13. März | Das ist eine Nachricht …

Today Standing Together will again lead a food and aid convoy to support the starving people of Gaza and the Israeli hostages who are held there. They will go to the border with Gaza with a food truck for and dozens of private cars, and will try to reach the Kerem Shalom passage.

The starvation of the people of Gaza is appalling, and the humanitarian disaster that the government is fostering harms innocent citizens, the hostages who are still being held captive, and will eventually harm us as well: the disaster does not stop at the border.

For months now, extreme organized settlers, encouraged by the government, are working to starve the people of Gaza by blocking aid trucks and harming innocent Gazans and the hostages who are dying in captivity. We must oppose it, we must break the barrier of hunger. please join our efforts.

Last week, around a 1,000 Israeli citizens, bothe Jewish and Palestininan, donated food and aid which we took to our first convoy. We were more than 40 cars heading to the border with Gaza, but the Army and police stopped us 10km from the border. We will not give up. We must take the human path and to make sure no one person on our land dies of starvations.

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Zitat zum Sonntag

„Wenn man faul ist im Denken, dann muss man die Welt in Binaritäten sehen: die Guten und die Bösen. Dass Israelis und Palästinenser was zusammen machen, ob nun bei der Berlinale oder den „Combatants für Peace“, stört dieses Weltbild. Wer das nicht wahrhaben will, kann leider den Konflikt nicht verstehen. (…) Komplizierter denken zu können, ist zwar nötig. Aber manche Sachen sind ganz einfach, zum Beispiel, dass Kinder nicht ausgehungert werden dürfen. Meine Hoffnung besteht in dem Konzept von Empathie, der Idee, dass man den Schmerz der anderen verstehen kann, unter anderem durch den eigenen Schmerz. Ich sehe die Bilder der Mütter aus Israel, die am 7. Oktober ihre Kinder verloren haben, oder der Kinder, deren Eltern an dem Tag umgebracht wurden. Aus diesem Schmerz heraus kann ich verstehen, warum wir auch die Eltern und Kinder in Gaza nicht töten sollen. Das ist für die meisten gerade sehr schwierig. Aber ich hoffe, dass es im Laufe der Zeit leichter wird, den Schmerz der anderen anzuerkennen.“

Aus dem Tagebuch einer Palästinenserin

Barbara Nolte bereitet im Tagesspiegel die Erfahrungen und Tagebuchaufzeichnungen von Heba Alsaid aus dem Gazastreifen auf …

Her Voice, Our Future – Int’l Women’s Day

Join tomorrow for a special International Women’s Day webinar with Israeli, Palestinian, and international women changemakers – American Friends of the Parents Circle – Families Forum

Bushra Awad – bereaved mother, Forum member
Ayelet Harel – bereaved sister, Forum member, PCFF Board member
Huda Abuarqoub – UN Advisor for Article 1325 on women, peace, and security
Naomi Sternberg – gender and conflict resolution manager at the Geneva Initiative and peace activist
Zuhra Bahman – Regional Director for Search for Common Ground, Afghanistan
Hamutal Gouri – moderator and feminist peace activist

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Note: please register at the link above to receive the recording of the program

Keine Besserung in Sicht

Die Crisis Group beobachtet kontinuierlich mehr als 70 Krisen- und Konfliktgebiete weltweit und veröffentlicht monatlich Berichte zum Stand, zu Veränderungen, Stagnationen, Regelungsbemühungen, gibt aber auch ihrerseits Warnungen zu möglichen Eskalationen heraus.

Diese Woche hat die Crisis Group ihren neuen Krisenbeobachterbericht CrisisWatch für den Monat Februar und den Ausblick auf den Monat März veröffentlicht. In der globalen Übersicht stellt die CG hinsichtlich des Risikos einer Eskalation den Krieg in Gaza und den Konflikt in Nahost mit an die erste Stelle.

Betrachtet das Team der Crisis Group seine Arbeit zu Israel und Palästina seit 2002, also seit mehr als zwanzig Jahren, fällt das Resüme der Group wenig überraschend aus: Mit jeder Eskalation sei ein israelisch-palästinensischer Frieden weiter entfernt denn je.

Die Lage ist weiter verfahren, aber: noch besteht Aussicht auf ein Ergebnis der Vermittlungsgespräche zwischen den Konfliktparteien.

