An Israeli delegation of Intellectuals and former Ambassadors submit the „Petition of 1200“

„Support for the Paris Peace Conference and Call To Recognize Palestine Now“

Tomorrow, Thursday 12.1.2017, a delegation of Israeli intellectuals and former ambassadors will meet with Helene Le Gal, Ambassador of France to Israel, in order to present a petition of support for the French initiative to  organize a Peace Conference in Paris on Sunday, January 15.

In recent days, some 1200 Israeli citizens signed that petition in support of the French Initiative.  The conference aims to provide a broad international base of support for the Israeli-Palestinian peace process.

The conference will convene on Sunday, 15 January 2017.  Foreign ministers from approximately 70 countries are expected to attend.  The conference will signal that the world expects to see an Israeli-Palestinian peace agreement based on two states for two peoples – Israel and Palestine – that will maintain mutual relations based on peace and security.

The signatories congratulate the French Government on convening the conference, stress the critical need to renew the peace process, and call on the conference to adopt UNSC Resolution 2334 and the principles for a peace agreement laid out in Secretary of State John Kerry’s 28 December speech.

The signatories also call for the immediate end to the occupation, which is entering its 50th year; for the establishment of a sovereign, independent State of Palestine alongside the State of Israel; and for the acceptance of the State of Palestine as a full member of the United Nations.

Furthermore, the signatories call for the recognition of Jerusalem as the capital of the two states and appeal to the international community to strengthen its support for Israel within the 1967 borders while, at the same time, differentiating in its dealings with Israel between the legitimate State of Israel and the settlements on occupied territory, which constitute a violation of international law and a key obstacle to peace.

Among the signatories are Nobel Prize laureate Daniel Kahneman, 20 Israel Prize laureates, five Israeli ambassadors, former Attorney General Michael Ben-Yair, former Minister Yair Zaban, and five former Members of Knesset.

Ambassador Ilan Baruch
Policy Working Group
Peace NGO Forum

Women Wage Peace – der Friedensmarsch einer Bewegung

Ein kleines Wunder ist geschehen, das seitens der Medien völlig ignoriert wurde: Tausende Frauen, Hebrews, Muslima und Christinnen haben sich in Israel vom 4. bis 19. Oktober 2016 auf einen Friedensmarsch (‚March of Hope‘) begeben.

http://womenmarchsantacruz.com/blog/march-for-peace-just-a-month-ago-is-a-beautiful-example-of-unity-and-inclusion

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228054ef-1d55-411d-bd12-3f612ee2db0e© Women Wage Peace

In diesem neuen offiziellen Video der Bewegung Women Wage Peace, singt die israelische Sängerin Yael Deckelbaum das Lied „Prayer of Mothers“ zusammen mit Frauen und Müttern unterschiedlicher Religionen, um zu zeigen, dass Musik etwas verändert. Ein vollkommenes, weibliches Wunder, das mehr sagt als 1000 Worte.

Naomi Chazan: When religion and nationalism spawn sexism

Eine der bekanntesten israelischen Publizistin und Politikwissenschaftlerin Naomi Chazan, frühere Sprecherin der Knesset und heute Direktorin des Academic College in Tel Aviv-Jaffa, hat die in letzter Zeit sich häufenden Zwischenfälle von sexuellen Übergriffen hochrangiger Politiker und Militärs zum Anlass genommen, eine der Ursachen für diese Übergriffe zu analysieren. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Ablehnung von Geschlechtergleichheit und extremen religiös begründetem Nationalismus.

Ihrer Ansicht nach haben die rechten Parteien (Habayit Hayehudi, Teile des Likud und Israel Beyteinu und die ultra-orthodoxen Parteien) nicht nur die Macht im Regierungslager übernommen, sie beeinflussen auch das gesellschaftliche Klima. Sie identifiziert besonders die Armee als ein Ort, an dem die Forderung nach der Gleichstellung von Frauen die männliche Vorherrschaft in Frage stellt. Die Nationalisten reagieren darauf, indem sie Frauen ihren Platz in der Gesellschaft (wieder) zuweisen, egal mit welchen Mitteln.

