Union !

Vom Donnerstag, 12. August – Sonntag, 15. August 2021 dreht sich der neuen Nahe Osten in Berlin: Das Middle East Union Festival läßt mit Literatur, Diskurs und Musik, mit Performance, Poesie, feministischen und queeren Diskussionen mit Gästen aus aller Welt – analog und digital – eine Vision zum Greifen nah erscheinen und lädt dazu ein, Ideen der Utopie frei zu erkunden.

Logo Middle East Union

Geschichte vergeht nicht

Ein Forschungsprojekt widmet sich Tausenden Büchern von Shoa-Opfern, die diese in Berlin zurücklassen mußten.

Ein Beitrag von Andreas Förster in der Frankfurter Rundschau

„Hölzerne Munitionskisten stehen in einem Raum, jede ist gut einen Meter lang und etwa 50 Zentimeter breit. Ihre graue Farbe ist abgeschabt, das Holz rissig, die metallenen Ecken sind angerostet. Aber es liegen keine Patronen oder Granaten darin, sondern Bücher. Tausende. Kleine und große, viele mit grauen, schmucklosen Buchdeckeln, andere mit kunstvoll gestaltetem Einband. Alte Bücher in alten Kisten. Ein Schatz?“

Virtuelle Ausstellung

Leben im Exil“ – so heißt es in der Digitalen Kunsthalle von ZDFkultur. Sie erzählt die bewegenden Geschichten von neun Menschen: von Irma und Hanns W. Lange, Mutter und Sohn; von den Antifaschist*innen Hubertus Prinz und Helga Prinzessin zu Löwenstein; dem Schriftsteller Walter Meckauer und seiner Familie; dem Photographen Eric Schaal und der späteren Bestsellerautorin Stefanie Zweig. Sie alle waren aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Haltung gezwungen, während der NS-Zeit aus Deutschland zu fliehen.

Anhand ausgesuchter Objekte und Dokumente aus dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 – die sich sozusagen digital ergehen lassen – zeichnet die Ausstellung ihre Lebenswege nach. Die Ausstellung ist ein gemeinschaftlich kuratiertes Projekt zwischen dem Deutschen Exilarchiv und ZDFkultur (-> soviel nur nebenbei zum Inflationsausgleich für die öffentlich-rechtlichen Programme….)

Photo: ZDF Digital, Patrick Pees

Universität!

Anerkennung von Dar al-Kalima (Bethlehem) als Universität – die Krönung vieler Jahre des Engagements, Hoffung ein Gesicht zu geben und eine Adresse – Herzlichen Glückwunsch!

Mehr zum Hintergrund von Dar al-Kalima in unserer Themenausgabe von israel & palästina: 25 Jahre Dar al-Kalima (Heft 2-3/2020)

Ist möglicherweise ein Bild von Torte

Kalender August 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Beim AphorismA Verlag sind noch ein paar letzte Exemplare verfügbar.

Der August bringt ein Gedicht von Rose Ausländer: Im Umkreis … ich gehe auf | und unter | im Gebet

Einfach mal von oben

Ein ’sehenswerter‘ Bericht auf der Seite https://www.israel21c.org über die Arbeiten des Photographen Roni Kiperman.

Twelf gorgeous views of Israel from above – ‘There is something terribly exciting about seeing places for the first time from above. Everything looks completely different from the sky,’ photographer Roni Kiperman.

The Bahá’í Gardens in Haifa as seen from above.Photo © Roni Kiperman

/

The MIDDLE EAST UNION Festival

Berlin – und digital: 12.-15. August 2021 – Progammseite

Kann und darf man:frau: aus dem heutigen Berlin einen in Frieden und Gleichheit geeinten Nahen Osten imaginieren? Über nationale Grenzen, religiöse und sprachliche Unterschiede hinweg? Das viertägige Middle East Union Festival läßt mit Literatur, Diskurs und Musik, mit Performance, Poesie, feministischen und queeren Diskussionen mit Gästen aus aller Welt diese Vision zum Greifen nah erscheinen und lädt dazu ein, Ideen der Utopie frei zu erkunden.

Logo Middle East Union

Jüdische Musiken

So betitelte die Zeitschrift „Melodie und Rhythmus“ den Heftschwerpunkt, in dem Klezmer neben jüdischen Partisanenliedern und religiöser jüdischer Musik steht:  

„In der Musikkultur reicht die »jüdische Dimension«, wie Moshe Zuckermann die Präsenz des Jüdischen in der Diaspora und im zionistischen Staat bezeichnet, weit über Klezmer und jiddische Lieder hinaus. Nicht zuletzt hat die Leiderfahrung der Juden Eingang in neue Genres, etwa den Punk, gefunden, und der Kontrast zwischen den Identitäten der »Welt von Gestern« und des modernen Israels wird in vielen sehr unterschiedlichen Musiken hörbar.“

Alle Textbeiträge des Heftes und weitere Audiobeiträge sind abrufbar im Netz:

M&R gedenkt aber auch des politischen und künstlerischen Wirkens der vor im Juli 2021 verstobenen hoch geachteten Esther Bejarano und bringt Veranstaltungen und Interviews mit ihr.

Mit Maiglöckchen und Zahnbürste im Gepäck?

Ein Essay von Gundula Schiffer im Online Magazin für übersetzte Literatur: TraLaLit über hebräische Literatur in Deutschland einst und jetzt – denn Berlin ist wieder ein literarisch-kulturelles Zentrum geworden….

Auch nicht-analog, ein Besuch lohnt sich

Yiddish Book Center home

Einladung einmal durch diese Site zu stöbern, da ist viel Spannendes, Berührendes und Schönes dabei …

„The Yiddish Book Center was founded in 1980 by Aaron Lansky, then a twenty-four-year-old graduate student of Yiddish literature (and now the Center’s president). – In the course of his studies, Lansky realized that untold numbers of irreplaceable Yiddish books—the primary, tangible legacy of a thousand years of Jewish life in Eastern Europe—were being discarded by American-born Jews unable to read the language of their Yiddish-speaking parents and grandparents. So he organized a nationwide network of zamlers (volunteer book collectors) and launched a concerted campaign to save the world’s remaining Yiddish books before it was too late.“