18. Dezember 2024 – Veranstaltungen in Berlin
(… sicher wird es auch anderenorts etwas geben … )

Landeszentralbibliothek – Amerika-Gedenkbibliothek | PopUp-Saal
18. Dezember 2024 – Veranstaltungen in Berlin
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Rechte Gewalt ist kein neues Phänomen. Sie zieht sich durch die Geschichte Deutschlands, sowohl in der Bundesrepublik als auch, weniger bekannt, in der DDR. Ereignisse wie der NSU-Komplex, das Oktoberfestattentat oder die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen sind fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Sie stehen für Hunderte, wenn nicht Tausende Vorfälle, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Menschenleben forderten, Traumata hinterließen und tiefe gesellschaftliche Wunden schlugen – und dennoch oft in Vergessenheit geraten sind. Viele dieser Fälle sind nur unzureichend dokumentiert oder der breiten Öffentlichkeit unbekannt.
Um diese dunklen Kapitel der deutschen Geschichte ins Bewußtsein zu rücken, entsteht nun das Themenportal „Rechte Gewalt“. Diese neue Plattform schafft einen zentralen digitalen Ort, um das Wissen über rechtsextreme und rechtsterroristische Gewalt zu bündeln, zu bewahren und zugänglich zu machen.
Zum 1. Januar 2025 beginnt FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur – gemeinsam mit dem Bundesarchiv und dem Landesarchiv Baden-Württemberg die Arbeit an diesem bedeutenden Projekt.
Förderung einer inklusiven Erinnerungskultur
Das „Themenportal Rechte Gewalt“ entsteht als Teil des Archivportals-D in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Mit diesem Vorhaben wird ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Aufarbeitung und zum Erinnern geleistet; „Um die Ursachen rechter Gewalt zu verstehen und langfristig eine inklusivere Erinnerungskultur zu fördern, ist es unerläßlich, historische und zeitgenössische Quellen digital verfügbar zu machen“, erklärt Matthias Razum, Bereichsleiter e-Research von FIZ Karlsruhe.
Die Einrichtung des Themenportals findet ihre Grundlage im 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Darin heißt es: „Wir treiben auch innerhalb der Bundesregierung die weitere Aufarbeitung des NSU-Komplexes energisch voran und bringen ein Archiv zu Rechtsterrorismus in Zusammenarbeit mit betroffenen Bundesländern auf den Weg.“
Ziele und Herausforderungen des Themenportals
Das Projekt adressiert die multiperspektivische Erschließung rechter Gewalt – von rechtsextremen Gruppierungen und ihren Taten bis hin zu den Betroffenen und Opfern. Es wird Archivalien staatlicher Stellen und zivilgesellschaftlicher Organisationen bündeln, eine Übersicht über vorhandene Quellen bieten, Zugänge für Forschung und Bildung schaffen und die Digitalisierung relevanter Dokumente vorantreiben.
Zu den besonderen Herausforderungen des Projekts gehört die Definitionsfrage: Der Begriff „rechte Gewalt“ wird in Deutschland erst seit den 1990er Jahren bewußt verwendet, was die historische Einordnung und Kategorisierung von Quellen erschwert. Zudem erfordert das Thema eine äußerst sorgfältige Betrachtung, da es politisch und gesellschaftlich stark diskutiert wird.
Technische Umsetzung und Förderung
FIZ Karlsruhe wird die technische Realisierung des Themenportals verantworten. Geplant sind:
Das Bundesarchiv übernimmt die Projektleitung und steuert die inhaltliche Konzeption des Themenportals. Das Landesarchiv Baden-Württemberg trägt mit seiner Expertise zur redaktionellen und systematischen Erschließung sowie zur Integration der zivilgesellschaftlichen Archive bei, unter anderem mit seiner Dokumentationsstelle Rechtsextremismus.
Die Entwicklung des Portals wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Diese Förderung ermöglicht die Realisierung eines Prototyps bis Mitte 2026 mit vertieften Informationen zu drei bis vier Vorfällen rechter Gewalt. Geplant ist ein späterer Ausbau der Inhalte und Funktionalitäten. Insgesamt wurde ein mehrjähriger Projektzeitraum angesetzt, der perspektivisch eine dauerhafte Integration in die bestehenden Infrastrukturen der Deutschen Digitalen Bibliothek vorsieht.
FIZ Karlsruhe bringt dabei seine Erfahrung aus ähnlichen Projekten ein, darunter das Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“, bei dem ebenfalls die Infrastruktur und technische Federführung bereitgestellt wird. Gleichzeitig wird exemplarisch der Workflow mit dem „Einfachen Erschließungs- und Zugriffssystem für kleine und mittlere Archive“ (EEZU) umgesetzt. Dieses System ermöglicht es auch kleineren Archiven ohne eigene IT-Infrastruktur, sich am Portal zu beteiligen und ihre Bestände zu integrieren.
Bedeutung für Forschung und Gesellschaft
Das Portal schließt eine wichtige Lücke in der historischen Aufarbeitung. Es greift Themen wie die NSU-Morde, die „Baseballschlägerjahre“ der 1990er Jahre und die rechtsextreme Szene in Ost- und Westdeutschland auf. Darüber hinaus wird es als Ressource für Wissenschaft, Medien und Bildungsinstitutionen dienen und damit langfristig zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen.
Mati Shemoelof und Tom Bresemann auf youtube
Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem … –
Ein Begleiter durch das Jahr 2024 – Mit Photos von Bärbel Doering
… der Kalender 2025 ist schon ausgeliefert, ein paar ganz wenige Exemplare sind noch lieferbar … .