Hier der Artikel in voller Länge: http://blogs.timesofisrael.com/religion-nationalism-and-sexism/

Beitar Jerusalem und seine Ultras – Fußball und Konflikt

Die Löwen, wie Beitar genannt wird, wurden sechsmal israelischer Meister – sind aber auch ein Verein, der ein Problem des israelischen Fußballs gut aufzeigt. Dr. Steffen Hagemann, Vorstandsmitglied des diAk e.V., berichtet gegenüber der Sportseite goal.com über die Fußballfans von Beitar Jerusalem, die als besonders radikal, rassistisch und nationalistisch gelten.

„Auch die jüdisch-arabische Konfliktlinie spiegelt sich im Fußball. Besonders die Fans von Beitar Jerusalem fallen immer wieder negativ durch rassistische Äußerungen auf“, betont Hagemann. Im Juli dieses Jahres wurden über 50 ultra-nationale Fans des 1936 gegründeten Klubs festgenommen. „Die Festnahmen sind das Ergebnis der Gewalttaten von ‚La Familia'“, sagte ein Polizeisprecher. Er bezieht sich auf das Herzstück der anti-islamischen Bewegung. Die Ultra-Gruppe ist nicht nur im Stadion das Zentrum des Fantums Beitars, sondern ist auch im Drogen- und Waffenhandel aktiv. Hört man von Menschenjagden auf Palästinenser oder von Brandanschlägen, sind fast immer Mitglieder der „Familie“ involviert, die so gar nichts Warmes und Familiäres an sich hat.

Hier geht es zum ganzen Artikel.

The day after. A mail by Jewish Voice for Peace

The email I expected to send would have talked about taking President-elect Hillary Clinton to task on human rights and human dignity in Israel/Palestine.

But today is a different day. It is a frightening time where our communities have only ourselves to hold onto. And even with President-elect Trump, propelled into office by a wave of racist, sexist, hateful, anti-Muslim, anti-Jewish, anti-immigrant sentiment, I am feeling more grateful than ever for the power and community of Jewish Voice for Peace.

I know that some of the wisest, most experienced, most determined people on earth are walking around today, feeling a similar way.

I know that in the next weeks and months we will link arms and build power and face this challenge here, while continuing our work alongside our Palestinian allies and friends facing death, detention, bombs, exile, apartheid, and demolition of their homes.

So, even though this is a bleak and uncertain time, you should know, as I do, that you aren’t alone and we haven’t lost because we are just starting to build and win.

With hope and determination,

Rebecca

(And all of us at Jewish Voice for Peace)

Rebecca Vilkomerson
Executive Director

https://jewishvoiceforpeace.org/

„Shrinking Democratic Space – Israels Demokratie unter Druck“

Shrinking Democratic Space – Israels Demokratie unter Druck“
Vortrag und anschließende Diskussion mit Sharon Abraham-Weiss, Direktorin der Association for Civil Rights in Israel (ACRI)

Wann?: Mittwoch, 09. November 2016
Wo?: Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Beginn: 19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Die Association for Civil Rights in Israel (ACRI) ist die älteste und bis heute führende israelische Menschen- und Bürgerrechtsorganisation, die sich mit den bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten benachteiligter Gruppierungen in Israel und den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten befasst. Sharon Abraham-Weiss, die Geschäftsführerin von ACRI, wird von den aktuellen Entwicklungen und den Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement in Israel berichten.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Facebook.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem New Israel Fund Deutschland und EAPPI. Mit freundlicher Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung.

