„House“ ist eine Adaption der gleichnamigen Dokumentarfilmtrilogie (1980, 1998 und 2005), in der der israelische Regisseur Amos Gitai über mehrere Jahrzehnte ein Haus in Westjerusalem und dessen Bewohner*innen porträtierte.
„House“ ist eine Adaption der gleichnamigen Dokumentarfilmtrilogie (1980, 1998 und 2005), in der der israelische Regisseur Amos Gitai über mehrere Jahrzehnte ein Haus in Westjerusalem und dessen Bewohner*innen porträtierte.
Marylène Schultz kam vor dem Sechstagekrieg 1967 nach Bethanien und arbeitete bis 1997 für den Schweizer Christlichen Friedensdienst in den „Four Homes of Mercy“, einer Institution, die sich um Alte und Kinder, Behinderte und Waisen kümmert. Von ihr stammt das Buch „Die Waisenkinder von Bethanien“, Göttingen (Lamuv) 2003 – 978-3-88977-633-4.
Am Samstag. 6. April 2024 wurde sie „zu Füßen“ des ersten Bischofs der lutherischen Kirche Haddad und mit Blick auf Gilo und Beit Jala ins Grab gelegt.
Der Jerusalemer Propst Joachim Lenz empfahl ihre Seele in den Gebeten den zärtlichen Armen Gottes.
In den Evangelischen Kommentaren zu Religion und GesellschaftZeitzeichen setzen sich aktuell Katja Dorothea Buck und Jens Nieper mit der deutsche Debatte über Nahost nach dem 7. Oktober 2023 auseinander.
Mit Blick auf den 1. März 2023, den von den Palästinenserinnen gestalteten, Weltgebetstag der Frauen eine lohnende Lektüre – und ein wichtiges Korrektiv zur Haltung des Deutschen Weltgebetstagskomitees und seinen Eingriffen in die Stimme der christlichen Geschwister im „Heiligen Land“.
Lesehinweis, der zumindest die aktuellen Beiträge dokumentiert und verlinkt:
https://www.jerusalemsverein.de/weltgebetstag-2024-palaestina/
Christoph Hasselbach analysiert für die Deutsche Welle die Rahmenbedingungen für das deutsche Enagement; die Sackgasse, von der er schreibt, hat aber wohl mehr Enden, als im Artikel erkennbar wird. Was bleibt vom ehemaligen Renommee deutscher Politik nach dem aktuellen Scherbenhaufen?
Zum ersten Mal seit der Existenz der Kirche reiste ein Bischof von Rom ins Heilige Land: Paul VI. p.p. besuchte vom 4.-6. Januar 1964 die Stätten der Christenheit - in einer komplexen politischen Gemengelage zwischen Israel, zu dem der Vatikan zu dieser Zeit keine offiziellen Beziehungen hatte und zu den Jordaniern und Palästinensern.
Höhepunkt und zentrales Ereignis war ohne Zweifel die Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras, dem Ehrenoberhaupt der weltweiten Orthodoxie. Andreas und Petrus umarmen einanander, zum ersten Mal seit dem morgenländischen Schisma des 11. Jahrhunderts!
Bericht auf der Seite von Radio Vatikan / Kustos der Franziskaner in Bethlehem 2024 ruft zu Gerechtigkeit auf!
Auch Nach-hören lohnt sich, das Gespräch mit Alon-Lee Green und Rula Daoud von Standing Together am 17. Dezember läßt sich hier finden … keine verschwendete Zeit, da zuzuhören…:
In ihrer Mail dazu schreiben sie:
„Wow! Over 1,800 viewers from all over the world tuned in yesterday to hear our vision as a movement and what we are doing right now, on the ground. We are excited to share that during the webinar over 250 people joined our new global community – Friends of Standing Together, and many more decided to contribute one-time donations. We are very grateful to receive so much support from all of you, this enables us to continue our work and grow our movement.“
Seit über hundert Jahren – Eine der größten ökumenischen Bewegungen der Welt bringt jeweils am 1. Freitag des Monats März Menschen unter dem Gedanken „Informiert Beten“ zusammen. Nach 1994 ist auch 2024 wieder das palästinensische Komitee mit der Erarbeitung der Liturgie beaufragt worden.
Jetzt entscheidet das „Deutsche Komitee“ anders und „für die Schwestern“ …
Hier die Stellungnahme des Berliner Jerusalemsvereins:
Wie weit ist eine „Vereinbarung“ über ein (kurzes?) Schweigen der Waffen und die Freilassung von Geiseln noch entfernt?
Jack Khoury weist in der Haaretz zu Recht auf die wachsenden Spannungen an der „dritten“ Front, der Westbank hin, hier ein paar Zitate aus dem Beitrag:
„If, before the war, incidents were focused on the northern West Bank, between Nablus and Jenin, since October 7 there has not been a city or refugee camp in which clashes have not been recorded.
In addition to the large number of dead and wounded, there has also been a drastic increase in the number of people arrested in the West Bank, including East Jerusalem. Close to 3,000 people have been detained since the start of the war. The Palestinian Prisoners’ Administration notes that such a large number of arrests in such a short time has not been seen since the Second Intifada. (…)
Israel can continue to crush the Gaza Strip under the banner of “hunting Hamas” and it can bulldoze the West Bank under the slogan of “fighting terrorism,” but in between, we must understand that with force and more force there will be no horizon for either side. For every fatality, another generation of young Palestinians will emerge and will join the struggle against Israel, seeing themselves as freedom fighters.
Every time Israel punishes the Palestinians by deducting taxes it collects on their behalf, it puts another nail in the coffin of the PA. Every expropriation of land for the construction of another outpost, every roadblock, every closure, every narrowing of civilian living space, closes another window of hope for change.
A month and a half after the war began, someone in Israel needs to realize that another attack and more force will only increase the anger and frustration among another generation of Palestinians. (…)“
„In Israel, October 7 is often described – and rightly so – as a trauma that will lead to fundamental change, both social and political. The question is what kind of change Israel hopes for. A society that aspires to change for the better must rise from a crisis and think about reality. Because even after the crushing of Hamas and the paralyzing of the PA, the Palestinian people will not go away – not in the Gaza Strip and not in the West Bank.“
Die Ereignisse der letzten Wochen lassen auch hierzulande die Menschen nach Worten suchen, das Geschehene und das Geschehende zu „begreifen“ und einen Blick auf die Konsequenzen und das ‚zu Tuende‘ werfen. Pfr. Andreas Goetze, lange Jahre Landeskirchlicher Pfarrer für das interreligiöse Gespräch in Berlin (EKBO), jetzt tätig im Zentrum Ökumene EKHN/EKKW in Frankfurt/Main, hat das in einem Beitrag für das Portal Die Eule versucht, es gibt eben trotz allem keine einfachen Antworten in der komplexen Gemengelage des ‚Nahen Ostens‘ und unserer Beziehungen dorthin und dorther…