Wer Deutscher werden möchte, soll sich zum Existenzrecht Israels bekennen. Die Regeln für die Einbürgerung sollen entsprechend verschärft werden. Das Land Sachsen-Anhalt ist mit einem besonderen Erlass zum Staatsangehörigkeitsrecht vorangeprescht. …
Im Einladungstext des israelischen Rossing Center for Education and Dialogue heißt es:
„While we, as societies living in the Holy Land, are still trying to cope with the horrors and challenges of the past months and the current war, in this webinar we are keen to learn about peace education following atrocities. We will learn from a different context, Rwanda, how they implemented peace education after horrific events.
Ian Manzi is an advocate for peace education in post-genocide Rwandan society and will share his professional experience, including working for the Agahozo-Shalom youth Village and as a co-founder of Critical Thinking for P.E.A.C.E.“
Date: 31. Januar 2024 – Time: 20:00 Speaker: Ian Manzi
Vortrag | „Nach dem 7. Oktober: Antisemitismus, Rassismus und die deutsche Debatte“
29. Januar 2024 | 10:00 s.t. – 12:30
Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und die militärische Reaktion Israels haben weltweit für emotionale und verbitterte Debatten gesorgt. Auch in Deutschland äußern sich bereits bestehende Konfliktlinien in einer neuartigen Vehemenz: auf der einen Seite das Bekenntnis zum Staat Israel aufgrund der deutschen Geschichte. Auf der anderen Seite wird Israel als „Kolonialstaat“ delegitimiert. Der Konflikt äußert sich auf den Straßen, in sozialen Medien und in Hörsälen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum der Nahostkonflikt so viel Emotionalität und Aggressivität hervorbringt und zeichnet Möglichkeiten auf, wie die Debatte differenzierter geführt werden kann.
Freie Universität Berlin lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Vortrag ein.
Hörsaal A, Henry-Ford-Bau – Garystraße 35, 14195 Berlin
DieAufzeichnung der Lesung aus den CORRECTIV-Recherchen „Geheimplan gegen Deutschland“ vom 17. Januar 2024 sowie den Download des Textes. Im Rahmen der Lesung im Berliner Ensemble enthüllte das investigative Team von CORRECTIV weitere Details ihrer Recherche zum rechtsextremen Geheimplan gegen Deutschland.
Sage niemand, man:frau habe das nicht wissen können …
Harry Nutt im Gespräch mit dem Philosophen Christoph Menke (In: Berliner Zeitung„)
„Philosoph: Mit Klauseln lässt sich Antisemitismus nicht bekämpfen“
Vergleiche mit der McCarthy-Zeit treffen nicht zu. Aber es besteht die Gefahr, Probleme durch staatliche Überwachung lösen zu wollen.
Aus dem Gespräch:
„Ich halte das für einen falschen Versuch, Antisemitismus zu bekämpfen. Allein die Absicht, hier mit nur einer Definition des Antisemitismus arbeiten zu können und diese staatlicherseits verpflichtend zu machen, ist kontraproduktiv. Man sieht das bei der Frage nach dem Verhältnis von Israelkritik und Antisemitismus. Wie jetzt mit Formeln wie „israelbezogener Antisemitismus“ die Grenze zwischen beidem verwischt wird, zeigt eine Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs zu anderen Zwecken.“
Vom 16. Januar bis zum 15, Februar sind Vertreter der Combatants for Peace in Deutschland unterwegs, um über ihr Engagement und ihre Sichtweisen zu sprechen. Das aktuelle Programm der Vortragstour findet sich hier. (Die Liste wird nach Angaben der Organisatoren laufend aktualisiert.
Verschwörungsphantasmen aller Art. In unserer Gegend sollten wir nicht vergessen, woher sie kommen…
Ein Beitrag von Friederike Henjes auf dem Portal Die Eule faßt die Entwicklungen noch einmal zusammen: Über die christlichen Ursprünge antisemitischer Verschwörungstheorien
Der Prozeß vor dem Internationalen Gerichtshof hat mit den Statements von Südafrika (Über die Vereinten Nationen auf Youtube) und der Antwort Israel (Hier der Link dazu) begonnen.
In Den Haag wird vor dem International Court of Justice verhandelt, was die Republik Südafrika vor das Gericht gebracht hat: Wie ist zu bewerten, was Israel im Rahmen seiner Selbstverteidigung im Gazastreiifen tut. Genozid für die einen, Selbstschutz für die anderen. (Unterschiedlicher als an diesen beiden Tage vor Gericht kann der Konflikt kaum präseniert werden).
Die Meinungen gehen weit auseinander, unabhängig davon, ob man:frau einen sofortigen Waffenstillstand für angezeigt hält oder nicht. Eine Ende der Besatzung wäre jedenfalls allen Menschen zu wünschen, nur dann könnte Gerechtigkeit werden.
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Bemerkeswert mit welcher Position sich die Bundesregierung in das Verfahren einmischt und ziemlich offen das Gericht angeht:
Material Life in Mid Nineteenth Century Damascus: Christian Compensation Claims After the 1860 Massacres
In July 1860, a violent mob destroyed the Christian quarters of central Damascus killing an estimated 5,000 people and razing hundreds of houses, businesses and religious structures. Thanks to the intervention of a small core of the city’s Muslim notables, some 85% of the Christians survived the massacre. Their survival confronted the Ottoman government with a massive challenge, of providing housing and livelihoods for thousands of destitute Christians and compensating them for their losses. Drawing on contemporary Damascene records, this paper examines the claims of Damascene Christians for compensation for their destroyed houses and workspaces as well as their stolen property to examine the material life of nineteenth century Syrians. This material sheds new light on social norms and hierarchies within the professional classes in late Ottoman Damascus.
Tom Segev, 1945 als Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Paares in Jerusalem geboren, zählt zu den herausragenden Publizisten Israels. Der promovierte Historiker hat zahlreiche Monographien vorgelegt, die sich mit der Geschichte Israels und Palästinas befassen, etwarem: „Die siebte Million“, „Ben Gurion“, und „Es war einmal Palästina“.„Jerusalem Ecke Berlin“ heißt sein 2022 auf Deutsch erschienenes Erinnerungsbuch.
Im Gespräch mit Michael Hesse schaut er auf die Entwicklungen in seinem Land und räumt auch eigene Fehler ein. (Interview in der Frankfurter Rundschau): „Der Krieg muß sofort enden“