Wenn auch „nur“ eine Berliner Veranstaltung:
Der palästinensische Photograph und Künstler Steve Sabella im Gespräch: Decolonizing The Imagination

https://oyoun.de/Neue spannende Orte: Oyoun – Berlin-Neukölln

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22. März 2023: Förderung von vier Leibniz-Einrichtungen soll fortgeführt werden

Das Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin-Nikolassee wurde im Juni 2022 seit seinem Beitritt in die Leibniz-Gemeinschaft 2017 zum ersten Mal evaluiert – die Fortführung der Förderung wird ausdrücklich empfohlen. Dies bestätigte eine am gestrigen Nachmittag veröffentlichte Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft.
Als einzige Forschungseinrichtung Deutschlands befaßt sich das ZMO interdisziplinär und in historisch vergleichender Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Eurasien, Süd- und Südostasien. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Interaktion überwiegend muslimisch geprägter Gesellschaften sowie deren Beziehungen mit den nicht-muslimischen Nachbarregionen.
Seit der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft bestimmten zwei große Forschungsprogramme maßgeblich die Arbeit am ZMO. „Muslimische Welten – Welt des Islams? Entwürfe, Praktiken und Krisen des Globalen“ wurde im Jahr 2019 abgeschlossen, seit 2020 läuft das Programm „Translokale Verflechtungen neu denken: Perspektiven aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten“. Es erforscht historische und gegenwärtige sozioökonomische Dynamiken und kulturelle Entwicklungen vom 16. bis ins 21. Jahrhundert aus der Perspektive von muslimischen Gesellschaften und mit Fokus auf mehrheitlich muslimische Regionen. Untersucht werden dabei Themenfelder wie Generationenbeziehungen, Reaktionen auf Umweltveränderungen, Geschichtsbilder und intellektuelle Kultur.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft bewertete die wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse sowie die vielfältigen Transferaktivitäten des Zentrums durchweg als sehr gut. Auch die internationale Sichtbarkeit der Ergebnisse und die große Bandbreite der Themen wurden hervorgehoben. Besonders gelobt wurden zudem die globalen, interdisziplinären Kooperationen des ZMO sowie die Diversität unter den Mitarbeiter:innen. Des Weiteren befürwortete die Stellungnahme des Senats die Pläne des ZMO, eine dauerhafte Erhöhung der institutionellen Förderung im Bereich „Digital Humanities“ zu beantragen. Dies ist sowohl für die, aus Forschungsnachlässen bestehende und in Teilen weltweit einzigartige Sondersammlung des Instituts von Bedeutung als auch für Forschung und Wissenstransfer. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird schon jetzt eine Open Access Datenbank zu Islam in Burkina Faso systematisch erweitert, um zukünftig auch Dokumente aus ganz Westafrika einzuschließen.
„Wir freuen uns, daß die Integration in die Leibniz-Gemeinschaft so erfolgreich verlaufen ist. Wir konnten dabei mehrere Kooperationsprojekte innerhalb der Gemeinschaft anstoßen, in denen Perspektiven aus dem Globalen Süden, etwa auf Demokratie oder auf internationale Solidaritäten einen Blickwechsel erlauben. Von der Zusammenarbeit mit anderen Leibniz-Instituten profitieren wir sehr“, sagt Ulrike Freitag, Direktorin des Leibniz-Zentrums Moderner Orient.
Am ZMO arbeiten aktuell 37 Wissenschaftler:innen aus über 15 Ländern weltweit, sowohl finanziert durch ZMO-Gelder als auch durch Drittmittel. In der Leibniz-Gemeinschaft gehört das ZMO der Sektion A (Geisteswissenschaften und Bildungsforschung) an und es beteiligt sich mit mehreren Projekten am Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“. In den letzten Jahren hat das ZMO zwei Forschungsgruppen durch Consolidator Grants des European Research Council (ERC) eingeworben und war zudem mit einer Junior Research Group und zwei Verbundprojekten im Programm „Kooperative Exzellenz“ des Leibniz-Wettbewerbs erfolgreich.

Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft einschließl. Anlagen
Zum Tod des Philosophen Ernst Tugendhat
Eine Würdigung von Michael Hesse in der Berliner Zeitung (BZ)
„Ernst Tugendhat hat nicht nur philosophiert, sondern ebenso sehr politisiert, demonstriert, gestritten. Am Montag ist er im Alter von 93 Jahren in Freiburg/B. gestorben. Mit ihm verliert Deutschland einen seiner großen Denker.“
G. H. Holländer schreibt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)
„Das heißt nicht, dass Tugendhat jeden seiner Irrtümer erkannt hätte, aber so ausdrücklich, wie er auf ihr Vorhandensein hinweist, ermuntert er auch dazu, selbst welche zu finden. Ein solcher Irrtum könnte etwa sein, dass das Wollen der Menschen auf Zukunft gerichtet sei. Gerade für Religion und Mystik lässt sich viel eher eine Ausrichtung auf das schlechthin Vergangene beweisen.“

Und ein Beitrag auf der Schweizer Website ch-cultura.ch.
Joseph Croitoru auf qantara.de: „Sie wollen die Kontrolle über die Bücher“
Bei den landesweiten Protesten der vergangenen Wochen gegen die Reformen der neuen israelischen Regierung waren Schriftstellerinnen und Schriftsteller kaum sichtbar. Das hat sich nun grundlegend geändert

Im ukrainischen Czernowitz, einst das ‚Jerusalem des Ostens‚, lebten bis vor Kurzem kaum noch Juden und Jüdinnen. Nun verschaffen Geflüchtete aus anderen Landesteilen den jüdischen Gemeinden neuen Zulauf.
Ein Beitrag auf der Seite der Deutschen Welle.

Czernowitz (Chernivtsi/Cerniowce), eh.Synagoge. (Photo: privat)
Ein Gespräch mit dem Philosophen Omri Boehm, geführt von Michael Hesse, in der Frankfurter Rundschau über Immauel Kant, Hermann Cohen, über Abraham und Moses und über Religion und Glaube
„Vielmehr kommen wir zum Glauben, weil wir eine absolute Verpflichtung zur Ethik erkennen – und absolute Verpflichtungen kommen nicht von der Natur und können auch nicht von ihr kommen.“

Essen verbindet
Ein Begleiter durch das Jahr 2023 – Mit Photos von Bärbel Doering und aus dem AphorismA Verlagsarchiv
Der Wirklichkeit eine Vision entgegenhalten: Es gibt immer eine andere Zukunft!

Photo: Bärbel Doering
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2021


Der Historiker Hajo Funke ordnet die Einträge mit Kommentaren ein

Umfangreiches Feature des NDR:
Datenbank: Die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ zum Durchsuchen
Leugnung der Shoa: Die Wahrheit hinter den „Hitler-Tagebüchern“ – 40 Jahre nach dem Skandal um die gefälschten „Hitler-Tagebücher“ im „Stern“ hat der NDR die Texte in vollem Umfang veröffentlicht. Sie offenbaren die geschichtspolitischen Motive des Fälschers und einiger seiner Helfer: die Leugnung des ‚Holocaust‘.