Lesehinweis

Hebräische Schreibkultur in Europa. Zalman Schneurs verschollene Briefe

Von Lilah Nethanel, sie lehrt am Department of Literature of the Jewish People der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan, Israel und forscht zur modernen hebräischen Literatur. Zudem ist sie Übersetzerin und Schriftstellerin.

Neuerscheinung bei Vandenhoeck & Ruprecht | 9783525336120 | 23,00 €

In ihrem Essay fragt die israelische Autorin Lilah Nethanel nach der Bedeutung von Mehrsprachigkeit und Transnationalität für die hebräisch-europäische Schreibkultur im frühen 20. Jahrhundert. Hierzu beleuchtet sie Leben und Werk des hebräischen und jiddischen Schriftstellers Zalman Schneur (1887-1959). Anhand bisher unbekannter persönlicher Korrespondenzen zeichnet Nethanel den Weg von der veröffentlichten Fiktion zurück zu den biografischen Hintergründen des Autors nach, die von so existenziellen Erfahrungen wie Krieg und Flucht, Emigration und Einsamkeit geprägt sind. Diese Dokumente, die erst mehr als fünf Jahrzehnte nach Schneurs Tod in Madrid entdeckt wurden, machen die moderne jüdische Schreibkultur in ihrer gesamten Komplexität sichtbar: Auf Deutsch, Französisch und Jiddisch verfasst, wurden die Briefe aus dem nachrevolutionären Russland, dem Weimarer Berlin und dem Paris der 1940er Jahre verschickt. Sie legen das vielschichtige biografische Mosaik offen, das in Schneurs literarisches Werk eingeflossen ist, und bieten neue Perspektiven für das Verständnis moderner jüdischer Schriften in Europa.

Bedrohliche Mächte oder mächtige Bedrohung?

Konferenz „Strategien gegen Verschwörungsideologien und Desinformation“ am

Freitag, dem 18. November 2022 von 9:00-17:00 Uhr im Deutschen Bundestag

„Gesellschaftliche Krisen und Zeiten der Unsicherheit, wie sie die Corona-Pandemie oder der brutale Krieg Rußlands gegen die Ukraine mit sich bringen, sind ein Nährboden für Fake News und krude Verschwörungsideologien. Aktionen von Corona-Leugner*innen und die rasante Verbreitung von Desinformation im Internet zeigen dies deutlich. Wir nehmen diese Gefahr für unsere Demokratie sehr ernst. Als grüne Bundestagsfraktion wollen wir den Kampf gegen Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien sowie für gesellschaftlichen Zusammenhalt entschieden vorantreiben.“

Daher laden wir Sie und euch herzlich zu unserer Konferenz in den Deutschen Bundestag (Paul Löbe-Haus) ein. Anmeldung hier.

Mit dabei: Dr. Konstantin von Notz MdB, Lamya Kaddor MdB, Marina Weisband, Ben Scott, Katharina Nocun, Thomas Haldenwang, …. und viele weitere Abgeordnete und Fachleute.
Die Moderation der Konferenz übernimmt die Journalistin Thembi Wolf.

Inside Out | Edgar Keret

Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin | 21. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023

Mit Inside Out zeigt das Jüdi­sche Museum Berlin ab 21. Okto­ber 2022 eine Aus­stellung des israe­li­schen Autors Etgar Keret.

Aus­gehend von Er­inne­run­gen an seine Mutter hat Keret Kurz­ge­schichten ver­fasst, die im Rah­men der Aus­stellung nun erst­mals öffent­lich präsen­tiert wer­den. Die Texte er­zählen vom All­tag der Familie in Israel eben­so wie von trau­ma­ti­schen Kriegs­erleb­nissen und Gewalt­er­fah­rungen der 1934 in Polen ge­borenen Mutter.

Die Geschichten werden mit vom Autor aus­gewählten Ob­jekten aus den JMB-Samm­lungen sowie mit Auftrags­arbeiten von zeit­ge­nössischen Künstler*innen, die in Ko­ope­ra­tion mit Keret ent­standen sind, präsen­tiert. Das Zusammen­spiel von Er­inne­run­gen, Objekten und künstler­ischen Installa­tionen er­öffnet Be­sucher*innen neue, emotions­geladene Assoziations­räume, die be­wußt mit klas­si­schen Er­wartungen an einen Museums­besuch brechen.