B’Tselem, Israel und die Vereinten Nationen

Am 6. Oktober 2016 nahm der Vorsitzende der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem (Hebr.: ‚Im Angesicht‘), Hagai El-Ad, an einer Anhörung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York zum Thema „Illegale Siedlungen: Hindernisse für den Frieden und die Zwei-Staaten-Lösung“ teil und sprach sich vehement gegen die fast 50 Jahre währende israelische Okkupation und die anhaltende Siedlungspolitik aus. In seiner Rede erinnerte er daran, daß Israel aufgrund des historischen VN-Teilungsbeschlusses über Palästina 1947 entstanden sei, die Welt jedoch über Jahrzehnte die Okkupation eines anderen Volkes erlaubt habe.
„Millionen Israelis und Palästinenser kennen keine andere Realität. Wir benötigen Ihre Hilfe. …  Die Rechte der Palästinenser müssen verwirklicht werden; die Okkupation muß beendet werden; der UN-Sicherheitsrat muß handeln; und es ist jetzt an der Zeit dafür.“
El-Ad wurde nach seiner Rede vielfach in der israelischen Presse und durch konservative Politiker angegriffen; Ministerpräsidenten Netanjahu drohte am 15.10., der Organisation werde es künftig verwehrt, Ersatzdienstleistende zu beschäftigen. In einem Haaretz-Artikel legte der Menschenrechtsaktivist am 16. Oktober dar, warum er sich in der Vereinten Nationen gegen die Okkupation ausgesprochen habe.

 

Es folgt ein Auszug der englischen Rede von Hagai El-Had, die transkribiert vorliegt. Die vollständige Rede findet sich auf den Seiten des 972Mag.

Members of the Security Council,

Ladies and Gentlemen,

Before I begin, I would like to express my deep thanks for this unique opportunity of speaking at this distinguished forum and engaging with the members of the UN Security Council.

What I’m about to say is not meant to shock you. It is, however, meant to move you.

For the past 49 years – and counting – the injustice known as the occupation of Palestine, and Israeli control of Palestinian lives in Gaza, the West Bank, and East Jerusalem, has become part of the international order. The first half-century of this reality will soon be over. On behalf of B’Tselem, the Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories, I implore you today to take action. Anything short of decisive international action will achieve nothing but ushering in the second half of the first century of the occupation.

Ladies and Gentlemen,

What does it mean, in practical terms, to spend 49 years, a lifetime, under military rule? When violence breaks out, or when particular incidents attract global attention, you get a glimpse into certain aspects of life under occupation. But what about the rest of the time? What about the many “ordinary” days of a 17,898-day-long occupation, which is still going strong? Living under military rule mostly means invisible, bureaucratic, daily, violence. It means living under an endless permit regime, which controls Palestinian life from cradle to grave: Israel controls the population registry; Israel controls work permits; Israel controls who can travel abroad – and who cannot; Israel controls who can visit from abroad – and who cannot; in some villages, Israel maintains lists of who can visit the village, or who is allowed to farm which fields. Permits can sometimes be denied; permits must always be renewed. Thus with every breath they take, Palestinians breathe in occupation. Make a wrong move, and you can lose your freedom of movement, your livelihood, or even the opportunity to marry and build a family with your beloved.

Meanwhile, ever present, are the settlements and the settlers. They are Israeli citizens living, ostensibly, in a first-world democracy, that somehow exists only for them, beyond the borders of their country. This ever-expanding venture, its illegality notwithstanding, is to be found everywhere throughout the West Bank and East Jerusalem. Settlements encompass the built-up areas as well as the generous allocations of land around them, meant for future expansion or “special security zones”; they mean checkpoints for Palestinians, and bypass roads for settlers; they mean the Separation Barrier; and finally, they mean the fragmentation of Palestine into hundreds of isolated communities, floating – or rather I should say, slowly sinking – in a sea of Israeli domination. Who could possibly deserve to endure such conditions for half a century?

Westfälischer Friedenspreis: jordanischer König Abdullah II. geehrt

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Jordaniens König Abdullah II. ist für seine Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens in Münster geehrt worden.

 

Bundespräsident Joachim Gauck hat den jordanischen König Abdullah II ibn Al Hussein in Münster für die friedensstiftende Vermittlung bei verschiedenen Konflikten in Nahost mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Das jordanische Staatsoberhaupt teilt sich den Preis mit jugendlichen Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die vom Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, für ihr herausragendes Engagement gegen Rassismus und Intoleranz geehrt wurden. Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) vergab den mit 100.000 Euro dotierten Preis in diesem Jahr zum zehnten Mal.