Photos: Doering
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2023
Es war das neunte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschien: Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem. Das Thema hat uns dieses Jahr begleitet, auch wenn die täglichen Nachrichten einen eher verzweifeln lassen und sich die Frage, war unter den Hüten, den Haaren eigentlich steckt … schon naheliegt …
Kalender 2025


Giorgia Valente und Veronica Neifakh schreiben auf Medialine über Bilder, die Kinder in diesen Tagen schaffen …

18. Dezember 2024 – Veranstaltungen in Berlin
(… sicher wird es auch anderenorts etwas geben … )
Landeszentralbibliothek – Amerika-Gedenkbibliothek | PopUp-Saal
„Passend“ zu den Nachrichten über eine anstehende mögliche Annektion des Besetzten Gebiete, kommt in die deutschen Kinos der auf der Berlinale 2024 prämierte Film No Other Land der Filmemacher Yuval Abraham und Basel Adra: Susanne Lenz schreibt zur Vorführung im Kino Babylon in der Berliner Zeitung:

Ende Oktober der Bericht in der Berliner Zeitung von Katerina Alexandridi über den Vortrag von Amos Schocken in London:

Hier der Ausriß aus der Berliner Zeitung mit dem Artikel von Katerina Alexandridi über die darauf folgende Auseinandersetzung in Israel:

mec filme im November in Berlin
From Ground Zero – Kurzfilmkompilation aus Gaza
10. November 2024 at/um 18.30h im Künstlerhaus Bethanien (New Yorck), Mariannenplatz 2a – 10997 Berlin with /mit ENGLISH subtitles followed by a Q&A with Irit Neidhardt (distributor)
am 15. November 2024 at 18.30h (ENGLISH subtitles) und
am 17. November 2024 um 16.15h (Deutsche Untertitel) im/in
Sputnik Kino, Hasenheide 54/ 5.Etage, 10967 Berlin mit Gespräch / followed by Q&A
(for language please check/für die Sprachfassung siehe Sputnik Website)
FROM GROUND ZERO
From Ground Zero ist eine Kompilation mit 22 Kurzfilmen von Regisseurinnen aus Gaza. Gedreht zwischen Dezember 2023 und März 2024 fangen die zwischen drei und sechs Minuten kurzen Filme individuelle Perspektiven auf die aktuelle Kriegs-Realität in Gaza ein. Mit einem Genremix aus Spielfilm, Dokumentarfilm, Doku-Fiktion, Animation und experimentellem Kino präsentiert From Ground Zero eine Vielfalt an Geschichten, die die Trauer, den Überlebenswillen, die Freude und die Hoffnung widerspiegeln, die dem Leben in Gaza innewohnen. Das Projekt wurde von Rashid Masharawi, einem international renommierten palästinensischen Filmemacher aus Gaza, ins Leben gerufen. Kompilationsfilm aus 22 Kurzbeiträgen, 2 Teile à ca 56 min, div. Genres
Zu den Synopsen der einzelnen Filme und Biographien der Regisseurinnen.