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Der Libeskind-Bau ist grün markiert

Ort: Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie – Lindenstraße 9–14, 10 969 Berlin

Food truck – halal und kosher

Kleine und große Geschichten von jenseits des Teiches

Food Truck Durham
Yalla food truck at Duke University in Durham, North Carolina. RNS photo by Yonat Shimron

„We want to push Jewish and Muslim students to get together,” said Rabbi Nossen Fellig, a Chabad leader on campus who came up with the food truck concept alongside a Muslim colleague, Abdullah Antepli, a professor of the practice of interfaith relations. – On campuses nationwide, tensions around Israeli-Palestinian conflict are boiling over.“

Wer hat jetzt mit wem Mitleid?

Eurosport: Champions League: Juventus blamiert sich gegen Maccabi Haifa

Juventus hat sich am 4. Spieltag der Gruppenphase der UEFA Champions League mit einem schwachen Auftritt bei Maccabi Haifa blamiert. Der italienische Rekordmeister unterlag dem Außenseiter aus Israel völlig verdient 0:2. Omer Atzily stieg am Dienstagabend zu Maccabis Helden auf. Der israelische Mittelfeldspieler sorgte mit seinem Doppelpack (7./42.) für die ersten Punkte seines Vereins.

Jüdische Allgemeine: Maccabi Haifa schlägt Juventus Turin

Mit einem Paukenschlag hat die israelische Fußballmannschaft Maccabi Haifa am späten Dienstagabend den italienischen Club Juventus Turin mit 2:0 besiegt. Damit brachten die Grün-Weißen nicht nur irgendeinen Gewinn nach Hause, sondern den ersten für ein israelisches Team in der Champions League seit zwei Jahrzehnten.

Umdeutung des Islams

Bundesdeutsche Wahrnehmungen von Muslim*innen 1970-2000

Auch online dabei sein ….: https://tinyurl.com/ubn2uhfy. 12. Oktober 2022 – 18.30 Uhr

Der Buchautor Dr. Alexander Konrad (Assoziierter Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) im Gespräch mit Prof. Dr. Udo Steinbach (Leiter des MENA Study Centre der Maecenata Stiftung)

Moderation: Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Analog in der DAFG-Geschäftsstelle – Friedrichstraße 185, 10117 Berlin

Die Wahrnehmung des Islams in Deutschland hat Auswirkungen sowohl auf die außenpolitischen Beziehungen zur islamisch geprägten Welt als auch auf die innen- und gesellschaftspolitische Stellung der Musliminnen. Vor diesem Hintergrund stellt Autor Alexander Konrad sein Buch vor, das den Wandel der bundesdeutschen Wahrnehmungen von Musliminnen von den Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende untersucht. In der anschließenden Diskussion sollen die Fäden seiner zentralen Aussagen in die Gegenwart fortgesponnen werden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung (dafg@dafg.eu; Telephon: 030-2064 9413; Fax: 030-2064 8889 oder online) notwendig. Die analoge Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldebestätigung wird nicht versandt.

LABA Berlin 2022 „Broken“

A Laboratory for Jewish Culture

Eight artists representing a diversity of Jewish identities and artistic practices, the works on display pull from literature, opera, film, psychoanalysis, mythology, disability studies, and personal experience. They take history, real and imagined, to explore the rocky, recursive, and often disjointed path from breaking to recovery after trauma. Some artists engage with the moment of rupture, some interrogate the promise of reparation and repair, while others explore the shapes of the broken pieces.

Kalender 2022 – Oktober

Licht aus Licht

Ein Begleiter durch das Jahr 2022 – Photos von Andreas Schröder – Mit einem Text von Hafis:

I have come into the world to experience this
men (women) so true their lives are His covenant – the promise of hope .

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2021


Eine alt-neue Kulturtechnik

Ein Interview mit Osama Hamdan, Direktor des Mosaic Center of Jericho, geführt von Cécile Leca (lpj.org) – Hier das Gespräch auf Englisch und der Hinweis auf die Arbeit des Zentrums in Jericho.

Preserving mosaics in Bethany | Photo credit: https://mosaiccentrejericho.com/

Andere Stimmen (III)

Die Ausgabe 2/2022 unserer Zeitschrift israel & palästina ist auch als Buchausgabe im AphorismA Verlag erschienen. „Hören auf Menschen in Israel & Palästina“ – Herausgegeben von Jürgen Schulz und mit einem Vorwort von Ulrich Duchrow.

Cover Andere Stimmen

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