom 6. Dezember 2023) mit Rula Daood und Alon-Lee Green von Standing together ist hier bei Youtube nachzuhören – und ein Gespräch im Deutschlandfunk.
May Pundak von A Land for All, und Rana Salman from Combatants for Peace auf CNN im Gespräch. Auch wenn schon ein paar wenige Tage alt, ist es eine ermutigende „Botschaft“.
Dank an B8ofhope (Initiative „promoting peace-building and transformative grassroots initiatives within both Palestinian and Israeli civil societies“) aus der Schweiz, durch wir (erst heute) darauf aufmerksam wurden.
“If we punch a hole in this boat, we will all sink together.” Activists May Pundak of @2States1Homelan and Rana Salman of @cfpeace discuss their enduring dream for Middle East peace, even as explosions ring out while we speak. “Our lives are intertwined,” they say. pic.twitter.com/zv7DKpd7gz
Es ist der Internationale Tag der Menschenrechte, seit 1950 erinnert er an die Verkündigung der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen.
Gerade in Zeiten des Krieges, in Zeiten, in denen weiterhin Menschen als Geiseln gehalten werden, in denen Bombadierungen und Gewalt weitergehen, darf der Kampf für die Achtung der Würde jedes/jeder Einzelnen nicht aufhören, das gilt auch für die politischen und Gruppenrechte…
Zwei Erinnerungen an diesem Abend dazu:
Das Editorial von Haaretz erinnert an die Fragilität der Demokratie auch in Israel und in der taz schreibt in einem Gastkommentar Prof. Elad Lapidot über „Protest und Kritik zu verbieten hilft niemandem, denn Juden und Palästinenser ziehen am selben Strang. Solidarität mit den Palästinensern ist notwendig“.
Chanukka, zweiter Abend, … Hochfest Mariä Empfängnis – und zugleich wird in Gaza gekämpft, werden weiter Raketen geschossen …
Wer wünscht sich derzeit nicht Geschichten, die Hoffnung im Nahostkonflikt machen, auch für unser Zusammenleben hier in Deutschland? Genau die bringt heute das Kulturmagazin Aspekte (ZDF) für die Norbert Kron gerade in Israel und im Westjordanland war… Er schriebt dazu „Für mich, dem das Land und die Menschen dort nach vielen Besuchen persönlich so am Herzen liegt, war diese Drehreise eines der bedeutendsten Erlebnisse meiner journalistischen Arbeit überhaupt. Nach 4 Jahren konnte ich nicht nur meine Freunde in dieser angespannten Zeit wiedersehen, sondern unglaublich engagierte Menschen treffen, die sich gegen die Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern stemmen und Versöhnungsgesten gerade jetzt weiter vorantreiben. Wie die ‚Combatants for Peace‘, ehemalige Soldaten und militante Aufständische, die die Waffen weggeworfen haben und die ich bei ihrem Treffen in Beit Jalla begleiten durfte. Dies und noch viele andere starke Brückenbauer, auch hier in Deutschland, heute im TV & ab 21 Uhr online.“
Was eigentlich „im Hintergrund“ geschieht, bleibt oft naürlich unbeleuchtet, hier einmal etwas an Information über die Chancen und Grenzen der Arbeit des Internationalen Roten Kreuzes: Fabrizio Carboni, IKRK-Regionaldirektor für den Nahen Osten im Gespräch:
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Ein aktuelles Interview mit Robert Mardini, ICRC’s director general, mit den (saudischen) Arab News.
Wir werden in den nächste Monaten sehen, was der 7. Oktober wohin verändert hat / verändern wird – auf allen Seiten, vielleicht sind dabei auch konstruktive Veränderungen.
Mansour Abbas, der in (und mit) der letzten israelischen Regierung bereit war, einen offen kooperativen Weg zu gehen, hat jetzt im innerisraelischen Diskurs dafür geworben, daß die palästinensischen Fraktionen einsehen, daß ihr bewaffneter Kampf nie zum Erfolg geführt hat und sie die Waffen niederlegen sollten, um mit der PA einen palästinensischen Staat aufzubauen.
Hier das Interview, das Abbas CNN (Werbung vor dem Interview) gegeben hat, dann der Bericht in der Times of Israel darüber, der es dann sogar zu einem Bericht im Berliner Tagesspiegel (eigentlich auch nicht so überraschend beim TS) geschafft hat.
Wieder Menschen befreit, aber wir lange hält die „Waffenruhe“ noch …
Auf die Arbeit von Standing Together (hebräisch: Omdim Beyachad, arabisch: Nakef Ma‘an) haben wir hier schon öfter hingewiesen.
Im aktuellen Mailing des NIF (New Israel Fund) heißt es:
„Die jüdisch-arabische Grassrootsbewegung setzt sich für Gleichberechtigung aller Bürger:innen Israels, ein friedliches Miteinander, das Ende der Besatzung und soziale und Klimagerechtigkeit ein. Seit den Hamas-Angriffen auf Israel vom 7. Oktober und dem Beginn der erneuten kriegerischen Auseinandersetzung organisieren Standing Together regelmäßige Zusammenkünfte jüdischer und palästinensischer Bürger:innen Israels. „Sie ist Palästinenserin und ich bin Jude. Aber das einzige Zuhause, das wir beide haben, ist dasselbe Zuhause”, sagte Alon-Lee Green, Mitgründer und Kodirektor der Initiative kürzlich in der New York Times. Gerade in Zeiten, wo der Diskurs über Israel und Palästina derart verengt ist, dass kein Raum für Schmerz und Trauer bleibt, und der Blick auf die Betroffenen als Menschen und auf Gleichzeitigkeiten von Schmerz und Leid versperrt bleibt, brauchen Initiativen wie Standing Together unsere Unterstützung.
Daher freuen wir uns sehr, dass Alon-Lee Green, Ko-Direktor und Mitgründer, und Rula Daood, Ko-Direktorin der Organisation kommende Woche kurzfristig in Berlin sein werden.
In zwei Gesprächen mit taz-Redakteurin Dinah Riese werden die beiden Aktivist:innen über ihre Arbeit berichten. Die Veranstaltungen sind auf Englisch, die zweite wird auch im Livestream übertragen:
76 Jahre ist es heute her … der Teilungsbeschluß der Vereinten Nationen war keine Lösung, aber eine Regelung, bei der beide Seiten etwas erreicht hätten, beiden etwas geblieben wäre – und keine Seite gegen die andere alles bekommen hätte … keine Lösung, aber eine Regelung…
Noch ist „Waffenruhe“ im Gazastreifen, wer weiß wir lange noch. In der Westbank wird im Windschatten versucht, weiter(e) Fakten zu schaffen, alles keine guten Aussichten für eine Zukunft, in der beide Seiten Platz haben müssen.
Hier ein dringender Appell von Eitay Mack zur aktuellen Situation in der Westbank.
Zum vierten Mal sind Menschen freigekommen – und zwei weitere Tage der Waffenruhe scheinen sich zu realisieren. Was kommt dann?
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Heute Abend einmal keine eigene Nachricht, sondern ein Hinweis auf ein Onlineportal, das auch hier öfter zitiert wird:
Wichtige Themen und Fragen, sehr kritische und sehr unbequeme, aber mehr als nötige. (Und die Initiative kann auch (u.a. materiell) unterstützt werden …)