Crisis Watch | Israel/Palestine | Middle East

UNRWA und Hunger und …

Das Auswärtige Amt erklärt heute dazu (ohne sich dazu zu äußern, wer welche Reform warum will…)

„Dabei stehen wir vor dem Spagat, dass die humanitäre Lage in Gaza katastrophal ist und die Situation der Menschen dort mit jedem Tag verzweifelter wird. Und zugleich müssen wir der Notwendigkeit der Aufklärung der schwerwiegenden Vorwürfe und einer Reform des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) gerecht werden.“

Zugleich berichtet die Washingon Post, daß die USA begonnen haben, „Hilfsgüter“ über dem Gazastreifen abzuwerfen … Zugleich geht der Wahnsinn des Krieges weiter …

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Zum gleichen Thema ein Bericht im Deutschlandfunk (2.3.24):

Mixed Heritage

Die Situation von Menschen, deren Eltern aus verschiedenen Kulturen/Religionen/Nationen kommen, hat die aktuelle Lage noch schwerer werden lassen, wie Tara Abhasakun in einem Beitrag für RNS beleuchtet (und zeigt einmal mehr, wie wenig weit und weitsichtig solche Narrative für Menschen sind…)

This inequality, it has to end!

Ein kleiner Ausschnitt aus der Dankesrede des israelischen Regisseurs Yuval Abraham:

Und die Wahrnehmung, die einer solche Rede in manchen israelischen Medien hervorruft, hier ein Beitrag aus der Haaretz (Sheren Falah Saab) über die Berlinale-Berichterstattung des Kan Public Broadcaster.

Die Wellen der deutschen Politik kochen hoch, wie schön wäre es, wenn bei der nächste Berlinale Menschen mit zwei Schals auf die Bühne träten, … noch ein weiter Weg.

Und ein Bericht im Spiegel zu diesen Ereignissen.

Und Yuval Abrahm auf X.

„A right-wing Israeli mob came to my family’s home yesterday to search for me, threatening close family members who fled to another town in the middle of the night. I am still getting death threats and had to cancel my flight home. This happened after Israeli media and German politicians absurdly labeled my Berlinale award speech – where I called for equality between Israelis and Palestinians, a ceasefire and an end to apartheid – as ‘antisemitic’. The appalling misuse of this word by Germans, not only to silence Palestinian critics of Israel, but also to silence Israelis like me who support a ceasefire that will end the killing in Gaza and allow the release of the Israeli hostages – empties the word antisemitism of meaning and thus endangers Jews all over the world. As my grandmother was born in a concentration camp in Libya and most of my grandfather’s family was murdered by Germans in the holocaust, I find it particularly outraging that German politicians in 2024 have the audacity to weaponize this term against me in a way that endangered my family. But above all else, this behavior puts Palestinian co-director Basel Adra’s life in danger, who lives under a military occupation surrounded by violent settlements in Masafer Yatta. He is in far greater danger than I am. I’m happy our award winning film, No Other Land, is sparking an important international debate on this issue – and I hope that millions of people watch it when it comes out this year. Sparking a conversation is why we made it. You can have harsh criticism of what me and Basel said on stage without demonizing us. If this is what you’re doing with your guilt for the holocaust – I don’t want your guilt.“

Muriel Asseburg: Der 7.10. und der Gazakrieg

Die deutsche Nahost-Wissenschaftlerin zu Besuch im Jüdischen Museum Hohenems
Der Mittschnitt (ab Min 10:30) ihres Vortrages auf Youtube, davor eine Einführung des Chefredakteurs der österreichischen Zeitschrift International, Fritz Edlinger.

ORF – Im Gespräch

Wie kann es im Nahen Osten weitergehen?

Wie bleibt frau HumanistIn?“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Autorin Maya Arad Yasur, dem Wissenschaftler Gal Hertz und dem Politiker Jules El-Khatib

Die israelische Autorin Maya Arad Yasur, geboren 1976 in Israel, hat kurz nach dem Massaker der Hamas einen Theatertext verfaßt. Der Titel: „Wie man (frau) nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten.“

Der Text der studierten Dramaturgin dreht sich um das Ringen um eine humanistische Haltung gegenüber den zivilen Opfern. Wie schafft man:frau es nach allem, was geschah und geschieht, nicht der blinden Rachsucht zu verfallen.

Die in München lebende israelische Regisseurin Sapir Heller hat zu dem Text ein Konzept für eine Bühnenperformance entwickelt, die an mehreren deutschen Theatern in unterschiedlicher Besetzung zu sehen war.

Das Theater Nestroyhof Hamakom im 2. Wiener Gemeindebezirk zeigt diese Performance, die nach Menschlichkeit, Empathie und Zukunft fragt von 31. Jänner bis 2. Februar 2024. Es spielt die in Wien lebende deutsch-israelische Schauspielerin Lena Kalisch. In einer Kooperation mit dem Theater Hamakom, kuratiert von Martina Schmidt, spricht Renata Schmidtkunz mit der Autorin Maya Arad Yasur, dem israelischen Germanisten Gal Hertz und dem palästinensisch-deutschen Hochschul-Dozenten für Soziale Arbeit, Jules El-Khatib darüber, wie es nach derartig viel Gewalt im Nahen Osten weitergehen kann.