Israelisches Filmfestival in Deutschland

Vom 4.-14. September 2022 – im Saal und auf dem Sofa

„SERET, das größte israelische Filmfestival der Welt, ist stolz darauf, im Jahr 2022 seine Vorführungen in Deutschland zu eröffnen. Auf dem Festival werden israelische Filme in voller Länge, Dokumentarfilme und Kurzfilme gezeigt.
In diesem Jahr wird das 7-jährige Bestehen von SERET Deutschland gefeiert. Veranstaltet wird zum dritten Mal in Folge ein hybrides Festival – sowohl auf der Leinwand für Zuschauer, die das volle Kinoerlebnis bevorzugen, als auch per Online-Streaming für Zuschauer, die lieber zu Hause schauen. Die Filme werden in verschiedenen Top-Kinos in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln zu sehen sein.“

Albert Einstein, Hans Kaufmann und der Zionismus

Am 12. September 2022 veranstaltet das Jüdische Museum, Berlin ein Symposium

Der Hintergrund ist ein Brief, den Albert Einstein am 12. September 1942, mitten im Zweiten Welt­krieg, ver­faßte. Er war eine Antwort an den 19jährigen deutsch-jüdischen Flücht­ling Hans Kauf­mann in Santiago de Chile, in dem er seinen großen Zweifel an der Schaffung einer zen­tralen Instanz zur Wahrung der jüdischen Interessen äußert.

Der Brief war eine Ant­wort auf ein Schreiben des jungen Mannes, in dem dieser Ein­stein gebeten hatte, an der Spitze einer jüdischen Orga­nisation zu stehen, welche die Belange der Juden, ihre Würde und das Projekt einer nationalen Heim­stätte in Palästina ver­teidigen würde.

An­läßlich der Schenkung dieses bedeutenden Briefs aus der Feder des welt­berühmten Nobel­preis­trägers, ver­anstaltet das Archiv des Jüdischen Museums Berlin ein Sym­posium, das sich Themen widmet, die im Kontext der Briefe von Hans Kaufmann und Albert Einstein stehen: der Geschichte der Familie Kauf­mann, der deutsch-jüdischen Emi­gration nach Chile während der NS-Zeit, Albert Einsteins Stellung zum jüdischen nationalen Pro­jekt und der Lage des Zio­nismus im Jahr 1942.

ARABIC MUSIC DAYS – auch online …

Das klassische Ensemble der arabischen Musik

Bis ins 8. Jahrhundert reichen die Ursprünge des arabischen „takht“ zurück. Wörtlich war damit das Holzpodium gemeint, das den Musiker:innen als Bühne diente – inzwischen bezeichnet der Begriff das klassische Ensemble der arabischen Musik aus Gesangssolist:in, Oud, Flöte, Kanun und verschiedenen Schlaginstrumenten, das im Laufe der Jahrhunderte in zahlreichen musikalischen Traditionen der Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas aufgenommen und weiterentwickelt wurde. Diese Besetzung, die Musiker:innen bis heute zum kreativen Austausch inspiriert, steht im Mittelpunkt der diesjährigen Arabic Music Days.

Vier Tage, vier Konzerte

In vier Konzerten, kuratiert vom irakischen Oud-Virtuosen Naseer Shamma, präsentieren Künstler:innen aus Syrien, dem Libanon und Marokko traditionelle und zeitgenössische Spielarten. Außerdem werden alle vier Konzerte per Livestream auf Pierre Boulez Saal Online übertragen.

Das Versagen der arabischen Eliten

Krise der arabischen Staaten

In seinem Essay fragt der renommierte libanesische Journalist und Autor Hazem Saghieh, wie die Zukunft der arabischen Welt aussieht. Gibt es Auswege aus einer existentiell bedrohlichen Krisenhaftigkeit? 

„Vorbei mit der Höflichkeit“ – Aus: Kattan: … mit zur Sonne blickenden Augen – 978-3-86575-091-4

Ein Beitrag auf quantara.de

Zeitgeschichte in Bildern

Wie stark sind unsere Wahrnehmungen, gerade auch von Konflikten, durch Bilder, zu Ikonen geronnenen Augenblicke, geprägt. Ein Gang durch diese Sammlung ist erhellend, für unser geprägt sein, auch für unsere blinden Flecke? (Am 28. Januar 2022 haben wir an dieser Stelle auf das Israel Film Archive aufmerksam gemacht)

The Liberation Graphics Collection of Palestine Posters – Eine – online zugängliche -Sammlung von Dan Walsh

Den Horizont weiten…

The Markaz Review (TMR)

is a literary arts publication and cultural institution that curates content and programs on the greater Middle East and our communities in diaspora. The Markaz signifies “the center” in Arabic, as well as Persian, Turkish, Hebrew and Urdu.