Quelle: http://www.wirtschaftliche-gesellschaft.de/?id=261

Auch erwähnte Abdullah II. in seiner Rede die Preisträger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF). Die Laudatio für ASF hielt SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Oppermann:

Gegen das Verdrängen und Vergessen kämpften die Gründer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. (…) ASF begreift Geschichte als Verpflichtung für ihr Handeln in der Gegenwart.wa

Mehr Informationen:

http://www.sueddeutsche.de/news/leben/auszeichnungen-jordanischer-koenig-mit-westfaelischem-friedenspreis-geehrt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-161007-99-734492

https://www.asf-ev.de/de/presse/pressemeldung/asf-erhaelt-den-westfaelischen-friedenspreis/

Foto:© http://www.wirtschaftliche-gesellschaft.de

„Wenn Du Dich um Israel sorgst, ist Schweigen keine Option mehr!“

Mitte September 2016 haben etwa 500 Israelis einen Aufruf veröffentlicht, in dem sie die Juden in aller Welt auffordern, sich gemeinsam gegen die Besatzung zu engagieren und eine neue Zukunft um des Staates Israel und der kommenden Generationen aufzubauen. In dem Aufruf heißt es:

„Das nahende Jahr 2017 markiert 50 Jahre der israelischen Okkupation der palästinensischen Gebiete. Israel steht an einem Scheideweg. Die gegenwärtige Lage ist verheerend. Der anhaltenden Okkupation wohnt die Unterdrückung von Palästinensern inne und fördert das gegenseitige Blutvergießen. Sie untergräbt das moralische und demokratische Gewebe des Staates Israel und verletzt Israel als Teil der Gemeinschaft der Welt.

Unsere beste Hoffnung für die Zukunft – der sicherste Weg für Sicherheit, Frieden und Wohlstand – liegt in einer verhandelten Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, die in der Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates an der Seite Israels mündet.

Wir rufen die Juden in aller Welt auf, sich mit israelischen Partnern für eine koordinierte Aktion zu vereinen, um die Okkupation zu beenden und eine neue Zukunft um der Zukunft des Staates Israel und der kommenden Generationen aufzubauen.“

Zu den Erstunterzeichnern gehörten Shaul Arieli, Elie Barnavie, Michael Ben-Yair, David Broza, Avrum Burg, Orly Castel-Bloom, Noami Chazan, Yael Dayan, Akiva Eldar, Moshe Gershuni, Amos Gitai, David Grossman, David Har’el, Eva Illouz, David Kahneman, Dani Karavan, Amia Lieblich, Savyon Liebrecht, Alon Liel, Avishai Margalit, Ruchama Marton, Sami Michael, Amram Mitzna, Ohad Naharin, Achinoam Nini, Amos Oz, Frances Raday, Michal Rovner, Alice Shalvi, Shimon Shamir, Joshua Sobol, Iftach Spector, Zeev Sternhell, Gila Svirsky, David Tartakover, Micha Ullman, Chaim Yavin, Moshe Zimmermann und Moshe Zuckermann.

Der Artikel ist dem Blog von Reiner und Judith Bernstein entnommen

Fractured Lands: How the Arab World Came Apart

Unbedingte Leseempfehlung: die umfassende, bild- und quellenreiche Reportage Fractured Lands: How the Arab World Came Apart von Scott Anderson aus dem New York Times Magazine. Eine journalistische Ausnahmeleistung!

http://www.nytimes.com/interactive/2016/08/11/magazine/isis-middle-east-arab-spring-fractured-lands.html?_r=1

The product of some 18 months of reporting, it tells the story of the catastrophe that has fractured the Arab world since the invasion of Iraq 13 years ago, leading to the rise of ISIS and the global refugee crisis. The geography of this catastrophe is broad and its causes are many, but its consequences — war and uncertainty throughout the world — are familiar to us all. Scott Anderson’s story gives the reader a visceral sense of how it all unfolded, through the eyes of six characters in Egypt, Libya, Syria, Iraq and Iraqi Kurdistan. Accompanying Anderson’s text are 10 portfolios by the photographer Paolo Pellegrin, drawn from his extensive travels across the region over the last 14 years, as well as a landmark virtual-reality experience that embeds the viewer with the Iraqi fighting forces during the battle to retake Falluja.