Coming soon, TMR’s special issue on Berlin, from guest editor Viola Shafik. Essays, fiction, interviews, art, film and music

Neuerscheinung

Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien

Von Charlotte Misselwitz

Was sagt die mediale Rede über den muslimischen Anderen eigentlich über uns aus? Die Doktorarbeit untersucht anhand einer „psychologischen Diskursanalyse“ Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien. Anhand der Rezeption von drei ausgewählten Medienkunstprojekten werden in einem ersten Schritt zentrale – neuerdings „psychologische“ – Diskurselemente aufgezeigt, die Stereotypisierungen aufbauen und die in einem zweiten Schritt verglichen werden. Den „diskursiven Medienkunstprojekten“ gelang dabei eine bisher nicht erfasste „mediale Interaktion“ als „narrative Rückspiegelung“ zwischen alternativen und etablierten Medien. Die – hier mit Jaques Lacan erweiterte – Diskursanalyse in der Tradition des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung hermeneutisch (und weniger quantitativ) zeigt narrative und emotionale Korrespondenzen in Form von „philosemitischen Einsamkeiten“ oder „parallelen Empathielosigkeiten“ zwischen deutschen und israelischen Diskursen, und zwar als oft unbewusste Komplexe, die Stereotypisierungen des Muslimischen aufbauen.

Misselwitz, Charlotte:
Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien: ‚
Narrative Rückspiegelungen in der Rezeption von Medienkunstprojekten.
978-3-11-075069-0 | Band 40 der Reihe Studies on Modern Orient
Berlin / Boston (De Gruyter) 2022. https://doi.org/10.1515/9783110751710

Wer über eine wissenschaftliche Bibliothek Zugang hat, kann das Buch online lesen, ansonsten kostet es gedruckt wie als E-Book 102,95 € (sic) – wir werden versuchen, eine Besprechung nachzureichen.

Erinnerung an Walter Rathenau + 1922

Vor zehn Jahren erschien die Biographie von Shulamit Volkov über den ermordeten deutschen Außenminister, in deutsch erschienen 2012 im Verlag C.H.Beck, München: Walther Rathenau. Ein jüdisches Leben in Deutschland 1867–1922.

Auf der Website von Jewish Lives ist ein Vortrag der em. Professorin nachhörbar.

Kleine „Katzen“ ….

Es gibt wahrscheinlich kein richtiges Leben im Falschen… aber es gibt auch solches in Gaza:

Employees present three newly born lion cubs at Nama zoo in Gaza City, on August 12, 2022. (Photo by MOHAMMED ABED / AFP via Getty Images)

Day-old Lion Cubs Go on Display at Gaza City Zoo

The Media Line Staff – 08/14/2022

Newborn lion cubs were put on display at a zoo in Gaza City, a day after they were born to a mother lion who had in the past suffered miscarriages. Children who visited the small Nama Zoo on Saturday were permitted to pet the day-old cubs, which each weighed about 700 grams, or under two pounds. The zoo, which is home to birds, monkeys, deer, foxes, wolves and hyenas, is run by a private charity, allowing it to better care for its animals. Private zoos have had a harder time caring for its animals, leading some to starve to death and others to be killed by airstrikes in the coastal strip. Some large animals were evacuated by rescue organizations to animal sanctuaries in other countries.Employees present three newly born lion cubs at Nama Zoo in Gaza City, on August 12, 2022.
(Mohammed Abed/AFP via Getty Images)

Internationalismus aus Kreuzberg

Manchem mag die Sprache gewöhnungsbedürftig sein, anderen aus der Zeit gefallen, wieder anderen im wahrsten Sinne fort-schriftlich…. Kreuzberg United hat auf seine Hompage einen Reisebericht zu einer Delegation gestellt, die zu dem zum 27. Mal stattgefundenen “Farkha-Festival” (der Palestinian Peoples Party (PPP)) nach Palästina geführt hat… (… einiges dazu ging ja schon durch die Medienlandschaft): Jedenfalls interessant zu lesen:

Yallah, Shabab – Bericht einer Delegationsreise nach Palästina.